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11. Oktober

Internationaler Coming-out-Tag: Offen, selbstverständlich und diskriminierungsfrei leben

Zum 11. Oktober hagelt es Grußbotschaften der Politik und individuelle Erzählungen in sozialen Netzwerken. Auch US-Präsident Joe Biden wendet sich an die Community.


Der Coming-out-Tag in Hawaii 2016 (Bild: uhwestoahu / flickr)

Mit Mut machenden Stellungnahmen durch Politik und gesellschaftliche Gruppen sowie mit persönlichen Erfahrungsberichten in sozialen Netzwerken ist am Montag weltweit der Internationale Coming-out-Tag begangen worden. Auch in Deutschland trendete der Hashtag #ComingOutDay in den Twitter-Charts.

Heute ist #ComingOutTag / #comingoutday! Das Bewusstwerden um die eigene queere Identität bezeichnet man als inneres...

Posted by Queeres Netzwerk NRW on Monday, October 11, 2021
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"Zum heutigen Internationalen #ComingOutDay wünschen wir allen, die ein Coming Out vor sich haben, dass sie mit Selbstverständlichkeit und Respekt angenommen werden und ohne Diskriminierungserfahrungen ihren Weg gehen können!", schrieb dort etwa die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, verbunden mit Regenbogen- und Trans-Flagge. Der LSVD ergänzte: "Offen, selbstverständlich und diskriminierungsfrei – so will ich leben. Heute ist Internationaler #ComingOutDay. Eine demokratische Gesellschaft muss für alle das Recht durchsetzen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können."

Twitter / ADS_Bund
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Der Tag geht auf eine Großdemonstration am 11. Oktober 1987 in der US-Hauptstadt Washington für die Rechte von Schwulen und Lesben zurück, an der sich eine Viertelmillion Menschen beteiligten. Laut Veranstaltern waren es sogar eine halbe Million, darunter auch der legendäre Bürgerrechtler Jesse Jackson und Schauspielerin Whoopi Goldberg. Dabei kam der Gedanke auf, auf die Gleichgültigkeit der Reagan-Regierung gegenüber Aids und der Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen mit mehr Sichtbarkeit im persönlichen Umfeld zu reagieren. Ab dem Folgejahr wurde folglich der Coming-out-Day begangen, der durch internationales Aufgreifen, mehr Medieninteresse und dann soziale Netzwerke an Relevanz gewann.

Biden ruft zum Schutz von LGBTQ+-Personen auf

Man feiere heute den Coming-out-Tag "und den Mut von LGBTQ+-Menschen, die ihr Leben mit Stolz leben, eine Community mit offenen Armen und Herzen schaffen und die Stärke demonstrieren, ihr authentisches Selbst zu sein", schrieb US-Präsident Joe Biden am Montag in einer Grußbotschaft. "An LGBTQ+-Personen im ganzen Land und insbesondere an diejenigen, die ein Coming-Out in Betracht ziehen: Seien Sie sich bewusst, dass (…) Sie eine Gemeinschaft – und eine Nation – finden werden, die Sie willkommen heißt".

Twitter / TheAdvocateMag
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Seine Regierung setze sich dafür ein, "dass LGBTQ+ Menschen in jeder Ecke unserer Nation offen, stolz und frei leben können". Allerdings kämen aus den Bundesstaaten neue "Anti-LGBTQ+-Gesetzesinitiativen" und "Mobbing und Belästigung – insbesondere von jungen trans Amerikanern und LGBTQ+-People-of-Color" gebe es immer noch im Überfluss, so Biden. "Wir müssen weiterhin gemeinsam gegen diese hasserfüllten Taten stehen und uns dafür einsetzen, die Rechte, Chancen, die körperliche Sicherheit und die psychische Gesundheit von LGBTQ+-Menschen überall zu schützen."

LSU: Städte sicherer machen

Auch aus der deutschen Politik gab es Botschaften: "Jedes Coming Out, jedes zu-sich-Stehen verändert die Gesellschaft zum Guten, macht sie offener und vielfältiger", schrieb etwa der grüne Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann bei Twitter. "Ohne Angst verschieden sein können: Die nächste Bundesregierung hat die wichtige Aufgabe, genau das politisch zu unterstützen!"

Twitter / svenlehmann

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union stellte ein Papier vor, in dem anlässlich des Coming-out-Tages mehr Schutz im öffentlichen Raum gefordert wird, gerade größere Städte könnten neben Verbesserungen in der "Sicherheits- und Ordnungspolitik" auch baulich und gestalterisch zu einem "Safe(r) Space für LSBTI" werden. Hier wolle man im Dialog mit städtischen Queer- und LSBTI-Beauftragten konkretere Vorschläge erarbeiten.

Seit 1988 wird jedes Jahr am 11. Oktober der internationale #ComingOutDay begangen. ????? Anlässlich des diesjährigen...

Posted by LSU Bundesverband on Sunday, October 10, 2021
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SCHLAU stellt neue Materialien vor

Das Antidiskriminierungsnetzwerk SCHLAU hat bewusst am Montag die neue, erstmals bundesweit einheitliche Ausgabe seiner Methodensammlung, der SCHLAUen Kiste, vorgestellt. Coming-out und das Erzählen aus der eigenen Biographie ist ein Kernbestandteil der Arbeit, mit der ehrenamtliche Teams aus jungen queeren Personen zum Austausch über Geschlecht und Sexualität einladen und dabei Diskriminierung abbauen. (cw)

? Veröffentlichung bundesweit einheitlicher SCHLAUer Kiste am internationalen Coming Out Day. Heute ist...

Posted by SCHLAU NRW on Monday, October 11, 2021
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#1 BefreiungAnonym
  • 12.10.2021, 10:19h
  • Ich kann nur jedem raten, sich zu outen. Diese Freiheit, die man dadurch erlangt, ist unbeschreibbar.

    Natürlich muss kein Teenager mit Homohasser-Eltern Risiken eingehen, aber irgendwann sind auch die bei ihren Eltern raus.

    Ich weiß noch gut, wie frei ich mich damals nach meinem Outing gefühlt habe. Auf einmal war es, als würde ich auf Wolken laufen.

    Und ganz nebenbei ändert man auch noch die Gesellschaft, denn je mehr LGBTI offen damit umgehen, desto mehr sehen die anderen, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind. Und irgendwann ist es dann ganz normal und interessiert keinen mehr.

    Aber wie gesagt: das ist ein positiver Nebeneffekt. Vor allem sollte man es für sich selbst tun. Denn erst danach weiß man, was man sich vorher angetan hat und wie frei und glücklich man sich plötzlich fühlt.
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