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Filmfestival

Hamburg International Queer Film Festival feiert Premiere

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg erhalten nach 31 Jahren einen neuen Namen, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Vom 19. bis 31. Oktober gibt es über 50 Filme zu sehen.


"Young Hunter", der neue Film des argentinischen Teddy-Preisträgers Marco Berger, läuft am 24. Oktober um 18 Uhr im Metropolis (Bild: Salzgeber)
  • 16. Oktober 2021, 03:11h, noch kein Kommentar

Am 19. Oktober startet in Hamburg wieder das alljährliche LGBTI-Filmfestival, das größte und älteste Event dieser Art in Deutschland. Dieses Jahr steht es erstmals unter dem internationalen Namen Hamburg International Queer Film Festival (HIQFF). Der neue Name soll laut dem ehrenamtlichen Organisationsteam verdeutlichen, dass mehr als nur als lesbische und schwule Filme am Start sind, denn bereits seit dem Beginn im Jahr 1990 werden dort Produktionen gezeigt, die die gesamte queere Community abdecken.

"Nun möchten wir mit der Namensänderung ein breiteres Publikum ansprechen, das mit 'lesbisch' und 'schwul' nicht einbezogen wird", erklärte Pressesprecherin Hanne Homrighausen. "Natürlich sind die beiden Begriffe dennoch politisch und aktuell und zeigen sich weiterhin in unserem Programm und den diesjährigen Filmen." Thematisch machen die Filmtage dieses Jahr deutlich, dass es gesellschaftlich brodelt.

Wieder hybride Veranstaltung

Letztes Jahr hatten die Organisator*innen coronabedingt unter dem Motto "Streams Are My Reality" erstmals eine hybrides Veranstaltung über Online-Streaming und im Metropolis Kino durchgeführt. Dies sei ein Erfolg gewesen. Deshalb hat sich das Team im zweiten Jahr unter Pandemiebedingungen wieder für dieses Format entschieden. So würden mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, queere Filme zu sehen und am Festival teilzunehmen. Die Filme sollen wieder deutschlandweit abrufbar sein – und es soll ein größeres Angebot geben, Untertitel auszuwählen. Die Veranstaltung soll zudem größer werden: Als Filmstätten sind das Metropolis, Passage und 3001 Kino in Hamburg ausgewählt, insgesamt gibt es 32 Filmprogramme.

Der Eröffnungsfilm "Genderation" von Monika Treut läuft am 19. Oktober zeitversetzt in allen drei Kooperationskinos und zusätzlich als Online-Stream. Der Film ist eine Fortsetzung des bahnbrechenden queeren Filmklassikers "Gendernauts" aus dem Jahr 1999, der ebenfalls gezeigt wird (20. Oktober im 3001 Kino sowie online bis 27. Oktober). Im neuen Film erfahren die Zuschauer*innen, was aus dem Pionieren der Transbewegung geworden ist. "Wie die Kosmonauten durchs Weltall streifen, die Cybernauten durch die digitale Netzkultur, so kreuzen die Gendernauten durch die vielfältigen Welten der Sexualität", heißt es in der Ankündigung.

Direktlink | Trailer zum Eröffnungsfilm "Genderation"
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Zu den weiteren Highlights gehört der deutsche Film "Nico". Die Hauptfigur, eine deutsch-iranische Altenpflegerin, muss darin lernen, mit den Flashbacks umzugehen, die sie nach einem rassistisch motivierten Angriff auf Berlins Straßen verfolgen. Im Abschlussfilm "Potato Dreams of America" wandern Potato und seine Mutter aus dem repressiven Gesellschaftssystem der Sowjetunion in die liberalere USA aus. Dort angekommen, kann Potato zwar schwule Videos ausleihen und in Homobars gehen, Probleme haben er und seine Mutter jedoch weiterhin. Die Lebensgeschichte von Regisseur Wes Hurley hat als Kurzversion vor einigen Jahren die Ursula gewonnen, den Filmpreis des Hamburger Festivals.


Szene aus dem Film "Nico"

Weitere Infos gibt es im Programm für das Festival. Bereits jetzt ist der Vorverkauf für Tickets losgegangen. (cw)