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Kontroverse um "The Closer"

Madonna und Netflix-Chef stellen sich hinter Trans-Hasser Dave Chappelle

Netflix hält am LGBTI-feindlichen Humor seines neuen Aushängeschilds Dave Chappelle fest. Unterdessen outet sich auch Madonna in einer neuen Doku als Fan des TERF-Aktivisten.


Madonnas Doku wurde nur wenige Tage nach dem Chappelle-Special veröffentlicht

Ted Sarandos, der Chief Content Officer des Streamingportals Netflix, hat in einem Brief an seine Mitarbeiter*innen das Netflix-Special "The Closer" mit Komiker Dave Chappelle verteidigt. Chappelle verbreite keinen Hass, behauptete Sarandos. Zuvor hatten LGBTI-Aktivst*innen beleidigende Witze des Komikers gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten kritisiert. So hatte der 58-Jährige unter anderem erklärt, er sei "Team TERF", erkenne also die Existenz von trans Frauen nicht an (queer.de berichtete).

Direktlink | Die Hassattacken von Dave Chappelle waren auch Thema im Abendprogramm von CNN
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"Viele von euch haben gefragt, wo wir bei Hass die Grenze ziehen", so Netflix-CCO Sarandos. "Wir erlauben keine Titel bei Netflix, die Hass oder Gewalt verbreiten und wir glauben nicht, dass [das Chappelle-Special] diese Grenze überschreitet. Ich erkenne aber an, dass es schwierig ist, zwischen Kommentaren und Verletzungen zu unterscheiden, denn speziell Stand-up-Comedy reizt die Möglichkeiten aus." Sarandos erklärte weiter, er sei sich bewusst, dass manche Chappelles Comedy-Stil als "niederträchtig" empfinden würden. "Aber unsere Mitglieder mögen [die Sendung]. Sie ist ein wichtiger Teil unseres Content-Angebots."

Unterdessen gibt es in sozialen Medien auch Unmut darüber, dass Kult-Sängerin Madonna in ihrem am Freitag auf einem US-Streamingportal veröffentlichten Biografiefilm "Madame X" Chappelle als "nächsten James Baldwin" feiert – Baldwin ist ein 1987 verstorbener offen schwuler Schriftsteller, der gegen Homophobie und Rassismus gekämpft hatte (queer.de berichtete). Madonnas Special war drei Tage nach Chappelles Special veröffentlicht worden, als die Kontroverse bereits die sozialen Netzwerke bestimmte.

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Auch wenn die Madonna-Doku vor der neuen Kontroverse um Chappelle aufgenommen wurde, müsste die LGBTI-Feindlichkeit des Komikers der Sängerin bekannt sein: Bereits seit Jahren hatte Chappelle mit queerfeindlichen Aussagen für Kritik gesorgt – und immer wieder wurde in den USA darüber berichtet. 2017 veröffentlichte das Politikmagazin "The New Republic" einen Artikel mit der Überschrift "Was ist Dave Chappelles Problem mit homosexuellen Menschen?". In dem Artikel wird auch die Transphobie von Chappelle behandelt, die seine Homophobie noch übersteige. So heißt es: "Er scheint so gut wie kein Interesse und keine Geduld mit jeglicher Vorstellung von Transgender-Identität zu haben." (dk)



#1 PetterAnonym
  • 12.10.2021, 13:44h
  • Dass der Netflix-Chef sich hinter seinen Konzern stellt, ist doch wohl logisch.

    Und von Madonna erwarte ich auch nichts mehr. Das passiert mit ehemals großen Künstlern, die nicht damit klar kommen, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen und die nur noch mit solchen Schlagzeilen in die Medien kommen. Solche Beispiele kennen wir ja auch aus Deutschland.
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#2 GodzillaAnonym
  • 12.10.2021, 14:34h
  • Ach und weil die "Mitglieder" es gut finden, rechtfertigt das natürlich alles.
    Was für eine behämmerte Aussage hat der CCO da bitte getätigt?!
    Was Madonna da rausgehauen hat zeugt auch von mangelnder Feinfühligkeit, unfassbar. Immerhin ist Chapelle nicht zum ersten Mal auffällig geworden und sein ausspielen marginalisierter Menschen gegeneinander ist auch absolut widerlich.

    Da bin ich ja irgendwie froh, dass ich mir Netflix nicht leisten kann.
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#3 Mens sanaAnonym
  • 12.10.2021, 15:47h
  • Kann es sein, dass nicht nur Madonnas körperliche Beweglichkeit mangelhaft geworden ist, wie beim ESC deutlich wurde, sondern auch ihre geistige?
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#4 BildersturmAnonym
  • 12.10.2021, 16:06h
  • Antwort auf #3 von Mens sana
  • Madonna ist schon ziemlich lange egozentrisch, rücksichtslos und dumm. Ihr entlarvendes Interview mit Roger Willemsen war schließlich auch nicht erst gestern.

    Ausgerechnet James Baldwin für diesen Mist zu missbrauchen, ist wirklich schäbig.
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#5 SrimmtAnonym
#6 LotiAnonym
#7 canadianSarahAnonym
  • 13.10.2021, 07:13h
  • Gut, noch eine Künstlerin, die man boycottieren kann. Hab eh keinen Netflix Account, verpass wohl nichts.
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#8 HexeAnonym
  • 13.10.2021, 09:30h
  • Ich kann diesen ganzen Hass nicht mehr ertragen.

    Im Internet gibt es eine Million Artikel in denen man sich Gründe ausdenkt warum man uns legal hassen kann und sollte.

    Aber nicht einen in dem steht:

    Warum Transfrauen toll sind.

    Alles muss man selber machen.
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#9 mmmmAnonym
#10 nnnnAnonym