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Hörtipp

Wie queer ist Hölderlin?

In seinem neuen Podcast setzt sich der Hölderlinturm mit der Frage auseinander, wie queer der deutsche Dichter Friedrich Hölderlin wohl eigentlich war. Zu Wort kommt auch queer.de-Autor Erwin In het Panhuis.


Friedrich Hölderlin auf einer Pastell-Zeichnung aus dem Jahr 1792 (Bild: Franz Carl Hiemer)

  • 25. Oktober 2021, 17:13h, noch kein Kommentar

In seiner zweiten Lebenshälfte war Friedrich Hölderlin (1770-1843) zur Pflege im Haushalt von Ernst Zimmers in einer Turmstube oberhalb des Neckars untergebracht. Heute ist in diesem Turm das Museum Hölderlinturm untergebracht, dass regelmäßig sogenannte Turmgespräche öffentlich anbietet: Das sind Lesungen, Podcasts und Interviews, die sich mit Hölderlin, seinen Werken und der Literatur der Gegenwart auseinandersetzten. Das aktuelle Turmgespräch hat das Thema "Wie queer ist Hölderlin?".

Zu diesem Podcast schreibt der Hölderlinturm auf seiner Homepage:

Schon Ende des 19. Jahrhunderts zählte Hölderlin zu den Identifikationsfiguren der frühen Homosexuellenbewegung. Auszüge aus seinem Roman "Hyperion" und ausgewählte Gedichte wurden in homosexuelle Anthologien aufgenommen und auch seine eigene Biografie daraufhin befragt. Immerhin: Als Autor blieb Hölderlin Zeit seines Lebens ein Außenseiter, der mit seinen Werken nicht in der Mitte der Gesellschaft ankam. Sein Romanheld Hyperion verliebt sich nicht nur in die anmutige Diotima, er schwärmt ebenso für den Freiheitskämpfer Albanda, für die Natur und Kultur, für Alles, was lebt. Wie queer also ist Hölderlin? Ein Podcast über Geschlechteridentitäten, Rollenklischees, Zuschreibungen und unkonventionelle Lebensentwürfe.

Veröffentlicht zur Queeren Woche Tübingen


Der Hölderlinturm in Tübingen (Bild: Felix König / wikipedia)

Im Rahmen dieses Podcastes, der vom Hölderlinturm zur Queeren Woche Tübingen veröffentlicht wurde, sind zu hören: Barbara Dölemeyer (Rechtshistorikerin aus Bad Homburg), Matthias Ehm (Koordinator der Queeren Woche Tübingen), Laura Guhl (Dramaturgin am Landestheater Tübingen), Justin Hibbeler (Schauspieler am Landestheater Tübingen) und Insa Jebens (Schauspielerin am Landestheater Tübingen) sowie Erwin In het Panhuis (Bibliothekar und Autor auf queer.de).

Auf Erwin In het Panhuis wurde der Hölderlinturm aufmerksam, weil dieser zum 250. Geburtstag des Künstlers am 20. März 2020 den Artikel "Zitternde Urningsherzen: Wie schwul war Hölderlin?" auf queer.de veröffentlichte. (cw)