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m/w/d im Himmel

Ein Gender­sternchen für Gott?

Die Katholische junge Gemeinde stört sich daran, dass viele Menschen bei Gott sofort an einen alten weißen Mann mit Bart denken – und diskutiert deshalb neue Schreibweisen.


Das angebliche Schöpferwesen soll ein queeres Update bekommen (Bild: "Family Guy" / Fox)

Ein katholischer Verband will Gott künftig möglicherweise mit Gendersternchen schreiben. Die Schreibweise wäre dann "Gott*". Eine andere Option, die derzeit diskutiert wird, ist "Gott+", also mit einem Pluszeichen, das aber auch als Kreuz gelesen werden könnte. All das solle deutlich machen, dass Gott nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne.

"Wir haben noch keine Beschlusslage dazu, aber wir wollen auf jeden Fall etwas ändern", sagte Rebekka Biesenbach, die Geistliche Bundesleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Die Leitfrage ist: Was können wir tun, um das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild in die Vielfalt zurückzubringen, die es verdient?"

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Entscheidung soll frühestens im Frühjahr 2022 fallen

In gesprochener Sprache könnte man das Sternchen oder das Plus gegebenenfalls mitsprechen, so Biesenbach. "Darüber bilden wir uns derzeit noch ein Urteil." Entscheidungen könnten bei der nächsten Bundeskonferenz Ende März/Anfang April in Odenthal im Bergischen Land fallen.

In der katholischen Kirche gibt es mehrere große Jugendverbände. Die KjG vertritt nach eigenen Angaben etwa 80.000 Mitglieder im Alter von etwa 9 bis 25 Jahren. (cw/dpa)

-w-

#1 IndraRuppAnonym
#2 LegatEhemaliges Profil
  • 29.10.2021, 09:09h
  • Antwort auf #1 von IndraRupp
  • In der Bibel ist Gott ganz klar als Patriarch, eben der HERR, angelegt und ein * macht diese Phantasiegestalt auch keinen Millimeter mehr wahr.
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#3 RuntAnonym
  • 29.10.2021, 09:47h
  • Antwort auf #2 von Legat
  • Ja, man kann Gott und Gottesdarstellungen der religiösen Kunst und Literatur zurechnen. An ihnen ist ganz gut ablesbar, wie die Machtverhältnisse zu bestimmten Zeiten waren, weil Gott immer mit Attributen der jeweils stärksten Macht dargestellt ist.

    Auch in der Bibel sind die "Darstellungen" Gottes nicht einheitlich, weil die Texte ja über Jahrhunderte von verschiedenen Schreibern un dSchreiberinnen ?erstellt wurden und verschiedene Mythen in sich vereinen. Am nächsten zu einem androgynen Gottesbild ist vielleicht eine der beiden Schöpfungsgeschichten in der das Ebenbild Gottes der zweigeschlechtliche Mensch ist.

    In der katholischen Kirche wurde der Mangel an Weiblichkeit im Gottesbild durch die Marienverehrung versucht zu kompensieren.

    Andere Religionen und Konfessionen, gerade neueren Ursprungs neigen eher dazu, die FIgur Gott abstrakter aufzufassen, was oft in der Ablehnung von Bilddarstellungen zum Ausdruck gebracht wird.
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