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"Liberal City Index"
Das sind die sexpositivsten Städte der Welt
Das Onlinemagazin "Lust Mag" hat die sexuelle Offenheit internationaler Großstädte untersucht. Zwei deutsche Städte landen im Ranking ganz weit vorn.

Auch dank der legendären "Sexy"-Party konnte sich Köln den europäischen Spitzenplatz erobern (Bild: Sexy Köln)
- Von Steffen Hafenmayer
15. Oktober 2021, 04:36h 2 Min.
Der "Liberal City Index" soll Aufschluss darüber geben, wie sexuell offen internationale Großstädte sind. Auch die Sichtbarkeit von LGBTI spielt in der Studie des Onlinemagazins eine große Rolle. So werden beispielsweise die Anzahl von queeren und queerfreundlichen Bars und LGBTI-Events in rund 62 Städten weltweit ausgewertet.
Köln und Berlin landen auf Spitzenplätzen
Während die amerikanische Metropole New York im Ranking auf dem ersten Platz landet, folgen dicht dahinter auf den Plätzen zwei und drei die deutschen Großstädte Köln und Berlin. Beide Städte können aufgrund ihrer zahlreichen Queer-Events und einer rechtlich (vergleichsweise) sehr stabilen Situation für LGBTI punkten.
1. New York
2. Köln
3. Berlin
4. Madrid
5. Los Angeles
6. San Francisco
7. London
8. Amsterdam
9. Montreal
10. Atlanta
11. Sydney
12. Paris
13. Chicago
14. Toronto
15. Melbourne
16. San Diego
17. Barcelona
18. Houston
19. Wien
20. West Hollywood
21. Rom
22. Miami
23. Dallas
24. Santiago
25. Vancouver
Wie wurde der "Liberal City Index" erhoben?
Der "Liberal City Index" wurde auf Basis von insgesamt 14 Kriterien erstellt, die Rückschlüsse über die gesellschaftliche und rechtliche Akzeptanz von Sexualität geben sollen. Neben queeren Events und Bars wurden daher u.a. auch die Anzahl von örtlichen Sexshops, der Zugang zu PrEP sowie der Umgang mit sexueller Diskriminierung berücksichtigt.
Fast nur europäische und amerikanische Städte in den Top-25
Auffällig ist: Das Ranking wird von nordamerikanischen und westeuropäischen Städten stark dominiert. Insgesamt sind 13 nordamerikanische Städte in den Top-25 vertreten. Deutschland ist zwar "nur" zweimal vertreten, aber dafür ganz oben. Mit Sydney, Melbourne und Santiago de Chile befinden sich lediglich drei Metropolen eines anderen Kontinents in den Top-25.
Als Grund hierfür geben die Studienmacher*innen die angewendete Methodologie an, denn: Um einen Platz im "Liberal City Index" zu bekommen, war die offizielle und legale Durchführung von mindestens drei queeren (Groß-)Veranstaltungen vor Ort wesentliche Grundvoraussetzung – und eine Hürde, an der viele Städte bis dato offensichtlich scheitern.
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Markt- und Konkurrenzdenken, und, wichtiger: handeln, eine hierarchisierte Selbstoptimierungs-Landschaft, in der folgerichtig Geburtslotterie- Privilegien nicht nur, wie in der Gesamtgesellschaft, als 'Verdienst' und 'Leistung' Ungleichheit verschärfen, sondern - und das ist (!) diese sex positivity! - als Attraktivität und sexyness.
Eine glorreiche 'Befreiung', man kann nur gratulieren. Ob irgendwann zB soziologisch 'Sozialkapital' die Unterkategorie 'sexuelles Kapital' erhält oder nicht, ist unwichtig - denn es ist klar, daß es um Kapital (!) geht.