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Medizinische Emanzipationsgeschichte

Der Arzt, der schwulen Sex nicht "nachtheilig" fand

Heute vor 200 Jahren – am 13. Oktober 1821 – wurde Rudolf Virchow geboren, der sich als Mediziner schon 1869 für die Legalisierung sexueller Handlungen unter Männern einsetzte.


Rudolf Virchow auf einer Lithografie von F. Hecht aus der Zeit des preußischen Verfassungskonfliktes
  • Von Erwin In het Panhuis
    13. Oktober 2021, 05:02h, 3 Kommentare

Rudolf Virchow (1821-1902) hatte als Arzt, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker in seiner Zeit eine große Bedeutung weit über Deutschland hinaus. Es kann in diesem Artikel nicht um eine Gesamtwürdigung seines Wirkens gehen, sondern nur darum, welchen Einfluss Virchows Positionierungen zur Homosexualität auf das damalige Strafrecht und die frühe Homosexuellenbewegung hatte.

Die Literatur über Rudolf Virchow ist sehr umfangreich, die Literatur, die sich auf seine Position zur Homosexualität bezieht, jedoch sehr überschaubar. Florian G. Mildenberger ist mit seinem Buchaufsatz "Rudolf Virchow und die sexuellen Emanzipationsbewegungen. Vermächtnisse – Irrwege – Interpretationen" (in: Rudolf Virchow: Sämtliche Werke. Hrsg. von Christian Andree, 2018, 3. Band, S. 437-476, hier weitgehend online) besonders hervorzuheben. Weil er gut den – weitgehend posthumen – Einfluss Virchows u.a. auf die homosexuelle Emanzipationsbewegung aufzeigt, werde ich mich nachfolgend mehrfach auf ihn beziehen.

Rudolf Virchow und sein "Busenfreund" Theodor Goldstücker

Zunächst möchte ich auf den Virchow-Biografen Constantin Goschler ("Rudolf Virchow. Mediziner – Anthropologe – Politiker", 2002) eingehen, der erkennbar unschlüssig ist, wie er Virchows Verhältnis zu seinem "Busenfreund" (S. 82) Theodor Goldstücker (1821-1872) bewerten soll, weil er die Vorstellung von emotionaler Nähe zwischen zwei Männern aus unserer heutigen Zeit nicht ohne weiteres auf das 19. Jahrhundert übertragen möchte. Er stellt zunächst fest, dass sich Virchow mit seinem Freund in den Jahren 1848/1850 in fast täglichen Briefen auch über seine schweren Identitätskrisen austauschen konnte (S. 89). Goschler: "Sieht man von seiner Ehe ab, so stellte die Freundschaft zu Goldstücker die engste emotionale Bindung dar, die Virchow in seinem langen Leben einging […], wobei sich Virchow stark gegen den von ihm so empfundenen totalen emotionalen Vereinnahmungsversuch Goldstückers wehrte."

Als sich Virchow verlobte, führte dies zu einer Auseinandersetzung mit Goldstücker, weil sich Virchow dadurch in einem inneren Konflikt zwischen Liebe und Freundschaft sah. Goschler: "Für den heutigen Betrachter drängt sich der Gedanke auf, dass bei Goldstücker ein homoerotisches Moment eine Rolle gespielt haben könnte. […]. Am Ende zog er [Virchow] eine deutliche Grenze zwischen der Freundschaft zu Theodor und der Liebe zu Rose, wobei nun Intimität eindeutig der letzteren vorbehalten blieb." Der Versuch, Freundschaft und Liebe zu verbinden, ging – so Goschler – "bis zur teilweise gemeinsam verbrachten Hochzeitsreise". In einem Brief an Goldstücker bezeichnete Virchow seine Gefühle gegenüber beiden als "Liebe": "Sie haben immer einen Theil [dieser Liebe] nicht gehabt. Als Sie diesen [Teil] auch haben wollten", sei er über seinen Freund "empört" gewesen. "Was Sie von mir wollten, weiß ich eigentlich erst, seitdem mir die Rose [Virchows Verlobte] ihr Herz offenbart" (S. 111-113, Brief vom 10./11. März 1849).

