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"BamS"-Interview

Hella von Sinnen und Jürgen Domian waren "ineinander verliebt"

Die beiden queeren Promis sind gemeinsam in einer kleinen Stadt aufgewachsen – und haben gemeinsam unter deren Spießigkeit gelitten.


Auf Instagram wirbt Hella von Sinnen schon mal für Jürgen Domian Talkradio-Sendung (Bild: Instagram / _juergendomian_)

  • 25. Oktober 2021, 07:53h 3 2 Min.

Die beiden TV-Stars Hella von Sinnen (62) und Jürgen Domian (63) haben in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" erklärt, dass sie während der Schulzeit im Gummersbach bei Köln Gefühle füreinander entwickelt hätten. "Sag ruhig, wir haben uns ineinander verliebt!", erklärte von Sinnen, woraufhin Domian antwortete: "Auch das sogar."

Weiter sagte die offen lesbische frühere "Alles Nichts Oder?!"-Moderatorin: "Ich bildete mir als lesbisches Mädchen immer noch ein, ich könnte vielleicht doch bisexuell sein." Domian sei ein Junge gewesen, der "einfach anders war als alle anderen". Die Beziehung sei aber "ohne Erotik im eigentlichen Sinn" gewesen. "Ich wollte ja körperlich nix von dir", so von Sinnen.

"Unter unerträglicher Spießigkeit in Gummersbach gelitten"

Der bisexuelle Domian erklärte dagegen, dass es sich um eine "fast schon erotische Freundschaft" gehandelt habe, bei der er sich sehr wohl gefühlt habe. "Wir hatten eine Atmosphäre der absoluten Offenheit", so Domian. Weiter meinte der Autor, Journalist und Moderator, dass er und von Sinnen gemeinsam "unter dieser unerträglichen Spießigkeit in Gummersbach gelitten" hätten. "Wir waren – im positiven Sinne – zwei Außenseiter", so Domian. Während von Sinnen der "Gummersbacher Bodenständigkeit" auch positive Aspekte abgewinnen könne – sie sei deshalb "auf dem Boden" geblieben – sieht das Domian anders: "Bis zu meiner Gymnasialzeit war ich, besonders in der Hauptschule, übelsten Demütigungen und Diskriminierungen ausgesetzt, eben weil ich aus der Unterschicht kam. Ich weine Gummersbach jedenfalls keine Träne nach."

Jürgen Domian ist derzeit in der WDR-Show "Domian live" zu sehen, Hella von Sinnen in der Sat.1-Spielshow "Genial oder Daneben". (cw)

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#1 GoodTimesAnonym
  • 25.10.2021, 10:24h
  • Ach Hella, ach Jürgen,
    als TV und Radio noch authentisch waren und ein guter, schlagfertiger Moderator das Herz einer Sendung.
    Für viele heutige Formate seid Ihr überqualifiziert und ich seh Euch seltener als mir lieb ist.
    Schön über Euch was zu lesen.
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#2 StaffelbergblickAnonym
  • 25.10.2021, 10:42h
  • "besonders in der Hauptschule, übelsten Demütigungen und Diskriminierungen ausgesetzt, eben weil ich aus der Unterschicht kam" Jo an solche Momente kann ich mich auch erinnern. Es waren weniger Demütigungen oder Diskriminierungen im heutigen Sinne, aber aufgrund der prekären finanziellen Familienhintergründe wurden diese Mitschüler mit "Stinker" usw. gemobbt. Die kamen halt in der Nachkriegszeit nicht so häufig mit neuen sauberen Klamotten zur Schule.
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#3 zundermxeAnonym
  • 25.10.2021, 16:28h
  • Die beiden hatten damals das Glück sich zu finden und zu haben. Was sicherlich bis heute leider nicht für alle vergleichbar möglich ist.

    Mir gefällt sehr, dass Jürgen klar äußerst, wie er über damals empfindet und denkt. Eben nicht mit zeitlicher Distanz in eine Lobhudelei verfällt um etwa Herkunft und Leute zu (ver-) schonen.

    Mein bester Freund war in diesen jungen Jahren auch meine Freundin. Wobei wir beide komischerweise irgendwie ganz selbstverständlich nie in Versuchung waren eine erotische Verbindung zu sehen oder nach außen darzustellen.
    Erst Jahre später haben wir, längst räumlich getrennt voneinander, realisiert, dass wir beide jeweils homo sind. Was mich für uns beide bis heute mächtig freut weil es aus dieser Zeit und den Umständen keine selbstverständliche oder leichte Entwicklung gewesen ist.
    Tiefste rheinische Provinz halt - hoffe sehr, dass dies mittlerweile eine reine Vergangenheitsbeschreibung ist.
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