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Film von Sebastian Meise

Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" soll Oscar nach Österreich holen

Die österreichische Filmwirtschaft schickt dieses Jahr einen Film über die Schwulenverfolgung in der Bundesrepublik ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt.


Franz Rogowski (re.) und Thomas Prenn in "Große Freiheit" (Bild: FreibeuterFilm)

Österreich schickt das Drama "Große Freiheit", das von der Unterdrückung von Homosexuellen im Nachkriegs-Deutschland handelt, ins Oscar-Rennen. Wie der Fachverband Film- und Musikwirtschaft am Dienstag mitteilte, soll sich der 117 Minuten lange Film um den Academy Award für den besten internationalen Film bewerben.

Franz Rogowski ("In den Gängen", "Transit") spielt in dem Film den schwulen Hans, der wegen seiner sexuellen Orientierung im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraf 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, der von Berlinale-Gewinner Georg Friedrich ("Helle Nächte") dargestellt wird. Eine weitere Hauptrolle spielt Nachwuchsstar Thomas Prenn – der 27-jährige Südtiroler schlüpfte in die Rolle von Oskar, der seine erste große Liebe mit Hans erlebt und dafür im Gefängnis sitzt.

Der Film des österreichischen Regisseurs Sebastian Meise war bereits beim Filmfestival in Cannes mit einem Jury-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Außerdem gewann er den Hauptreis beim Internationalen Filmfestival von Sarajevo (queer.de berichtete).

Österreich konnte bislang zwei Mal den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen: 2008 mit "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky und 2013 mit "Liebe" von Michael Haneke. Ob "Große Freiheit" Chancen hat, erfahren Filmfans bereits am 21. Dezember – dann gibt die Oscar-Academy ihre Shortlist für die Auszeichnungen bekannt. Die Nominiertenliste wird dann ab 8. Februar 2022 veröffentlicht. Die Oscar-Gala wird am 27. März im Dolby Theatre von Los Angeles über die Bühne gehen.

Regulärer Kinostart für "Große Freiheit" ist in Deutschland der 18. November, einen Tag später kommt der Film in die österreichischen Kinos. (dk)



#1 queergayProfil
  • 13.10.2021, 19:46hNürnberg
  • Diesen Film sah ich schon als Preview im Rahmen des Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte. Er ist kein Popcorn-Kino und behandelt ein Thema, das junge Gaydisco-Hüpfer von heute gerne wegschieben, weil es für sie zu unbequem und jenseits ihrer aktuellen, freizügigen Erlebniswelt angesiedelt ist.
    Dabei kann leider niemand wirklich garantieren, daß sich ähnliche §-175-er-Dramen nicht doch auch wiederholen könnten. In genügend Ländern dieser Welt finden solche Dramen ja weiterhin statt.
    Diejenigen, die jetzt eine "Große Freiheit" erleben dürfen, sollten sich dafür engagieren, daß auch jene die große Freiheit bekommen, die sie noch nicht haben.
    >> The oscar goes to "Große Freiheit" wäre natürlich ein sehr wünschenswertes und wichtiges Signal.
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#2 SchwabenstreichAnonym
  • 14.10.2021, 15:24h
  • Gibt es dann auch noch eine Fortsetzung über die Homosexuellenverfolgung in Österreich selbst?
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