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15. Staffel der RTL-Show

Harald Glööckler geht ins Dschungelcamp

Der "Prince of Pompöös" wird die queere Community in ein paar Monaten im südafrikanischen Dschungel vertreten.


Harald Glööckler war erst vor wenigen Tagen in der Talkshow "DAS" Gast auf dem roten Sofa (Bild: Screenshot NDR)

Der 56-jährige Modedesigner Harald Glööckler wird Anfang nächsten Jahres tatsächlich an der neuen Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" teilnehmen. Das gab der Kölner Sender RTL am Wochenende bekannt. Seine Teilnahme hatte Glööckler bereits Anfang des Jahres angekündigt (queer.de berichtete). Laut "Spiegel" (Bezahlartikel) habe er sich für die Show Permanent-Make-up ins Gesicht machen lassen.

Die 15. Staffel werde laut RTL wegen der Corona-Krise nicht in Australien, sondern in der Nähe des Kruger-Nationalparks in Südafrika produziert. Mit dabei sind erneut das Moderations-Duo Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sowie Wehwehchen-Heiler Dr. Bob.

Glööckler reagierte auf seine Teilnahme – wie gewohnt – mit Superlativen: "Ich glaube, das wird das interessanteste Camp, denn der südafrikanische Dschungel hat sehr viel zu bieten. Das werden fantastische Bilder", erklärte er gegenüber RTL. Er habe "weder Angst vor kleinen noch vor großen Tieren". Zudem sei er Aszendent Löwe, "insofern bin ich der König des Dschungels, der Dschungelkönig". "Fantastische Unterhaltung" sei garantiert.

Dieses Jahr war das Dschungelcamp ausgefallen, stattdessen produzierte RTL die Ersatzshow "Ich bin ein Star – Die Dschungelshow" aus einem Studio in Hürth bei Köln. Damals nahm unter anderem auch "Prince Charming"-Gewinner Lars Tönsfeuerborn teil, der sich erst im Finale dem Ex-"Bachelorette"-Kandidat Filip Pavlović geschlagen geben musste (queer.de berichtete). Pavlović wurde von RTL ebenfalls als Teilnehmer für 2022 bestätigt. Außerdem soll laut dem Privatsender Sänger Lucas Cordalis, der Sohn des ersten Dschungelkönigs Costa Cordalis (1944-2019), in Südafrika dabei sein.

Seit 2015 findet bereits das australische Pendant "I'm a Celebrity … Get Me Out of Here!" in Südafrika statt. Doch weil die Australier aufgrund der noch immer anhaltenden Pandemie in Down Under bleiben, ist das südafrikanische Dschungelcamp frei für die deutschen Dschungel-"Stars".


Das Moderations-Duo Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Ich habe mir diese Woche selbst ein Bild vor Ort gemacht und wurde sehr positiv überrascht", erklärte RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner. "Dass sich Südafrika auch wunderbar für IBES eignet, beweisen unsere australischen Kolleginnen und Kollegen bereits seit vielen Jahren erfolgreich. Und natürlich bietet uns der neue Kontinent mit seiner nicht minder gefährlichen Flora und Fauna auch viele Möglichkeiten, die Geschichte vom einfachen Promi zur Königin oder König des Dschungels mit neuen Herausforderungen aufzuladen." Er sei sich sicher, "dass das RTL-Dschungelcamp in Südafrika zu den TV-Highlights im nächsten Jahr zählen wird".

Die letzte reguläre Staffel des Dschungelcamps hatte Prince Damien Anfang 2020 gewonnen (queer.de berichtete). (cw)



#1 DominikAnonym
#2 OlliAnonym
  • 12.10.2021, 11:22h
  • Was soll das sein? Eine Vinyl Puppe? Ein Zombie? Ein Ding? Schön, dass der gemeine heterosexuelle, meist männliche Mensch wieder das an Klischees serviert bekommt, was er schon immer über Schwule gewusst haben will. Glaube unter Sichtbarkeit von LGBTIQ im TV haben sich die Erfinder was anderes vorgestellt.

    Nein. Von dieser Witzfigur, die nicht mal Respekt vorm eigenen Körper hat, will man sich nicht vertreten lassen.
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#3 MagsAnonym
  • 12.10.2021, 11:35h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Mich auch nicht. Allerdings wenn er sich so wohl fühlt wie er ist, dann soll mir das recht sein. Und wenn er sich im Dschungelcamp zum Affen (wobei Depp besser passt, ich mag Affen) machen möchte wie so viele vor ihm, dann ist mir das auch recht.

    Wir fordern immer das wir so akzeptiert werden wie wir sind - das sollten wir dann genauso machen. Frei nach Farin Urlaub: Es ist egal was du bist, Hauptsache ist es macht dich glücklich.
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#4 DestroyaAnonym
  • 12.10.2021, 12:26h
  • "Der "Prince of Pompöös" wird die queere Community in ein paar Monaten im südafrikanischen Dschungel vertreten."