Virchows Gutachten zum Strafrecht

Am Ende der 1860er Jahre gab es eine weitreichende Diskussion über das neue geplante Strafrecht für den Norddeutschen Bund, an der sich neben Politikern und Juristen auch Mediziner beteiligten. Im Rahmen eines Beitrages hier auf queer.de habe ich bereits auf die unterschiedlichen Positionen zum Strafrecht bei homosexuellen Handlungen in den Jahren 1869 bis 1871 verwiesen.

Die "Königliche wissenschaftliche Deputation für das Medizinal-Wesen" beteiligte sich an dieser Diskussion mit einem ausführlichen Gutachten. Es ist im Buch "Erörterung strafrechtlicher Fragen aus dem Gebiete der gerichtlichen Medizin. Anlage 3 zu den Motiven des Strafgesetz-Entwurfes für den Norddeutschen Bund" (1869, S. 17-51, s. S. 30-31 über "Widernatürliche Unzucht" und S. 31-32 über "Mißbrauch jugendlicher Personen") vollständig abgedruckt und macht zwei Drittel des gesamten Buches aus.

Die Deputation lässt sich hier zunächst über die Onanie aus, die sie als gefährlicher als den Sex mit Tieren ansieht. Man konnte auf wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen, dass bei Letzterem keine Lebensformen zwischen Mensch und Tier entstehen konnten. Die "Nachahmung" des heterosexuellen Geschlechtsverkehrs unter Männern wurde, abgesehen von möglichen "örtlichen Verletzungen", nicht als "nachtheilig" angesehen. Weil die Bewertung der "Unsittlichkeit" nicht zur "Kompetenz der medizinischen Sachverständigen" gehöre, sah sich die Deputation "nicht in der Lage", Gründe zu nennen, warum der Sex zwischen Männern "mit Strafe bedroht werden sollte". Sie bat den Gesetzgeber deshalb ausdrücklich darum, zu erwägen, die Aufhebung des betreffenden Paragrafen auch im preußischen Strafgesetzbuch vorzunehmen, wie es bereits in einzelnen anderen deutschen Ländern der Fall war.

Unterzeichnet war das Gutachten unter anderem von Rudolf Virchow, dem Vorsitzenden der Deputation. Weitere neun Mediziner werden ohne Vornamen genannt, sind jedoch durch die späteren Erläuterungen von Magnus Hirschfeld ("Die Homosexualität des Mannes und des Weibes", 1914, S. 961-963; s a. "Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen", 7. Jg., S. 3-6) gut zu bestimmen.


Ein Gutachten von Virchow und anderen Medizinern, das in Auftrag gegeben, später aber ignoriert wurde

Viele Menschen hofften auf ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Männer im von Preußen dominierten Norddeutschen Bund, denn schließlich sprachen sich prominente Mediziner, auf deren Expertise man eigentlich hören wollte, und auch einige Juristen für eine Legalisierung aus. Doch auch mit dem Strafgesetzbuch für den Norddeutschen Bund – das am 31. Mai 1870 in Kraft trat – wurde, nach preußischem Vorbild, an der Strafverfolgung homosexueller Handlungen unter Männern festgehalten. Geregelt wurde die Strafbestimmung erstmals als § 175 – eine Nummerierung, die vom Deutschen Reich und seinen Nachfolgestaaten übernommen wurde und zu einem Symbol der Strafverfolgung Homosexueller wurde.

