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Formel 1

Vettel kritisiert Sportevents in homophoben Ländern

Der Formel-1-Zirkus macht dieses Jahr in zwei Ländern Halt, in denen die Todesstrafe auf Homosexualität steht. Das kritisiert der deutsche Rennfahrer Sebastian Vettel.


Sebastian Vettel im Sommer beim Großen Preis von Ungarn (Bild: Instagram / vettelofficial)

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel fordert von den Verantwortlichen seines Sports mehr Engagement für Menschenrechte, insbesondere in Bezug auf LGBTI-Rechte. "Wir alle stimmen doch zu, dass es nur fair ist, alle Menschen gleich zu behandeln. In bestimmten Ländern ist das nicht so. Da braucht es aber mehr als nur Worte, da braucht es Taten", sagte der Aston-Martin-Pilot gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Sport könne Druck ausüben "und helfen, Fairness auf der Erde weiter auszubreiten".

Hintergrund ist, dass die Formel 1 in diesem Jahr erstmals Halt in Saudi-Arabien und in Katar macht. In beiden Ländern kann Homosexualität mit der Todesstrafe geahndet werden. Laut Vettel gebe es Situationen, "in denen sich die Verantwortlichen fragen müssen, ob sie eine Moral haben. Vielleicht muss man auch mal zu einem großen Deal Nein sagen".

Gegen Bestrafung "nur weil ein Mann einen Mann"

Konkret betonte der 34-jährige Heppenheimer, es sei "nicht richtig, Leute zu verurteilen oder zu bestrafen, nur weil ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Frau liebt". Er sei sich sicher: "Wir sind doch viel reicher, weil wir so unterschiedlich sind." Wenn alle gleich wären, würde die Gesellschaft nicht vorankommen. "Wir sollten diese Unterschiede feiern, statt davor Angst zu haben", so Vettel.

Vettel hatte sich bereits mehrfach für LGBTI-Rechte engagiert. So trug er beim Großen Preis von Ungarn Anfang August ein T-Shirt in Regenbogenfarben mit der Aufschrift "Same Love" und eine Regenbogenmaske. Dafür erhielt er vom Motorsport-Dachverband FIA eine Rüge (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr war er aus Protest gegen die homophobe Politik des Erdogan-Regimes beim Großen Preis von Istanbul mit einem Regenbogenhelm gefahren (queer.de berichtete).

Auch andere Sportler*innen setzen sich dafür ein, dass Sport-Funktionär*innen auch Menschenrechte als Wert entdecken. So sprach sich kürzlich der offen schwule Turmspringer Tom Daley dafür aus, dass keine Staaten mehr an Olympischen Spielen teilnehmen sollten, die Homosexualität mit dem Tod bestrafen. (dk)

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#1 wfedvxAnonym
#2 userer
#3 PeerAnonym
#4 portorozProfil
  • 12.10.2021, 20:38hherne
  • dann wäre es doch folgerichtig, wenn herr vettel aus protest in diesen ländern auch nicht antitt.oder ist der schöde mammon ihm dann doch vielleicht wichtiger?!
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#5 StaffelbergblickAnonym
  • 12.10.2021, 23:22h
  • Antwort auf #4 von portoroz
  • Ob Vettel antritt oder nicht ... entscheidet nicht er, sondern sein Vertrag. Wenn er für einen Auftraggeber - hier Aston Martin - fährt, dann hat er seinen Vertrag zu erfüllen ... andernfalls gilts als Vertragsbruch. Habe erst vor einigen Wochen von einem Paralympic Athleten Infos erfahren, was in diesen Verträgen penibel geregelt ist ... bis hin zur Bekleidungsordnung
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#6 zundermxeAnonym
  • 13.10.2021, 09:53h
  • Sebastian Vettel, wie auch Lewis Hamilton, machen immer wieder aufmerksam, sind kritisch, solidarisieren sich und sind für ihre eigene Branche bemerkenswert unangepasst und unbequem.
    Gefällt mir sehr - Danke!

    Von dieser Deutlichkeit könnte sich auch so manche Politiker*innen inspirieren lassen.

    Gerade frisch qualifiziert für die WM in Katar sollte das Anstoß für den DFB sein sich selbst zu hinterfragen, ob ein paar Statements und ggf eine Regenbogenbinde wirklich ausreichend sind sich mit Lebensverachtung und Menschenverfolgung in Katar angemessen auseinander zusetzen...
    dies gilt für Funktionäre wie Sportler.

    Bitte nicht wieder das verlogene Märchen wonach Sport, Sportler und Sportereignisse doch unpolitisch seien. Warum holen sich wohl gerade die eher bis sehr undemokratischen Staaten bevorzugt große Sportevents so gerne ins Land?
    Einfach mal Putin oder seinen Buddy Schröder fragen.
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#7 andreAnonym
#8 MagsAnonym
  • 13.10.2021, 13:20h
  • Antwort auf #7 von andre
  • Das ist auch nicht heuchlerischer als SUV-Fahrer die im Bioladen einkaufen.

    Ich finde seinen Einsatz wie immer lobenswert. Und er ist nun mal beruflich Rennfahrer. Ob und wann er wo antritt entscheidet nicht er sondern sein Arbeitgeber. Das ist wie bei jedem anderen Angestellten auch. Und auch in den Ländern in welchen queer sein nicht automatisch in einer Hinrichtung endet hat er bereits Stellung bezogen. Wir sollten froh und dankbar sein dass jemand mit dieser Prominenz für queere Rechte eintritt. Jemand der auch gehört wird.

    Und Jesus sprach: "wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein" und siehe, ein Stein traf ihn voll am Kopf. Also sprach Jesus: "witzig Mama, sehr witzig"...
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#9 FraesdorffAnonym
  • 13.10.2021, 13:53h
  • Antwort auf #5 von Staffelbergblick
  • <>

    Ich kann mir vorstellen, dass ein Mann wie Sebastian Vettel Einfluss auf seine Verträge nehmen kann. Eine Passage, die ihm Einsätze in entsprechenden Ländern erspart, würde seinen Worten die Glaubwürdigkeit der Tat hinzufügen. Aber ohne eine solche Bedingung kann man natürlich mehr Geld verdienen.
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#10 MagsAnonym
  • 13.10.2021, 14:07h
  • Antwort auf #9 von Fraesdorff
  • Klar geht das. Und Fussballer spielen einfach auch nur noch da wo sie wollen. Das gleiche im Tennis und beim Golf. Und Verkäufer*innen müssen auch nur noch die Kunden bedienen die ihnen passen. Man was wäre das lustig in unserer Arbeitswelt.

    Aber mal ernsthaft: würde ein Formel 1 -Team einen Fahrer beschäftigen der nur bei ein paar ausgewählten Rennen ins Cockpit steigt? Würden die Sponsoren sowas akzeptieren? In der Formel 1 geht es um Millionen wenn nicht Milliarden Dollar. Jeder Punkt ist bares Geld wert. So eine Forderung ist einfach nur Unfug.
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