    Ich dachte in einer Demokratie wählt man seine Vertreter selbst?
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#5 antosProfil
  • 12.10.2021, 13:54hBonn
  • Antwort auf #2 von Olli
  • Ernsthaft? Du schreibst von >Respekt vorm eigenen Körper<, was immer das bedeuten soll, und nennst Glööckler gleichzeitig eine >Witzfigur<, fragst gar, ob >das< ein >Ding< sei? Wende den von dir eingeforderten Respekt ruhig selbst auch mal auf andere Körper an, z. B. auf Menschen, die sich auf eine Art inszenieren, die deinen offenkundig beschränkten ästhetischen Horizont übersteigt.
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#6 SakanaAnonym
  • 12.10.2021, 14:02h
  • Finde die Wortwahl zu Glööckler auch nicht angemessen, insbesondere auch im Hinblick auf den Thread unter dem Artikel zu Nicole Höchst und dem Wiederaufflammen der Nazi-Sprache und der damit verbundenen sprachlichen Abwertung von Menschen.

    Man kann über sein Aussehen denken, was man auch immer will, aber ich habe einen sehr großen Respekt vor einem Menschen, der in seiner Jugend ne Menge schlimmer Sachen durchmachen musste, überlebt und sich eine Karriere mit einem liebevollen Partner und Ehemann an seiner Seite aufgebaut hat. Das sollte man einfach zu würdigen wissen.

    "Glööcklers Eltern hatten eine Gastwirtschaft. Er hat einen zwei Jahre jüngeren Bruder. Als er 14 war, starb seine Mutter nach seinen Angaben an den Folgen eines von seinem Vater verursachten Treppensturzes. Offiziell sei als Todesursache ein Unfall angegeben worden. Er habe in den folgenden 13 Jahren bis zu dessen Tod 1992 kein Wort mehr mit seinem Vater gesprochen."

    de.wikipedia.org/wiki/Harald_Gl%C3%B6%C3%B6ckler
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#7 mind_the_gap
  • 12.10.2021, 14:26h
  • Abgesehen davon, dass ich dieses Format unter aller Würde finde - so sind es auch manche Kommentare hier über manche Menschen.

    Wir können nicht Respekt und Akzeptanz für uns selbst einfordern und beides Anderen gegenüber versagen, nur weil sie nicht so aussehen, wie uns das gefällt. Wenn wir das tun, sind wir nicht besser als die, die uns diskriminieren.

    Übrigens sehe ich es nicht so, dass eine queere Person mich im Fernsehen "vertritt". Demzufolge "fällt es" auch nicht "auf mich zurück", wenn sich diese Person irgendwie danebenbenimmt. Und auch nicht, wenn sie sich einfach anders verhält.

    Wenn ich Harald Glööckler sehe, empfinde ich inzwischen eher Bedauern über all das, was ihm widerfahren ist und ihn dazu gebracht hat, das so zu kompensieren zu versuchen, wie man das heute sieht. Wie ich hier jüngst schrieb, hatte und habe ich selbst ein extrem schwieriges Leben und kann inzwischen bestens nachvollziehen, was für eine riesige Kraft es dazu braucht, solche Dinge überhaupt durchzuhalten, bis man 56 ist, ohne vorher der tausendfachen Versuchung erlegen zu sein, sich von dieser Welt zu verabschieden.

    Nein: ich bin kein Fan von Harald Glööckler. Aber er hat denselben Respekt als Mensch verdient wie alle anderen auch, und vor allem den, den wir alle für uns selbst einfordern.
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#8 Nesiree DickAnonym
  • 12.10.2021, 15:12h
  • Ich persönlich mag solche Paradiesvögel, wie die Glööööcklerin oder auch die Stöckel.
    Sie brechen mit allen Stereotypen, u.a. in einem sehr extremen und überzeichnetem Auftreten. Stechen eben heraus.

    Ist doch toll, dass nicht alle gleich sind.
    Die Welt ist bunt. Zum Glück.

    Wenn ich hier so manchen reden höre, ahne ich, warum bei der Umfrage hier vor der Bundestagswahl die AfD mit ihrem billigen Normal-Spruch selbst auf queer.de einen entsprechenden Zuspruch bekommen hat.
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#9 RespektAnonym
  • 12.10.2021, 15:39h
  • Wenn man sich mit seiner Lebensgeschichte beschäftigt, kann man ein bisschen Respekt und Demut lernen. Man kann das natürlich auch einfach lassen und sich durch Abwertung eines Menschen, den man nicht kennt, eine billige Genugtuung verschaffen. Ich muss nicht erklären, welche Entscheidung ich für respektabler halte.
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#10 RuntAnonym
  • 12.10.2021, 16:21h
  • Nun ja, der Begriff queere Community ist ja unscharf definiert.

    Wenn queere Community etwas mit gemeinsamem Kampf für Menschenwürde, Respekt, Schutz vor Spott, Erniedrigung, und mit kritischer Haltung gegenüber Voyeurismus, Zur-Schau-Stellen von nicht-normativen Menschen gegen Geld zu tun hat, dann wüsste ich nicht, warum diese Community einen Vertreter in diese Show entsenden sollte oder jemand die Community gerade dort vertreten will.

    Immerhin: Die Dschungellöwen und -löwinnen, die die Hetero-Community "entsendet", (bzw. von denMachern ausgewählt werden) sind denen der queeren Community sehr ähnlich. Insofern kann man immerhin nicht von Diskriminierung sprechen.
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