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Berlin

CSD will "Thema Religion in der LGBTTIQA Community" vertiefen

Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. hat seine künftigen Schwerpunkte bekanntgegeben. U.a. ist für den Hauptstadt-Pride ein "ganzjähriges Konzept" geplant. Die große Demo soll am 23. Juli 2022 stattfinden.


Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. (v.l.n.r.): Ulli Pridat, Patrick Ehrhardt, Channa Wolven, Marc-Eric Lehmann und Nasser El-Ahmad (Bild: Brigitte Dummer)

Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. sucht eine Annäherung an Glaubensgemeinschaften. "Das Thema Religion in der LGBTTIQA Community wird vertieft und die bereits gute Zusammenarbeit mit Religionsvertreter*innen wird fortgeführt", informierte der Verein am 22. Oktober in einer Pressemitteilung über seine künftigen Schwerpunkte.

Darüber hinaus sollen das Thema Mental Health eine "größere Rolle" spielen sowie die nicht-deutsche Community "stärker einbezogen" werden. "Bereits in 2021 gab es einen vereinseigenen Truck mit 100% englischsprachigen Aktivist*innen", erklärten die CSD-Organisator*innen. "Diese Kooperationen sollen in Arbeitsgruppen und in unserem Forderungs-Forum vertieft und erweitert werden. Die Website wird in Englisch und zukünftig auch weitere Sprachen übersetzt."

CSD-Demo mit Kundgebung am 23. Juli 2022

Als offizieller Termin für die Berliner CSD-Demonstration 2022 gab der Verein den 23. Juli bekannt. An den politischen Reden auf mehreren vereinseigenen Trucks wollen die Veranstalter*innen festhalten und – anders als 2021 – auch wieder eine Abschlusskundgebung abhalten. Darüber hinaus soll der CSD "ein ganzjähriges Konzept erhalten mit dem Fokus auf einen Pride Monat". Details dazu wurden nicht genannt.

Bei der Mitgliederversammlung des Berliner CSD e.V. am 20. Oktober im Berliner Admiralspalast wurden die amtierenden Vorstände Ulli Pridat, Nasser El-Ahmad und Marc-Eric Lehmann durch die Wiederwahl von Patrick Ehrhardt und die erstmalige Wahl von Channa Wolven ergänzt.

"Wir freuen uns, dass der Vorstand des Berliner CSD e.V. nun ein stückweit diverser aufgestellt ist und mit Ende der CSD Saison 2021 nun voller Energie in die Vorbereitungen in ein hoffentlich pandemiefreies Jahr 2022 gestartet werden kann", heißt es dazu in der Pressemitteilung. "Neben Nasser El-Ahmad, der als erster POC Teil des Vorstands ist, kommt mit Channa Wolven nun eine lesbische Frau mit Wurzeln in den Niederlanden in den Vorstand, die unser Team näher an das Ziel der Satzung und Empfehlung der Quoten des Verwaltungsapparates bringt."

Der Vorstand bedankte sich beim ausgeschiedenen Kollegen Frank Sperling. (cw)



#1 Julian SAnonym
  • 24.10.2021, 09:52h
  • "Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V. sucht eine Annäherung an Glaubensgemeinschaften."

    Was soll das?
    Was haben wir mit "Glaubensgemeinschaften" zu tun?

    Wir haben es nicht nötig, uns irgendwo anzubiedern. Noch dazu, da die meisten Religionen uns ablehnen und nur dort Kreide fressen, wo es aus strategischen Gründen sinnvoll ist. Aber wie die wirklich jenseits schöner Reden denken und handeln, zeigen die immer wieder.

    Aber selbst wenn das nicht so wäre:
    was haben wir mit Fantasy-Fanclubs zu tun, die sich irgendwelche okkulten Riten einfallen lassen, um Menschen gefügig zu machen? Sowas brauchen wir nicht auch noch fördern.
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#2 WadimAnonym
  • 24.10.2021, 10:01h
  • Ich habe den Eindruck, dass die meisten schwule Männer, aber auch viele Frauen an Gott nicht glauben und sogar allergisch der Religion gegenüber sind. Wie ich z.B..
    Aber viel konstruktiver wäre, eine Friedenpfeife zu rauchen als auf dem Kriegsfuß mit jemandem zu stehen oder?
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#3 MiraAnonym
  • 24.10.2021, 10:03h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • Das ist eine sehr beschränkte Weltsicht ... Du wirst es kaum glauben, aber es gibt viele Menschen, die LGBTQ+ sind und dennoch gläubig! Als solcher Mensch kriegt man ohnehin genug Hass ab (insbesondere von der queeren Community selbst, wenn man in keiner toleranten Gemeinde ist, dann natürlich auch noch da) und deshalb ist es wichtig, deutlich zu machen: Ja, nur weil du LGBTQ bist, musst du deinen Glauben - wenn er dir wichtig ist und ein Teil deiner Identität - nicht aufgeben. Es gibt viele tolerante religiöse Gruppen (besonders in drr evangelischen Kirche), denen man sich anschließen kann.