Virchows Verhältnis zu Karl Heinrich Ulrichs

Der Homosexuellenaktivist Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war die erste Person des öffentlichen Lebens, die sich öffentlich und selbstbewusst zu ihrer Homosexualität bekannte. Seit 1864 publizierte er eine zwölfteilige Schriftenreihe "Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe" und forderte auf dem Deutschen Juristentag in München 1867 die Legalisierung homosexueller Handlungen unter Männern. Seit 1864 stand er mit Virchow in schriftlichem Kontakt. In seiner Schriftenreihe ging Ulrichs mehrfach auf Virchows Brief an ihn vom 19. August 1864 ein, aus dem Übereinstimmungen und Meinungsverschiedenheiten in einzelnen Punkten ersichtlich werden (III. Schrift, S. XIV-XV). Unterschiedliche Auffassungen gab es z. B. bei der Beurteilung des Rechts auf Ausübung der Sexualität. Virchow machte Ulrichs in diesem Brief den Vorwurf, "selbstsüchtig" zu sein (V. Schrift, S. 28) und "die Würde des Mannes" anzugreifen (V. Schrift, S. 44-45).

In den Jahren 1868/1869 gab es zwei Konflikte, die zu einem deutlichen Bruch führten. Als 1868 einige Schriften Ulrichs' als "sittenwidrig" beschlagnahmt wurden, bat er Virchow um Hilfe. Als dieser nichts unternahm, betrachtete ihn Ulrichs nun "als seinen Gegner und Feind jeder sexuellen Emanzipation". Ein Jahr später fühlte sich Ulrichs berufen, der Kommission unter Virchows Vorsitz, die 1869 das oben erwähnte Gutachten zum Strafrecht erstellen sollte, seine Vorschläge näherzubringen, was diese als unangebrachte Einmischung ansah (Mildenberger, S. 444).

Nun war das Tischtuch zerschnitten, und obwohl Ulrichs Virchows Gutachten zur Legalisierung kannte (XII. Schrift, S. 25-26), warf er ihm unter Verkennung aller Umstände sogar vor, die Verfolgung der Homosexuellen "gepriesen" und die Legalisierung verhindert zu haben (X. Schrift, S. 55). Er traute Virchow sogar zu, der Verfasser der anonym herausgegebenen Hetzschrift "Das Paradoxon der Venus Urania" von 1869 zu sein (VIII. Schrift, S. 30; IX. Schrift, S. 32), was ebenfalls nur als Affront gegen Virchow verstanden werden kann. Als tatsächlicher Verfasser dieser Schrift gilt der Würzburger Medizinprofessor Alois Geigel (1829-1887).

Virchows Verhältnis zu Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld (1868-1935), der wichtigste Homosexuellenaktivist im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, lobte Virchow vordergründig stets in höchsten Tönen. Schließlich hatte sich Virchow "als einer der ersten" gegen die Bestrafung homosexueller Handlungen unter Männern ausgesprochen ("Die Homosexualität des Mannes und des Weibes", 1914, S. 481). Es scheint so, als könne sich Hirschfeld mit Virchow schon alleine durch ihre gemeinsame Herkunft identifizieren ("pommerscher Landsmann"; Magnus Hirschfeld: "Von einst bis jetzt", 1986, S. 187). Auch im "Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen" wird auf Virchow oft und positiv eingegangen, und in den ersten Sätzen der Petition des Wissenschaftlich-humanitären Komitees für die Abschaffung des § 175 RStGB wird er ebenfalls erwähnt (JfsZ, 1. Jg., 1899, S. 239).


Virchows Gutachten wird zum Hebel für Hirschfelds Kampf gegen den § 175 RStGB

Florian G. Mildenberger kommt jedoch zu einer gänzlich anderen Bewertung ihres Verhältnisses: Virchow dürfte sich "von Hirschfelds populärwissenschaftlichem Auftreten abgestoßen gefühlt haben, das sich nicht mit der von Virchow beschworenen Aura des Naturwissenschaftlers in Einklang bringen ließ. […] Hirschfeld war Mitglied der SPD, deren Politik Virchow ablehnte." Außerdem stand Hirschfeld "der Naturheilkunde nahe, doch Virchow wiederum hatte sich […] gegen eine Verankerung dieser Lehre an Universitäten ausgesprochen" (s. Mildenberger, 2018, S. 451-452).

