https://queer.de/?40213
Limburg
"Bei uns sind alle willkommen": Bistum benennt LGBTI-Kontaktpersonen
Das Bistum des Bischofskonferenz-Chefs geht auf queere Gläubige zu: Neue Kontaktpersonen sollen "queere Themen sichtbar machen".

Der Limburger Bischof Georg Bätzing ist im Umgang mit Homosexuellen der "Good Cop" innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland (Bild: Bistum Limburg)
- 12. Oktober 2021, 12:02h 2 Min.
"Egal ob hetero-, homo-, bi-, trans- oder intersexuell: Bei uns sind alle willkommen!". Diese Botschaft verbreitete das Bistum Limburg am Montag auf seiner Facebook-Seite, um auf die Ernennung der beiden "Kontaktpersonen für LSBTI-Menschen" aufmerksam zu machen. Künftig sollen Susanne Gorges-Braunwarth und Holger Dörnemann für das Bistum "den Austausch fördern und queere Themen sichtbar machen".
Das Bistum erklärte weiter, dass sich die neuen Kontaktpersonen "mit der Frage nach einer LSBTI-Pastoral im Rahmen ihrer Verantwortung für die lebensbegleitende Seelsorge" beschäftigen würden. Zu ihrer Aufgabe gehöre "die Beschreibung eines Konzepts, das Austausch und Begegnung mit LSBTI-Menschen fördert und Ausgrenzung entgegenwirkt".
?Egal ob hetero-, homo-, bi-, trans- oder intersexuell: Bei uns sind alle willkommen!? Susanne Gorges-Braunwarth und...
Posted by Bistum Limburg on Tuesday, October 12, 2021
|
Die neue Stelle im Bistum knüpft an einen Beschluss des Diözesansynodalrates an. Dieser hatte sich bereits im letzten Jahr für "einen wertschätzenden Umgang mit Menschen verschiedener sexueller Orientierungen und eine Offenheit für die Vielfalt partnerschaftlicher Lebens- und Familienformen" ausgesprochen.
Limburg ist das Bistum von Georg Bätzing, der seit Frühjahr 2020 auch Chef der Deutschen Bischofskonferenz ist (queer.de berichtete). Bätzing gilt als relativ offen im Umgang mit Schwulen und Lesben. So sprach er sich etwa mehrfach für die gegenwärtig von Papst Franziskus verbotene Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus (queer.de berichtete). Der 60-Jährige stellte Homosexuellen sogar in Aussicht, dass die Kirche das gegen diese Gruppe verhängte Sexverbot aufweichen könnte (queer.de berichtete). In sozialen Netzwerken wirbt das Bistum zudem für Toleranz (queer.de berichtete).
Allerdings spricht die deutsche katholische Kirche beim Thema Homosexualität oft mit gespaltener Zunge: So betonte der umstrittene Chef des mächtigen Limburger Nachbarbistums Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, immer wieder die Minderwertigkeit gleichgeschlechtlicher Paare. Der 65-Jährige verteidigte etwa erst vor wenigen Monaten das Segnungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung (queer.de berichtete). (dk)
















Aber echte Gleichstellung verwehren sie uns weiterhin. Und dort, wo sie keine Kreide fressen müssen, hetzen sie ungeniert weiter.