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Preis für SPD-Kommunalpolitiker

Dieter Reiter erhält deutschen Tolerantia Award 2021

Wegen seines Einsatzes für queere Menschen erhält der Münchner Oberbürgermeister den zum 16. Mal vergebenen Tolerantia Award.


Oberbürgermeister Dieter Reiter mit den Schwestern der perpetuellen Indulgenz (Bild: Stadt München)

  • 15. Oktober 2021, 11:00h 5 2 Min.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird in diesem Jahr mit dem Tolerantia Award geehrt. Das teilte die Berliner LGBTI-Organisation Maneo am Freitag mit, die den Preis seit 2006 für besonderen Einsatz gegen Homophobie, Rassismus und gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vergibt. In der Preisjury saßen unter anderem Lala Süsskind, die ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin, Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş sowie Maneo-Chef Bastian Finke.

"Im letzten Jahr hat der Oberbürgermeister die Anliegen der LSBTI*-Personen in München zur Chefsache erklärt und die Koodinierungsstelle zur Gleichstellung von LSBTI* als persönliche Stabsstelle direkt bei sich angesiedelt", heißt es in der Begründung. "Das ist mehr als nur Symbolpolitik. Dieser Schritt bedeutet, dass die Anliegen einer Minderheit tatsächlich ernst genommen werden – auch auf einer alltäglichen, meist nur wenig Aufmerksamkeit erregenden Ebene." Auch Reiters Einsatz bei der Fußball-Europameisterschaft im Sommer, das Münchner Stadion beim Spiel Deutschland gegen Ungarn in Regenbogenfahnen erstrahlen zu lassen, wurde geehrt. Reiter kritisierte damals die queerfeindliche Haltung der UEFA scharf (queer.de berichtete).

Auch die drei Partnerorganisationen SOS Homophie (Frankreich), Lambda-Warszawa (Polen) und The Rainbow Project (Nordirland) haben ihre Preisträger mitgeteilt. In Frankreich wurden die LGBTI-Aktivistinnen und Podcasterinnen Elise Goldfarb und Julia Layani ausgezeichnet, in Polen LGBTI-Aktivistin Katarzyna Augustynek und in Nordirland Les Allamby, der ehemalige Hochkommissar der Human Rights Commission (HRC).

Preisverleihung wird online übertragen

Wegen der andauernden Corona-Pandemie kann die Preisübergabe nicht im Rahmen einer Zeremonie stattfinden, die ursprünglich im Oktober in Warschau geplant war. Deshalb findet eine Online-Verleihung statt, die am Freitagabend ab 19 Uhr auf dem Tolerantia-Kanal von Youtube übertragen.

Letztes Jahr war die ZDF-Journalistin Dunja Hayali mit dem deutschen Tolerantia Award ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Zu den weitere Preisträger*innen aus den Vorjahren gehören Volker Beck, Elfi Scho-Antwerpes, Heiko Maas (2017) und Johannes Kram. (dk)

-w-

#1 Johann WolfgangAnonym
  • 15.10.2021, 15:25h
  • "Tolerantia Award" ist ein blöder Name für diesen Preis. Wir kämpfen doch nicht für von oben gewährte Toleranz, sondern für gleichwertige Akzeptanz!
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#2 BlackCat
  • 15.10.2021, 16:27hNürnberg
  • Antwort auf #1 von Johann Wolfgang
  • Entzieht sich meinem Verständnis, wie man sich über den Namen des Preises aufregen kann.
    Natürlich ist Akzeptanz das Ziel. Eine Grundlage dazu ist Toleranz.
    Jeder Einsatz für Belange der Community soll seine Anerkennung erhalten. Wenn das in Ländern wie Polen geschieht freue ich mich um so mehr.
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#3 MUCkiAnonym
  • 15.10.2021, 20:04h
  • Gerüchteweise soll diese Koordinierungsstelle leider ziemlich trans*phob sein.
    Nicht ganz so passend als Begründung für einen Preis, der von einem "Bündnis gegen Homo- und Transphobie" vergeben wird...

    Glücklicherweise hat München mit TIB/Aidshilfe, S'AG/Sub, Vereinen und SHGs etc. auch noch einige nichtstädtische Anlaufstellen - aber vielleicht sollte der OB das genaue Hinschauen trotzdem mal zur Chefsache machen. Es genügt schließlich nicht, etwas nur mit einem schönen Namen einzurichten. Herrn Reiter selber möchte ich gar keine Trans*phobie unterstellen.

    Genau hingeschaut haben ja hoffentlich die Preisgebenden. (Die volle Begründung und die Zusammensetzung der Jury würden mich allerdings interessieren - bisher finde ich weder auf der Preis-Seite noch bei Maneo etwas dazu).
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