Mildenberger betont zu Recht, dass Karl Heinrich Ulrichs und Magnus Hirschfeld mit ihren jeweiligen Meinungsverschiedenheiten mit Virchow unterschiedlich umgingen. Hirschfeld versuchte sie zu verbergen, während Ulrichs sie wohl überbewertete. Das zeigt sich auch am Verhalten Hirschfelds, der wie ein Politiker agierte und immer um eine Harmonie innerhalb der Bewegung bemüht war: Als Hirschfeld einige Jahre zuvor Ulrichs Schriften neu herausgab, strich er mehrere Passagen, "um die Beziehung zwischen Virchow und Ulrichs harmonischer erscheinen zu lassen" (Mildenberger, 2018, S. 443).

Virchows Position zu Inter und Trans


Das von Virchow begutachtete "Mannweib" in Männerkleidung

Bei den Bezügen zu Virchow im "Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen" ging es häufig um die medizinische Beurteilung von inter und trans Menschen. So wies Hirschfeld in dem Aufsatz "Die objektive Diagnose der Homosexualität" auf ein "Mannweib" hin, das auch Virchow schon der "Berliner medizinischen Gesellschaft" vorgestellt hatte. "Mit einem starken Bart und langem Kopfhaar geschmückt, sieht sie von vorne betrachtet einem Manne, von hinten einer Frau vollkommen gleich. Sie trägt Herrenkleidung [und] ist mit einem Manne glücklich verheiratet" (JfsZ, 1899, S. 17-19).

Dazu wurden zwei Illustrationen abgedruckt, die die Person in typischer Männerkleidung und mit nacktem Unterkörper (und geschlossenen Augen) zeigen. Eine Vorstellung bzw. "Begutachtung" von inter, trans und homosexuellen Menschen vor Medizinern war zu dieser Zeit nichts Ungewöhnliches, eine Verletzung des Selbstwertgefühls der so vor Ärzten und Studenten präsentierten Personen ist jedoch anzunehmen (zu der Frage im Allgemeinen s.a. mein Buch "Anders als die Andern", 2006, S. 46-47).


Das von Virchow begutachtete "Mannweib" mit nacktem Unterkörper und geschlossenen Augen (Ausschnitt)

In anderen Fällen sind zwar keine Bilder der von Virchow begutachteten Personen, aber ihre vollständigen Namen bekannt. Virchow bezeichnete bei der 20-jährigen intergeschlechtlichen Person Barbara Höhn das Aussehen und den "Charakter" als "männlich", den Geschlechtstrieb jedoch als "weiblich" (JfsZ, 1902, S. 157). Karl bzw. Katharina Hohmann wiederum weise die körperlichen Merkmale beider Geschlechter auf und habe sexuelle Kontakte mit Männern und Frauen (JfsZ, 1904, S. 266-270, S. 323-324; s a. Virchow: "Vorstellung eines Hermaphroditen", in: "Berliner klinische Wochenschrift", 1872, S. 585-588). Im "Jahrbuch" wurde Virchow mit den Worten zitiert: "Es existiere wirklich ein Individuum neutrius generis [geschlechtlich neutraler Mensch]. Man könne sich daher anstellen wie man wolle, so werde man eben doch nicht sagen können, es sei eine Frau oder ein Mann" (JfsZ, 1904, S. 10). Mildenberger betont, dass die in diesen Aufsätzen enthaltene "Kritik am Zweigeschlechterdogmatismus" von Magnus Hirschfeld erkennbar geteilt wurde.

Was von Virchow bleibt

Auf Rudolf Virchow trifft das zu, was ich vor kurzem hier auf queer.de auch zu dem Juristen Fritz Valentin geschrieben habe. Vermutlich wurde auch Rudolf Virchow von vielen Schwulen als ein Homosexuellenaktivist angesehen, was er im engeren Sinne aber nicht war. Man kann allerdings auch Rudolf Virchow in der Reihe der Juristen und Mediziner sehen, die mehr oder weniger unbeabsichtigt die Homosexuellenbewegung mit ihren Entscheidungen und Publikationen pushten.

