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USA
Nach Angriffen von rechts: Buttigieg ist "stolz" auf Elternzeit
Der erste offen schwule Bundesminister der USA findet es seltsam, dass Kritik an seiner Elternzeit ausgerechnet von einer Seite käme, die sich immer als familienfreundlich präsentiere.

Pete Buttigieg ist seit Februar 2021 Verkehrsminister der Vereinigten Staaten (Bild: Gage Skidmore / wikipedia)
- 18. Oktober 2021, 02:54h 2 Min.
Der Shootingstar der US-Demokraten, Verkehrsminister Pete Buttigieg, hat seinen Vaterschaftsurlaub verteidigt. Er werde sich bei niemanden dafür entschuldigen, dass er sich um seine Zwillinge kümmere, sagte Buttigieg am Sonntag in einem Interview mit dem Sender CNN.
Der 39-Jährige und sein Ehemann Chasten haben im Sommer neugeborene Zwillinge adoptiert (queer.de berichtete). Er sei "stolz", Elternzeit genommen zu haben, so Buttigieg. Er ist der erste offen schwule Bundesminister der USA.
Homofeindliche Angriffe von Fox News
Der rechtspopulistische TV-Moderator Tucker Carlson hatte sich vergangene Woche in seiner Sendung bei Fox News mit homofeindlichen Bemerkungen über Buttigieg lustig gemacht. Dieser versuche herauszufinden, wie man stillt, sagte er.
"Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, füttern wir unsere Kinder mit der Flasche – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit" sagte Buttigieg. Es sei "freudige, erfüllende, wunderbare Arbeit" und alle Menschen in den USA sollten dazu nach der Geburt eines Kindes die Möglichkeit haben. In den USA gibt es keine gesetzliche Regelung für bezahlte Elternzeit – nur in einigen Bundesstaaten gibt es einen gesetzlichen Anspruch.
Buttigieg: Trotz Elternzeit immer erreichbar
Buttigieg hatte bereits zuvor auf Carlsons Äußerung reagiert und angemerkt, dass es seltsam sei, dass Kritik ausgerechnet von einer Seite käme, die sich immer als familienfreundlich präsentiere. Buttigieg war Mitte August in Elternzeit gegangen. Kritiker*innen monierten, dass die USA aktuell mit großen Lieferengpässen zu kämpfen haben – ein Problem, das auch in Buttigiegs Ressort fällt. Dieser betonte, dass er auch während der Elternzeit immer erreichbar gewesen sei.
Buttigieg hatte als Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten für Furore gesorgt. Bis Ende 2019 war Buttigieg Bürgermeister einer 100.000-Einwohner-Stadt im US-Staat Indiana. US-Präsident Joe Biden machte Buttigieg schließlich zu seinem Verkehrsminister. (cw/dpa)















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