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Berlin

CSD will "Thema Religion in der LGBTTIQA Community" vertiefen

Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. hat seine künftigen Schwerpunkte bekanntgegeben. U.a. ist für den Hauptstadt-Pride ein "ganzjähriges Konzept" geplant. Die große Demo soll am 23. Juli 2022 stattfinden.


Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. (v.l.n.r.): Ulli Pridat, Patrick Ehrhardt, Channa Wolven, Marc-Eric Lehmann und Nasser El-Ahmad (Bild: Brigitte Dummer)

  • 24. Oktober 2021, 07:33h 223 2 Min.

Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. sucht eine Annäherung an Glaubensgemeinschaften. "Das Thema Religion in der LGBTTIQA Community wird vertieft und die bereits gute Zusammenarbeit mit Religionsvertreter*innen wird fortgeführt", informierte der Verein am 22. Oktober in einer Pressemitteilung über seine künftigen Schwerpunkte.

Darüber hinaus sollen das Thema Mental Health eine "größere Rolle" spielen sowie die nicht-deutsche Community "stärker einbezogen" werden. "Bereits in 2021 gab es einen vereinseigenen Truck mit 100% englischsprachigen Aktivist*innen", erklärten die CSD-Organisator*innen. "Diese Kooperationen sollen in Arbeitsgruppen und in unserem Forderungs-Forum vertieft und erweitert werden. Die Website wird in Englisch und zukünftig auch weitere Sprachen übersetzt."

CSD-Demo mit Kundgebung am 23. Juli 2022

Als offizieller Termin für die Berliner CSD-Demonstration 2022 gab der Verein den 23. Juli bekannt. An den politischen Reden auf mehreren vereinseigenen Trucks wollen die Veranstalter*innen festhalten und – anders als 2021 – auch wieder eine Abschlusskundgebung abhalten. Darüber hinaus soll der CSD "ein ganzjähriges Konzept erhalten mit dem Fokus auf einen Pride Monat". Details dazu wurden nicht genannt.

Bei der Mitgliederversammlung des Berliner CSD e.V. am 20. Oktober im Berliner Admiralspalast wurden die amtierenden Vorstände Ulli Pridat, Nasser El-Ahmad und Marc-Eric Lehmann durch die Wiederwahl von Patrick Ehrhardt und die erstmalige Wahl von Channa Wolven ergänzt.

"Wir freuen uns, dass der Vorstand des Berliner CSD e.V. nun ein stückweit diverser aufgestellt ist und mit Ende der CSD Saison 2021 nun voller Energie in die Vorbereitungen in ein hoffentlich pandemiefreies Jahr 2022 gestartet werden kann", heißt es dazu in der Pressemitteilung. "Neben Nasser El-Ahmad, der als erster POC Teil des Vorstands ist, kommt mit Channa Wolven nun eine lesbische Frau mit Wurzeln in den Niederlanden in den Vorstand, die unser Team näher an das Ziel der Satzung und Empfehlung der Quoten des Verwaltungsapparates bringt."

Der Vorstand bedankte sich beim ausgeschiedenen Kollegen Frank Sperling. (cw)

-w-

#1 Julian SAnonym
  • 24.10.2021, 09:52h
  • "Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. sucht eine Annäherung an Glaubensgemeinschaften."

    Was soll das?
    Was haben wir mit "Glaubensgemeinschaften" zu tun?

    Wir haben es nicht nötig, uns irgendwo anzubiedern. Noch dazu, da die meisten Religionen uns ablehnen und nur dort Kreide fressen, wo es aus strategischen Gründen sinnvoll ist. Aber wie die wirklich jenseits schöner Reden denken und handeln, zeigen die immer wieder.

    Aber selbst wenn das nicht so wäre:
    was haben wir mit Fantasy-Fanclubs zu tun, die sich irgendwelche okkulten Riten einfallen lassen, um Menschen gefügig zu machen? Sowas brauchen wir nicht auch noch fördern.
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#2 WadimAnonym
  • 24.10.2021, 10:01h
  • Ich habe den Eindruck, dass die meisten schwule Männer, aber auch viele Frauen an Gott nicht glauben und sogar allergisch der Religion gegenüber sind. Wie ich z.B..
    Aber viel konstruktiver wäre, eine Friedenpfeife zu rauchen als auf dem Kriegsfuß mit jemandem zu stehen oder?
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#3 MiraAnonym
  • 24.10.2021, 10:03h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • Das ist eine sehr beschränkte Weltsicht ... Du wirst es kaum glauben, aber es gibt viele Menschen, die LGBTQ+ sind und dennoch gläubig! Als solcher Mensch kriegt man ohnehin genug Hass ab (insbesondere von der queeren Community selbst, wenn man in keiner toleranten Gemeinde ist, dann natürlich auch noch da) und deshalb ist es wichtig, deutlich zu machen: Ja, nur weil du LGBTQ bist, musst du deinen Glauben - wenn er dir wichtig ist und ein Teil deiner Identität - nicht aufgeben. Es gibt viele tolerante religiöse Gruppen (besonders in drr evangelischen Kirche), denen man sich anschließen kann.

    Also nein, es ist kein "anbiedern" ... Vielleicht würde dir etwas Toleranz auch nicht schaden, nicht jeder religiöse Mensch ist ein Menschenfeind.
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