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Kommentare zu:
Bareback: LSU verteidigt sich


#21 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 12:22h
  • @Gernot Back: Wer erhebt denn hier den Zeigefingen gegen wen? Sind es etwa wir, die Heterosexuelle pauschal an den Pranger stellen und eklatante Eingriffe in ihre Freiheitsrechte als "Lösung" für die AIDS-Problematik propagieren? Ich denke nicht!

    Und mit dieser Logik werden wir auch der tatsächlichen Problemlösung nicht einen Schritt näher kommen - ganz im Gegenteil. Wenn du schon darüber redest, wer hier gefälligst was "zuerst" zu tun hat, dann sprechen wir zunächst über die weiterhin verklemmte und homophobe Sexualerziehung an den Schulen, die sexuelle Vielfalt weitgehend ignoriert, und darüber, dass die Finanzmittel für Aufklärungskampagnen in den letzten Jahren deutlich zusammen gestrichen worden sind. Außerdem sehen sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender eher dazu berufen, pauschale Stimmungsmache gegen schwulen Sex zu betreiben, als eine offene, aber vorurteilsfreie und permanente Aufklärungsarbeit zu betreiben.

    Wie ermutigend für solche reaktionären Tendenzen, dass selbsternannte Vorzeige-Schwule ihnen auch noch lautstark Beifall klatschen!
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#22 News aus dem Bimbestag:Anonym
  • 13.12.2005, 15:06h
  • Alles, was hier so von denen rüber kommt, ist nur ein gigantisches Ablenkungsmanöver. es geht wieder einmal nur darum, von den wirklichen Problemen abzulenken!

    "Don’t ask, don’t tell"
    Nichts fragen, nichts sagen: Wie sich die Bundesregierung aus der CIA-Affaere herauszuschwindeln versucht
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/003.php

    Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg protestiert gegen "Kumpanei der Bundeswehr mit der US-Army"
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/017.php

    Telekom kriegt Stress
    Beschaeftigte des Kommunikationsriesen protestierten bundesweit gegen Vernichtung von 32000 Arbeitsplaetzen. Lafontaine forderte Verbot von Aktienoptionen fuer Manager
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/001.php
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#23 gerdAnonym
  • 13.12.2005, 16:50h
  • @whk
    Zunächst vorweg, die Kritik am LSVD kann ich in keinster Weise teilen: beim LSVD sind viele thematische Forderungen vorhanden, die halt nicht immer in der öffentlichen Wahrnehmung ankommen (z.B. Reform des Transsexuellengesetzes, Änderung der Richtlinien der Bundesärztekammer zur heterologen Insemination, ...). Der Vorwurft der LSCD sei "kleinkariert",da er sich nur auf die Themen "Homo-Ehe" und "ADG" konzentriert, ist daher schlichtweg falsch.

    Zudem kommt hinzu, dass die Themen "Hom-Ehe" und "ADG" halt die wichtigsten Reformthemen für homosexuelle Menschen sind ("es ist halt für homosexuelle Paare von hoher Bedeutung, wieiviel Geld sie am Ende des Monats in der Tasche haben, und wo sie überall steuerlich stärker als ein Ehepaar abkassiert werden").

    ---
    Zum Thema der LSU: Verschärfung der Rechtslage

    Da bin ich halt der Auffassung, dass dieses Thema "nicht so ganz locker und easy" mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Organisationen wie der LSVD sind meines Erachtens "gut" beraten, wenn sie nicht vorschnell sich äußern, sondern genauer drüber nachdenken und diskutieren, was die Forderung des LSU in der Konsequenz und im Alltag auslöst.

    Es kann doch nicht sein, dass wir am Ende der Diskussion durch eine Verschärfung des Rechts aufgrund von Barebacking wieder in eine Situation aus früheren Jahrzehnten geraten, wo die "Sittenpolizei" unterwegs ist.

