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Limburg

"Bei uns sind alle willkommen": Bistum benennt LGBTI-Kontaktpersonen

Das Bistum des Bischofskonferenz-Chefs geht auf queere Gläubige zu: Neue Kontaktpersonen sollen "queere Themen sichtbar machen".


Der Limburger Bischof Georg Bätzing ist im Umgang mit Homosexuellen der "Good Cop" innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland (Bild: Bistum Limburg)

"Egal ob hetero-, homo-, bi-, trans- oder intersexuell: Bei uns sind alle willkommen!". Diese Botschaft verbreitete das Bistum Limburg am Montag auf seiner Facebook-Seite, um auf die Ernennung der beiden "Kontaktpersonen für LSBTI-Menschen" aufmerksam zu machen. Künftig sollen Susanne Gorges-Braunwarth und Holger Dörnemann für das Bistum "den Austausch fördern und queere Themen sichtbar machen".

Das Bistum erklärte weiter, dass sich die neuen Kontaktpersonen "mit der Frage nach einer LSBTI-Pastoral im Rahmen ihrer Verantwortung für die lebensbegleitende Seelsorge" beschäftigen würden. Zu ihrer Aufgabe gehöre "die Beschreibung eines Konzepts, das Austausch und Begegnung mit LSBTI-Menschen fördert und Ausgrenzung entgegenwirkt".

?Egal ob hetero-, homo-, bi-, trans- oder intersexuell: Bei uns sind alle willkommen!? Susanne Gorges-Braunwarth und...

Posted by Bistum Limburg on Tuesday, October 12, 2021
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Die neue Stelle im Bistum knüpft an einen Beschluss des Diözesansynodalrates an. Dieser hatte sich bereits im letzten Jahr für "einen wertschätzenden Umgang mit Menschen verschiedener sexueller Orientierungen und eine Offenheit für die Vielfalt partnerschaftlicher Lebens- und Familienformen" ausgesprochen.

Limburg ist das Bistum von Georg Bätzing, der seit Frühjahr 2020 auch Chef der Deutschen Bischofskonferenz ist (queer.de berichtete). Bätzing gilt als relativ offen im Umgang mit Schwulen und Lesben. So sprach er sich etwa mehrfach für die gegenwärtig von Papst Franziskus verbotene Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus (queer.de berichtete). Der 60-Jährige stellte Homosexuellen sogar in Aussicht, dass die Kirche das gegen diese Gruppe verhängte Sexverbot aufweichen könnte (queer.de berichtete). In sozialen Netzwerken wirbt das Bistum zudem für Toleranz (queer.de berichtete).

Allerdings spricht die deutsche katholische Kirche beim Thema Homosexualität oft mit gespaltener Zunge: So betonte der umstrittene Chef des mächtigen Limburger Nachbarbistums Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, immer wieder die Minderwertigkeit gleichgeschlechtlicher Paare. Der 65-Jährige verteidigte etwa erst vor wenigen Monaten das Segnungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung (queer.de berichtete). (dk)



#1 PetterAnonym
  • 12.10.2021, 14:12h
  • Wenn die Einnahmen wegbrechen, fressen sie auf einmal Kreide.

    Aber echte Gleichstellung verwehren sie uns weiterhin. Und dort, wo sie keine Kreide fressen müssen, hetzen sie ungeniert weiter.
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#2 panzernashorn
#3 swimniAnonym
  • 12.10.2021, 15:13h
  • absolut unglaubwürdig. dass in polen katholischer hass überquillt und in uganda die kirche die pönalisierung anfeuert, kein wort. im gegenteil
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#4 Nonne23Anonym
  • 12.10.2021, 15:15h
  • Die Kat-Kirche ist in Deutschland nur eine kleine Filiale im Vergleich zum weltweit agierenden Unternehmens.

    Und in den meisten anderen Filialen (z.B. in Polen, Afrika, Südamerika usw.) ist das Vertriebskonzept zu schwulen laut, dreckig und populistisch ... wie bis vor kurzem in Deutschland auch.
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#5 mind_the_gap
  • 12.10.2021, 15:25h
  • "...dass die Kirche das gegen diese Gruppe verhängte Sexverbot aufweichen könnte"

    Und was erzählen diese Ansprechpartner_innen ihren Gläubigen dann so? Dass ihnen vielleicht, in ferner Zukunft, natürlich nur unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen, doch Sex erlaubt werden könnte? Und auch nur, wenn sie wirklich wirklich "guten Willens" sind?

    www.kirchenaustritt.de/
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#6 userer
  • 12.10.2021, 15:43h
  • Antwort auf #2 von panzernashorn
  • Nein, nein, das ist nicht gelogen. Das ist schon alles genau so gemeint von diesem Religionsanführer. Allerdings macht es das keineswegs besser.

    "Segnung" statt Trauung ist fortgeführte Diskriminierung. Kein Sexverbot, wertschätzender Umgang ... das sind natürlich Dinge, die in der realen Welt außerhalb dieser Religionen Selbstverständlichkeiten sind bzw. als Menschenrechte gesetzlich geschützt werden.

    Die Absichtserkärung des katholischen Rädelsführers, sich an Menschenrechte vielleicht künftig in Teilen halten zu wollen, ist real gelesen eine Bankrotterklärung. Daher:
    www.kirchenaustritt.de
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#7 OptimistAnonym
  • 12.10.2021, 16:00h
  • Antwort auf #5 von mind_the_gap
  • Ich bin ganz optimistisch. Schon in 100 Jahren könnte im Katechismus stehen, dass zwei Männer miteinander Sex haben dürfen, wenn sie vorher und nachher um die Genesung zur Heterosexualität beten und sich währenddessen intensiv vorstellen, ein Kind zu zeugen.
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#8 So geht es weiterAnonym
  • 12.10.2021, 16:33h
  • "Bei uns sind alle willkommen"

    Und der Satz geht so weiter:
    Bei uns sind alle willkommen, die sich uns unterwerfen und Kohle abdrücken, die für ihre Heilung beten, die erkennen, dass sie Sünder sind, etc.
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#9 michael hnkAnonym
  • 12.10.2021, 17:11h
  • Immerhin: Ein Mangel an geistlichen Würdenträgern, die unbedingt Kontaktperson sein wollen, ist nicht zu befürchten.
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#10 PeerAnonym
  • 12.10.2021, 19:50h
  • Wieder mal gibt die Kirche sich homofreundlich, um gute Schlagzeilen zu bekommen. Aber dann machen sie doch weiter wie bisher - nur dass das dann die meisten Leute nicht mehr mitkriegen. Die Mehrheit der Menschen denkt, die würden sich wirklich ändern.

    Denselben Marketing-Trick haben die schon zig mal zuvor angewendet. Wer soll darauf noch reinfallen.

    Wenn es denen ernst wäre, würden die zuerst handeln.
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