Bei den LGBTI von heute ist Rudolf Virchow weitgehend vergessen. Hin und wieder ist noch davon zu lesen, wie sich Virchow schon 1869 für die Legalisierung homosexueller Handlungen unter Männern einsetzte. Ein Artikel im "Tagesspiegel" (Fabian Federl: "Berlins Coming-Out", 13. Mai 2015) geht leicht darüber hinaus, indem auch darauf verwiesen wird, dass Karl Heinrich Ulrichs in Virchow einen "besonders mächtigen (politischen) Freund" gefunden habe.


Grab von Rudolf Virchow auf dem Alten St. Matthaeus-Kirchhof in Berlin (Bild: Jörg Zägel / wikipedia)

Für Mildenberger hat Virchow der sich nach ihm "entfaltenden Sexualreformbewegung mehrere Ansatzpunkte für eigene Forschungen" hinterlassen (S. 442), auch wenn er letztendlich konstatieren muss, dass "Virchows Vermächtnisse für die Sexualreformbewegungen seitens der Geschichtsschreibung der Sexualitäten so gut wie nicht beachtet wurden" (S. 459). Für den eher indirekten Einfluss Virchows auf die homosexuelle Emanzipationsbewegung nennt Mildenberger noch ein anderes Beispiel: Als Berliner Stadtverordneter trieb er im Rahmen der Stadthygiene den Ausbau öffentlicher Toiletten voran, die sich nicht nur zum Pinkeln, sondern auch "zur gleichgeschlechtlichen Kontaktaufnahme in höchstem Maße eigneten" (S. 451).

Virchows Grab befindet sich auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg. Auf diesem Friedhof sind auch andere Prominente begraben, wie zum Beispiel die Brüder Grimm und Rio Reiser. Die "taz" schrieb ("Wie in einer Kapsel", 8. Juni 2018), Virchows letzte Ruhestätte sei wegen der weiteren Gräber heute auch "ein Szenefriedhof, der vielen schwulen Männern, die an den Folgen von Aids gestorben sind, eine letzte Ruhestätte bietet".

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#1 YannickAnonym
  • 13.10.2021, 10:12h
  • Intelligente Menschen waren immer schon viel weiter als die ewigen Bedenkenträger, Skeptiker, Leugner, Hasser, etc.

    Egal ob es um LGBTI-Rechte geht, um Klimawandel, oder was auch immer.

    Ich wünschte, man würde öfter auf die intelligenten Menschen hören, statt auf die lautesten, die dreistesten und die populistischsten.
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#2 RäbchenAnonym
  • 13.10.2021, 13:11h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • In der Literatur wurde Ihr Ansatz schon oft beleuchtet; meist in der Sci-Fi oder im dystopischen Bereich. Um es kurz zu machen: es ist auch hier nicht einfach und es könnte sehr negative Konsequenzen haben.
    Zudem ist "Intelligenz" als solche kein einfacher Begriff und ein weites Forschungsgebiet. Falls Sie sich interessieren finden Sie u.a. auf der Mensaseite erste Informationen und weiterführende Links. Mensa ist im übrigen die am wenigsten selektierende Vereinigung; andere fordern da doch mehr.

    Der bessere Weg, mMn, ist eine umfassende solide Bildung und eine Abkehr von "Berufspolitikern" welche ohne Sachkenntnisse agieren.
    Dies kann leider in eine Meritokratie führen.

    Man könnte sich eventuell darauf einigen daß man als Minimum eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium benötigt um als Entscheidungsträger zu wirken. Vielleicht auch mit anzuhörenden Gremien die aus der Wissenschaft und Forschung besetzt sein könnten. Aber auch dies schließt wieder einige aus - die dann eben auch eine Repräsentanz aufweisen und gehört werden müssten.

    Ich hoffe, das es einigermaßen verständlich ist. Ich habe versucht so kurz und einfach als möglich anzureißen.
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#3 IntelligenzbestieAnonym