    Meine abschliessende Meinung hatte ich bereits geäußert:

    Zwar sehe ich durchaus die bedenkenswerten Argumente der LSU, aber letzlich ist die Gefahr einer Einschränkung der Privatsphäre und der Freiheit des Einzelnen mir zu hoch.
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#24 bäume-freundAnonym
#25 Adlaw AglohAnonym
  • 13.12.2005, 18:02h
  • @ bäumefreund:

    du hast recht, oskar ab ins saarland,
    dort kann er bei

    www.saar-echo.de/,

    topstories:
    Von Clearstream bis Yukos: (Eine Hinführung)
    Der kalte russisch-amerikanische Ölkrieg,
    nachlesen wie und warum sein alter
    Freund Schröder jetzt knete macht.
    Westerwelles Lambsdorff kommt da auch vor.
    bareback politisch, der rest ist theater.
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#26 Georg und JörgAnonym
  • 13.12.2005, 18:14h
  • Mein Gott, welch Diskussion! Erst mal fällt "man" tüchtig übereinander her und erkennt sich dabei (selbst), um anschließend off-topic-links zu empfehen.

    Hey, kriegt euch mal wieder ein. Wenn ihr was vernünftiges tun wollt, dann schaut euch doch mal die site

    www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID970580_REF2488,00.html

    an.

    Es handelt dabei sich um eine sehr lesenswerte Beschreibung des Umgangs "der" Medien mit unsereins. Nach der Lektüre erwägen wir, Strafanzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu erstatten. Gegen Herrn Franz-Josef Wagner, BILD-Schreiber.

    Zum Schluss gibts zur Belohnung der Aufmerksamkeit noch eine schöne Karikatur aus dem Kreuz.net zum Papa-Ratzi-Bann, das wir im Angaysicht der drohenden Fußballweltmeisterschaft "Eigentor" taufen:

    www.kreuz.net/article/article.2363.jpg

    Der zugehörige Artikel hat folgende Adresse:

    www.kreuz.net/article.2363.html

    In Rechtschreiben und Kunst gibts heute eine Eins. Für alle, egal ob oben oder unten.
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#27 Gernot BackAnonym
  • 13.12.2005, 19:21h
  • @Sascha + Wolf:

    ich finde es längst überfällig, dass wir Schwule endlich klarmachen, dass diejenigen, die meinen Analverkehr, ob mit oder ohne Kondom, das sei doch egal, bei uns eine Minderheit sind, von der wir uns klar distanzieren.

    Ich bin auch nicht unbedingt für Verbote, aber ich will, dass wir als schwule Community klar machen dass uns das nicht gleichgültig ist, wenn Leute mit ihrem Leben spielen.

    Ich will, dass unsere Mehrheitsmeinung, die wir doch ohnehin haben, endlich auch in der allgemeinen Öffentlichkeit klar wahrgenommen wird: "Bareback tötet"!

    Entsprechende Aufdrucke auf Zigarettenpackungen nebst einer Bestrafung der Leute am Geldbeutel haben übrigens durchaus dazu geführt, dass weniger Leute rauchen und das ist gut so!

    Der Vergleich mit dem Tabak hinkt natürlich, allerdings zu meinen Gunsten: Während eine gelegentliche Zigarette sicherlich nicht gleich zu Lungenkrebs führt, kann der eine ungeschützte Analverkehr eben der eine ungeschützte Analverkehr sein, der zu vorzeitigem Tode und zuvor zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.

    Entsprechend bin ich dafür, zumindest zu unterbinden, dass man aus der Vermarktung und Verharmlosung von Bareback einen materiellen Vorteil hat, ja da würde ich notfalls auch ein Engagement des Gesetzgebers befürworten, wenn wir unser schwules Haus nicht alleine in Ordnung bekommen!

    Es ist genau die Gleichgültigkeit der schwulen Szene, die viele Schwule veranlasst zu denken, es sei ja alles nicht so schlimm, wenn man es ohne Kondom triebe, sei auch nicht so schlimm, wenn man halt ggf. auch "Smarties" schlucken muss, sei auch nicht so schlimm, wenn man nur vierzig oder fünfzig wird, denn danach hätte man ja doch ohnehin kaum noch Fleischmarktwert.

    Wo bleiben hier eigentlich die Stellungnahmen der Komitees, die sich den Humanismus auf die Fahnen geschrieben haben?

