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"In Solidarität mit LGBTQ+-Geschwistern"
MTV feiert die Europe Music Awards dieses Jahr in Viktor Orbáns Ungarn
Der Musiksender will seine europäischen Preise wieder vor großer Bühne vergeben. Die Entscheidung, die Veranstaltung ausgerechnet in einem LGBTI-feindlichen Land auszurichten, sei aber keine gegen queere Menschen, betonte der Sender.

2019 fanden die europäischen MTV-Awards in Sevilla statt (Bild: MTV)
- 20. Oktober 2021, 08:57h 2 Min.
Nach einer virtuellen Party 2020 in der Corona-Krise feiert der Musiksender MTV die Europe Music Awards (EMA) 2021 wieder im echten Leben und hat sich dafür Ungarn ausgesucht. Die Verleihung der EMA-Trophäen wird am 14. November live aus der Papp László Budapest Sportaréna übertragen.
Dabei, so deutete MTV am Dienstag an, werde man auch gegen das von Ministerpräsident Viktor Orbán angestoßene Gesetz gegen "Homo-Propaganda" protestieren, das das Parlament von Budapest erst im Juni beschlossen hatte (queer.de berichtete). Der Präsident und Geschäftsführer der MTV Entertainment Group Worldwide, Chris McCarthy, sagte in Anspielung darauf, es sei ihm "eine große Ehre, in Solidarität mit meinen LGBTQ+-Geschwistern zu stehen, wenn wir die MTV EMAs 2021 aus Ungarn zelebrieren". Zensur durch die Machthabenden werde MTV nicht dulden: "Wir erlauben keine redaktionellen Eingriffe, wenn es um unsere Künstler geht", so McCarthy. "Das ist immer eine Bedingung, egal, in welches Land wir gehen."
Die MTV Europe Music Awards werden seit 1994 jährlich verliehen. Fans können online für ihre Favorit*innen stimmen. Im vergangenen Jahr hatte die Musikgala wegen Corona noch virtuell stattgefunden, Auftritte von Künstler*innen waren an verschiedenen Orten weltweit aufgenommen und live übertragen worden. Informationen zu den diesjährigen Nominierten und Details zum Voting will MTV in Kürze bekanntgeben.
Raffaele Annecchino, Präsident und Geschäftsführer von ViacomCBS Networks International, versprach: "Nach einer langen Pause ohne eine große EMA-Show freue ich mich umso mehr, dass wir mit den EMAs in Budapest landen, wo wir mit Sicherheit einen außergewöhnlichen Abend erleben werden, der weltweit für Aufsehen sorgen wird." (dpa/dk)















Passiert das nicht, war das nur Gelaber, um diese Entscheidung irgendwie zu rechtfertigen.
Wir werden genau hinsehen und hinhören...