Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40270

Berlin

Nominierungen für den Respektpreis 2021

Wer wird dem SchwuZ als Träger des Respektpreises nachfolgen? Eine Jury nominierte die AWO Spree-Wuhle, Linos Bitterling, das Maxim Gorki Theater und die Initiative Nodoption.


Wer erhält dieses Jahr den Preis des Bündnisses gegen Homophobie? (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

  • 19. Oktober 2021, 15:49h, noch kein Kommentar

Das Berliner Bündnis gegen Homophobie hat am Dienstag die Nominierten für den Respektpreis 2021 bekanntgegeben. Die Auszeichnung soll am 6. Dezember vergeben werden.

Die Nominierungen: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Berlin Spree-Wuhle wurde unter anderem für die deutschlandweit einmalige "LSBTI*-Krisenwohnung" gelobt. Damit kümmert sich der Verein um queere Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität von sogenannter Zwangsverheiratung oder von körperlicher und psychischer Gewalt in ihrem sozialen Umfeld bedroht sind.

Über eine Nominierung freuen konnte sich außerdem Linos Bitterling, laut der Jury die "treibende Kraft hinter den Boxgirls". Das queer-feministische Projekt schult Mädchen und Frauen nicht nur im Boxsport, sondern bietet auch Projekte, Workshops und Seminare zu Themen wie Sexismus, Gewalt an Mädchen und jungen Frauen oder Geschlechtervielfalt an.

Das Maxim Gorki Theater in der Dorotheenstadt wurde mit einer Nominierung dafür geht, dass es queere Thematik ins Zentrum stellt: "Wie kaum ein anderes Theater in Deutschland bringt es mit Stücken wie 'W(A)RM Holes' oder 'Dark Room Revisited' immer wieder LSBTI*-Themen auf den Spielplan, die die Probleme und Ängste einer diversen, jungen, queeren Generation nicht nebenbei, sondern ganz gezielt behandeln", so die Jury.

Außerdem kann sich die Initiative Nodoption – Elternschaft anerkennen Hoffnungen auf den Respektpreis machen. Dabei handelt es sich um eine deutschlandweit aktive Initiative von queeren Paaren, die im Rahmen einer strategischen Prozessführung vor Gericht ziehen, um gegen diese Diskriminierung von Regenbogenfamilien im Abstammungsrecht vorzugehen.

Vergangenes Jahr wurde der Berliner Club SchwuZ (kurz für SchwulenZentrum) mit dem Respektpreis ausgezeichnet (queer.de berichtete). Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte in einer digitalen Preisverleihung den Preisträger bekanntgegeben.

Der Respektpreis wird vom 2009 gegründeten "Bündnis gegen Homophobie" vergeben, einer vom LSVD-Landesverband im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) gestarteten Vereinigung. Darin engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von queeren Lebensweisen. Insgesamt gehören dem Bündnis 129 Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche. Die 129 Mitgliedsorganisationen stimmen nun darüber ab, welche der vier in diesem Jahr Nominierten mit dem Preis geehrt werden wird. (dk)

Jury-Mitglieder Respektpreis 2021

Jenan Mouhamed Ali (Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH)

Dr. Ahi Sema Issever (Charité – Universitätsmedizin Berlin)

Hendrik Kosche (Jüdische Gemeinde zu Berlin)

Lydia Malmedie (Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung)

Dirk Radke (Fair Away Travel GmbH)

Birgit Münchow (AWO Landesverband Berlin)

Bernd Wegner (BVG)