    Wenn man reaktionär ist, weil man auf Fehlentwicklungen reagiert, dann bin ich gerne ein Reaktionär! Ein Moralist bin ich ohnehin, denn ich stehe ohne wenn und aber zu meiner Moral, zu der übrigens auch unkomplizierter Sex in Darkrooms und Saunen gehören, die ich mir nicht nehmen lassen will. Aber das sagte ich ja auch schon an anderer Stelle in diesem Forum.

    Gernot Back
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#28 seb1983
  • 13.12.2005, 20:14h
  • Also ein Verbot bringt meiner Meinung nach rein gar nichts und es ist lächerlich Sexarten zu verbieten.
    Was das Ganze mit sexueller Vielfalt (wird ja von einigen Leuten inflationär gebraucht*g*) zu tun weiß ich nicht. Wo sind denn die Probleme?? In den Städten, nicht im kleinen bayerischen Bergdorf. Und in Köln bekomme ich ja schnell genug Infos über Sexualität.

    Die Sache mit den Heteros: MORALISCH!! halte ich das für absolut gerechtfertigt, auch Heteros können Aids bekommen.
    Aber bei wem fallen denn die meisten Infektionen an?? Homos. Heteros bei dem Thema mit einzubeziehen ist absolut legitim, aber selbst wenn man bei den Heteros die Infektionen halbiert wird man die gesamte Infektionsrate kaum senken können weil die nicht stark ins Gewicht fallen. Der moralische Zeigefinger ist unangebracht, sicher.
    Mal durchfegen kann man in der Szene trotzdem.
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#29 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 22:49h
  • @gerd: Offenbar beziehst du dich auf meine Kritik an der Arbeit des LSVD (ich stehe in keinerlei Verbindung zum whk).

    Welche Themen für Homosexuelle die wichtigsten sind, darüber sollten wir vielleicht einmal ernsthaft diskutieren. Ich bestreite doch überhaupt nicht, dass der rechtlichen, d.h. gesetzlichen Gleichstellung fundamentale Bedeutung zukommt. Aber effektive Gleichberechtigung wird sich nicht allein über diesen eher konservativ-technokratischen Ansatz herstellen lassen - gleiche Rechte per Gesetz sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Sie sind eine notwendige, aber noch lange keine hinreichende Bedingung für wirkliche Gleichberechtigung!

    Vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich gibt es wesentlich mehr Homosexuelle da draußen, für die die Frage ihres Coming Out im Pubertätsalter (während die heterosexuellen Altersgenossen froh und munter in aller Öffentlichkeit ihre knutschigen Spielchen treiben dürfen) mindestens ebenso wichtig ist wie die Frage der Homo-Ehe. Oder besser gesagt: Die erfolgreiche Selbstfindung und der selbstbewusste Umgang mit der eigenen Identität ist eine Voraussetzung dafür, dass junge Homosexuelle jemals in die Verlegenheit kommen, einen Menschen ihres Geschlechts heiraten zu wollen und zu können.

    Wir sollten nicht vergessen, dass ein nicht geringer Teil der Homosexuellen ein Leben lang größte Probleme mit partnerschaftlichen Beziehungen hat - und dies nicht etwa, weil Schwule eben von Natur aus nicht so beziehungsfähig sind wie Heteros, sondern weil die meisten Schwulen erst sehr spät überhaupt beginnen, partnerschaftliche Beziehungen einzuüben. Und wenn es doch schon früher losgeht, dann mit einen hohen Maß an Selbstverleugnung und gesellschaftlich vermittelten Einschränkungen.

    Deshalb muss ich ganz deutlich sagen: Die Frage einer neuartigen Sexualerziehung, die der gesellschaftlichen und menschlichen Vielfalt endlich gerecht wird, ist für mich DIE zentrale Herausforderung, wenn wir jemals die effektive Gleichberechtigung von Homosexuellen in allen Lebensbereichen und -lagen erreichen wollen. Leider wird dieser Umstand vom LSVD nicht im entferntesten hinreichend gewürdigt, sonst hätte man die rot-grüne Regierung nicht erst nach sieben Jahren und kurz vor der letzten Bundestagswahl dazu gebracht, eine (freilich auf inhaltslose Phrasen beschränkte) Initiative zu diesem Thema in den Bundestag einzubringen!
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#30 LinkerCacheAnonym

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