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Österreich

Graz: Homo-Hasser und Antisemit zu drei Jahren Haft verurteilt

Der 32-jährige Angeklagte hatte aus Hass gegen Jüd*innen, Homosexuelle und Prostituierte gehandelt.


Der Täter beschädigte die Fenster eines LGBTI-Zentrums in Österreichs zweitgrößter Stadt (Bild: Facebook / RosaLila PantherInnen)

Wegen eines Angriffs auf einen jüdischen Mann sowie den schwul-lesbischen Verein RosaLila PantherInnen und die Synagoge in der österreichischen Stadt Graz ist ein Mann zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Schöffengericht in Graz wies den 32-jährigen Angeklagten am Donnerstag zudem in den Maßregelvollzug in ein psychiatrisches Krankenhaus ein. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im August 2020 hatte der Syrer, der 2013 nach Österreich gekommen war, Steine auf die Synagoge der Stadt sowie das Gebäude der RosaLila PantherInnen geworfen, er beschädigte dort die Fenster (queer.de berichtete). Zudem attackierte er Elie Rosen, den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz, mit einem Sesselbein. Rosen konnte sich in ein Auto retten und blieb unverletzt.

Laut Staatsanwaltschaft habe der Mann aus Hass gegen Jüdinnen und Juden und Homosexuelle sowie gegen Prostituierte gehandelt. Im Internet hatte er Suchbegriffe wie "Molotowcocktails" oder "Selbstmordanschläge" eingegeben. Ihm konnten aber keine Verbindungen zu terroristischen Gruppen nachgewiesen werden.

Der Angeklagte gestand und bereute die Taten vor Gericht. Er behauptete, seine Tat aus Wut über die politische Situation in Israel verübt zu haben: "Ich hab keinen Hass gegen alle Juden – nur gegen die in Palästina", sagte er laut ORF vor Gericht. Mit seinen Taten habe er eine "Message" verbreiten wollen.

Der Gerichtspsychiater meinte, dass der Mann auch weiterhin zu Gewalttaten neige und deshalb eine stationäre Therapie brauche. Der Experte attestierte dem Angeklagten im Prozess eine "fanatische, paranoide Persönlichkeitsstörung". Das Gericht befand den Mann in mehreren Punkten schuldig – unter anderem der schweren Sachbeschädigung, der versuchten schweren Körperverletzung und der Nötigung.

Bundesinnenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte kurz nach der Tat über den Festgenommenen gesagt: "Er ist ein radikal islamistischer Antisemit, der auch noch homophob ist". (dpa/cw)



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#1 FelixAnonym
  • 21.10.2021, 20:48h
  • Leider gibt es immer häufiger Berichte von Übergriffen sowohl auf queere Menschen als auch auf Jüd*innen.

    Für solche Hassverbrechen sollten Täter >10 Jahre einsitzen!
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