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Literatur

Deutscher Buchpreis für Antje Rávik Strubel

Die lesbische Autorin erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman "Blaue Frau" über die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung.


Antje Rávik Strubel (Bild: Philipp von der Heydt)
  • 19. Oktober 2021, 08:34h, noch kein Kommentar

Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montag in Frankfurt bekannt. Ihr Buch "Blaue Frau" (Amazon-Affiliate-Link ) wird damit als bester deutschsprachiger Roman des Jahres ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der bei S. Fischer erschienene Roman schildert die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Die Autorin behandle das Thema "mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision", urteilte die Jury. "Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern."

Strubel wurde 1974 in Potsdam geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte dann in Potsdam und New York Psychologie und Literaturwissenschaft. Später lebte sie unter anderem in Schweden, bevor sie wieder nach Potsdam zurückkehrte. Dort lebt sie zusammen mit ihrer Partnerin. 2016 veröffentlichte Strubel den Episodenroman "In den Wäldern des menschlichen Herzen" (Amazon-Affiliate-Link ) mit Liebesgeschichten queerer Menschen.

Jury würdigt "aufwühlenden Roman"

"Blaue Frau" lobte die Buchpreis-Jury als "aufwühlenden Roman": Wörtlich heißt es ihrer Begründung: "In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt."

Die übrigen fünf Autor*innen der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Neben Strubel waren Norbert Gstrein ("Der zweite Jakob"), Christian Kracht ("Eurotrash"), Thomas Kunst ("Zandschower Klinken"), Mithu Sanyal ("Identitti") und Monika Helfer ("Vati") im Finale für den Buchpreis. Jedes Buch sei "auf je eigene Weise ausgezeichnet", hatte Jurysprecher Knut Cordsen nach der Veröffentlichung der Shortlist gesagt. Ihre Bücher zeigten "den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur". (cw/dpa)

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