    Also nein, es ist kein "anbiedern" ... Vielleicht würde dir etwas Toleranz auch nicht schaden, nicht jeder religiöse Mensch ist ein Menschenfeind.
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#4 Taemin
  • 24.10.2021, 10:23h
  • Wir brauchen nicht Nähe zu Religionen, sondern Ferne. Wenn gesagt wird, wir müssen Verständigung mit unseren Feinden suchen - worüber soll das Verständigung sein? Wir dürfen uns die üblichen Hassausbrüche anhören und froh sein, dass wie am Ende lebend davon kommen, weil sie nicht mehr Scheiterhaufen anzünden und nicht mehr Steine werfen dürfen. In Deutschland. Woanders schon.
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#5 DestroyaAnonym
  • 24.10.2021, 11:01h
  • Na ja, ich rechne mal damit, dass nicht mit Vertetern und Organisationen heidnischer Religionen, die öfter queere Menschen akzeptieren und aufnahmen in Kontakt getreten wird, sondern wieder mit den üblichen abrahamitischen verdächtigen versucht wird, einen Bund zu schmieden.

    Dabei lassen die abrahamitischen Schriften sich nicht ändern und sie sind eben homo und transphob, egal wie man es versucht zu drehen.
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#6 TierfreundAnonym
  • 24.10.2021, 11:34h
  • Antwort auf #3 von Mira
  • Und du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es gibt eine Menge LGBTIQ+-Menschen, die ein Haustier haben. Gibt es jetzt vertiefte Zusammenarbeit des CSD mit Hundezüchtervereinen?
    Nein. Offenbar wissen die queeren Haustierhalter, dass man den CSD nicht für eigene Interessen, die nichts mit dem CSD zu tun haben, missbrauchen sollte.
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#7 WahrheitIstRelativAnonym
  • 24.10.2021, 11:40h
  • Wichtig ist es, Unterschiede zu machen. Die Fundis tun sich immer hervor und wir sollten dann nicht alle über einen Kamm scheren. Wir wollen ja auch nicht, dass die Community nur durch diejenigen auffällt, die am lautesten schreien! Es stimmt zwar, dass sich nicht viel rütteln lässt an dem, was zB in der Bibel steht, aber es gibt halt Gläubige, die dass auch für überholt bzw falsch halten. Die durchaus finden, dass da Menschen ihre damalige Denkweise haben mit einfließen lassen und die trotzdem gläubig sind. Die versuchen, ihren Glauben an das Gute und die oft nicht so guten Passagen in der Bibel miteinander zu arrangieren ohne den Glauben aufgeben zu müssen. Wie wäre es damit : Wir sind Menschen, die denken und Entscheidungen im Bezug auf Gut und Böse treffen sollen. Vielleicht SOLLEN wir auch garnicht alles in der Bibel unreflektiert übernehmen, sondern es als ein Werk von Menschen sehen, dass sich mit Gut und Böse befasst und ständig überprüft, erweitert, überarbeitet werden muss? Nicht zurücklehnen und einfach machen, was da steht, sondern in Frage stellen, selber denken, daran arbeiten. Genau DAS passt eigentlich auch zu den Grundsätzen der Bibel bzw den Anspruch den Gott an die Menschen stellt. Kein Engel, kein Teufel, sondern ein Mensch, der sich entscheiden kann! Und bevor wieder jemand von Verrückten redet, die an einen alten Mann, der auf einer Wolke sitzt glauben. Das ist schon etwas symbolischer. Viele glauben an Gott als das Gute in einem drin, für das man sich entscheidet das richtige zu tun. Und viele glauben garnicht an die Bibel und noch weniger an die Kirche, aber sie wollen halt auch Gemeinsamkeiten und eine Art "Community".
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#8 DamienAnonym
  • 24.10.2021, 11:40h
  • Offenbar geht es nicht darum, sich gegen die fortwährenden Angriffe und Diffamierungen durch Religionsvertreter ernsthaft zu wehren, sondern "Das Thema Religion in der LGBTTIQA Community wird vertieft."
    Aber seitdem es die "Schwulen in der AfD" gibt, wundert mich gar nichts mehr.
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#9 RuntAnonym
  • 24.10.2021, 11:46h
  • Einige Kommentare, die hier schreiben "Was haben wir mit Religion zu tun" grenzen - bewusst oder unbewusst diejenigen queeren Menschen aus, die sich einer Religion zugehörig fühlen oder die - wie oft in migrantischen Kontexten, aber nicht nur dort - aus sozialen und familiären Zusammenhängen kommen, in denen Religion in allen Facetten von Identität, Heimat, sozialer Praxis, bis hin zu Einengung und Unterdrückung aus dem sozialen Leben nicht wegzudenken ist.

    Es st außerordentlich wichtig, die Existenz dieser queeren Menschen und ihre Belange und Ideen zumindest wahrzunehmen.
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#10 FennekAnonym
  • 24.10.2021, 11:53h
  • Religion basiert prinzipbedingt auf Unterdrückung und Bevormundung. Anders kann Religion gar nicht funktionieren, als dass man Menschen Angst macht und ihnen dann Erlösung verspricht, wenn sie brav folgen.

    Solche erfundenen Konstrukte braucht kein Mensch. Da sollte man sich nicht anbiedern, sondern deren Methoden eher entlarven.
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