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USA

Nach Angriffen von rechts: Buttigieg ist "stolz" auf Elternzeit

Der erste offen schwule Bundesminister der USA findet es seltsam, dass Kritik an seiner Elternzeit ausgerechnet von einer Seite käme, die sich immer als familienfreundlich präsentiere.


Pete Buttigieg ist seit Februar 2021 Verkehrsminister der Vereinigten Staaten (Bild: Gage Skidmore / wikipedia)

Der Shootingstar der US-Demokraten, Verkehrsminister Pete Buttigieg, hat seinen Vaterschaftsurlaub verteidigt. Er werde sich bei niemanden dafür entschuldigen, dass er sich um seine Zwillinge kümmere, sagte Buttigieg am Sonntag in einem Interview mit dem Sender CNN.

Der 39-Jährige und sein Ehemann Chasten haben im Sommer neugeborene Zwillinge adoptiert (queer.de berichtete). Er sei "stolz", Elternzeit genommen zu haben, so Buttigieg. Er ist der erste offen schwule Bundesminister der USA.

Homofeindliche Angriffe von Fox News

Der rechtspopulistische TV-Moderator Tucker Carlson hatte sich vergangene Woche in seiner Sendung bei Fox News mit homofeindlichen Bemerkungen über Buttigieg lustig gemacht. Dieser versuche herauszufinden, wie man stillt, sagte er.

"Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, füttern wir unsere Kinder mit der Flasche – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit" sagte Buttigieg. Es sei "freudige, erfüllende, wunderbare Arbeit" und alle Menschen in den USA sollten dazu nach der Geburt eines Kindes die Möglichkeit haben. In den USA gibt es keine gesetzliche Regelung für bezahlte Elternzeit – nur in einigen Bundesstaaten gibt es einen gesetzlichen Anspruch.

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Buttigieg: Trotz Elternzeit immer erreichbar

Buttigieg hatte bereits zuvor auf Carlsons Äußerung reagiert und angemerkt, dass es seltsam sei, dass Kritik ausgerechnet von einer Seite käme, die sich immer als familienfreundlich präsentiere. Buttigieg war Mitte August in Elternzeit gegangen. Kritiker*innen monierten, dass die USA aktuell mit großen Lieferengpässen zu kämpfen haben – ein Problem, das auch in Buttigiegs Ressort fällt. Dieser betonte, dass er auch während der Elternzeit immer erreichbar gewesen sei.

Buttigieg hatte als Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten für Furore gesorgt. Bis Ende 2019 war Buttigieg Bürgermeister einer 100.000-Einwohner-Stadt im US-Staat Indiana. US-Präsident Joe Biden machte Buttigieg schließlich zu seinem Verkehrsminister. (cw/dpa)

-w-

#1 DQ24Anonym
  • 18.10.2021, 08:52h
  • Typisch Doppelmoral der Konservativen! Erst auf "Familienwerte" pochen, aber dann motzen, wenn ein schwuler Demokrat sie beim Wort nimmt. Wäre Pete eine Frau und Republikaner, wäre dieser Scheiß nie gesagt worden!

    F*** Fox!
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#2 Alexander_FAnonym
  • 18.10.2021, 10:29h
  • Antwort auf #1 von DQ24
  • Nicht zu vergessen, dass die es auch sind, die ihre Kinder am ehesten fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel, wenn ihnen irgendwas an ihnen nicht passt.

    Aber ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode: das, was sie "Familie" nennen, ist nichts weiter als die uneingeschränkte Willkürherrschaft und Eigentümerschaft der Väter über Frauen und Kinder. Ein liebendes, aufopferndes Miteinander ist ihnen fremd.
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#3 SebiAnonym
  • 18.10.2021, 13:11h
  • Ernsthaft?

    Die Republikaner kritisieren einen Mann dafür, dass er sich nach der Geburt eines Kindes eine Elternzeit nimmt?

    In welchen Jahrhundert leben die?

    Oder fällt denen schlicht nichts anderes mehr ein und jetzt müssen sie sogar schon mit sowas anfangen?

    Geht es denen nicht angeblich immer ums Kindeswohl? Aber wenn man sich dann wirklich um seine Kinder kümmert, passt es ihnen auch wieder nicht. Das zeigt nur wieder mal, dass es denen gar nicht ums Kindeswohl geht, sondern dass die das noch vorschieben, um ganz andere Sachen zu bewirken.
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