Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40232

Skandalurteil

Trans Frau in Kuwait zu zwei Jahren Haft verurteilt

Der 40-Jährigen war "Nachahmung des anderen Geschlechts" vorgeworfen worden.


Blick aus einem Hotel in Kuwait (Bild: Ken Doerr / flickr)

Ein Gericht in Kuwait hat eine trans Frau am 3. Oktober zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Donnerstag mit. Das Urteil wurde den Angaben zufolge damit begründet, dass die 40-jährige Maha al-Mutairi "das andere Geschlecht nachgeahmt" habe. HRW forderte die Freilassung al-Mutairis.


Human Rights Watch veröffentlichte dieses Foto von Maha al-Mutairi (Bild: HRW)

Die Angeklagte soll zudem eine Geldstrafe von umgerechnet 2.850 Euro begleichen. Sie habe bei Telefonaten das andere Geschlecht nachgeahmt und damit gegen ein entsprechendes kuwaitisches Gesetz verstoßen. Laut HRW sind trans Frauen während der Zeit ihrer Haft oftmals Missbrauch durch Polizisten ausgesetzt.

Al-Mutairi wurde nach Angaben ihrer Anwältin, Ibtissam al-Enesi, schon mehrfach mit ähnlichen Begründungen festgenommen. Die jüngste Verurteilung sei jedoch bei weitem die schärfste, sagte al-Enesi. Für den 31. Oktober sei eine Berufungsverhandlung angesetzt.

Al-Mutairi beantragte nach Angaben ihrer Anwältin, in ein Gefängnis für Frauen gebracht zu werden. Zunächst war sie in einer Zelle für trans Häftlinge in einem Männer-Gefängnis untergebracht worden.

Kuwait geht nicht nur gegen trans Menschen, sondern auch gegen Schwule vor: Auf männliche homosexuelle Aktivitäten steht in dem Emirat eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren. (AFP/cw)



#1 AtreusProfil
  • 14.10.2021, 21:19hSÜW
  • 1. Was der CDU Bundestagspräsident Lammert 2010 über Kuwait sagt:

    "Fortschritte im Demokratieprozess" ... Prof. Dr. Norbert Lammert hat die auffälligen Fortschritte Kuwaits im Demokratieprozess und der Parlamentarisierung gewürdigt. Ich sehe darin eine Bestätigung dafür, dass auch eine politische Entwicklungsstrategie, die natürlich auf die Geschichte, Tradition und Kultur eines Landes Rücksicht nehmen muss, in einer islamisch geprägten Welt nicht ausdrücklich zu demokratieunkompatiblen Lösungen kommen muss.

    2. Was der Bundespräsident Köhler am 27.04.2010 tut:

    Verleihung des VERDIENSTORDEN der Bundesrepublik Deutschland an Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, den Emir von Kuwait.

    3. Wie Amnesty die "auffälligen Fortschritte im Demokratieprozess" 2018 beschreibt:

    Die Regierung schränkte das Recht auf freie Meinungsäußerung 2017 weiterhin in unangemessener Weise ein. Regierungskritiker wurden strafrechtlich verfolgt und inhaftiert, und bestimmte Veröffentlichungen wurden verboten. Staatenlose Bidun sahen sich immer noch benachteiligt und konnten ihr Staatsangehörigkeitsrecht nicht wahrnehmen. Arbeitsmigranten waren auch weiterhin nicht ausreichend gegen Ausbeutung und Misshandlungen geschützt. Gerichte fällten erneut Todesurteile. Nach vier Jahren Pause wurden 2017 wieder Hinrichtungen vollstreckt.

    4. Wie das Auswärtige Amt die "auffälligen Fortschritte im Demokratieprozess" Kuwaits 11 Jahre später, im Jahre 2021 beschreibt:

    In Kuwait gelten strenge islamische Moralvorstellungen. Trotz des augenscheinlich liberalen Gesellschaftsklimas sind Homosexualität und nichtehelicher Geschlechtsverkehr verboten und können strafrechtlich geahndet werden. ... Die Einfuhr, der Erwerb, der Besitz und der Konsum von Drogen... in schwerwiegenden Fällen sogar zur Verhängung der Todesstrafe führen. ...Für Vergewaltigung und für sexuellen Missbrauch ... kann die Todesstrafe verhängt werden.

    Quellen:

    www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/kuwait-node
    /kuwaitsicherheit/204130


    www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2010/29466919_kw17_lam
    mert_kuwait-201594


    www.amnesty.de/jahresbericht/2018/kuwait#section-3518384
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DQ24Anonym
  • 15.10.2021, 11:35h
  • Kuwait ist nun einmal, nennen wir es mal "konservativ-islamisches" Land mit rigiden Geschlechts - und Moralvorstellungen. Wer dort offen trans ist, weiß, auf was er oder sie sich einlässt. Und, welche Risiken vorhanden sind.
    Besser zu fliehen, und woanders ein neues Leben beginnen.
  • Antworten » | Direktlink »