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Star-Atheist

Richard Dawkins: Trans Frauen sind aus wissenschaftlicher Sicht keine Frauen

In Großbritannien mehren sich die verbalen Angriffe auf trans Personen – von ganz unterschiedlichen Ecken: von der BBC, der Johnson-Regierung und auch von einem der bekanntesten Atheismus-Aktivisten der Welt.


Der britische Professor ist mit Büchern wie "Der Gotteswahn" oder "Die Schöpfungslüge" zu einem der größten Stars des "Neuen Atheismus" geworden (Bild: David Shankbone / flickr)

  • 2. November 2021, 11:16h 38 3 Min.

Der emeritierte Professor Richard Dawkins hat in einem Interview mit "The Sunday Times" (Bezahlartikel) erneut in Zweifel gezogen, dass trans oder intergeschlechtliche Menschen tatsächlich existieren. So erklärte der 80-jährige Bestsellerautor, dass das Konzept "Rasse" viel eher ein "menschliches Konstrukt" sei als das Geschlecht. "Die Rasse ist mehr ein Spektrum", so Dawkins. "Geschlecht auf der anderen Hand ist verdammt binär."

Dawkins sprach unter anderem über die walisische trans Aktivistin Jan Morris, die vor einem Jahr im Alter von 94 Jahren gestorben war. "Sie fühlte sich als eine Frau, die in einem Männerkörper gefangen war." Er denke, dies sei zwar ein "echtes Phänomen", und attestierte, dass er "Mitgefühl" habe. Aber: "Wenn trans Leute darauf bestehen, dass sie Frauen sind, dann definiert man etwas um. Wenn man eine Frau als Mensch mit XX-Karyotyp bezeichnet, dann ist sie keine Frau. Wenn man Frau als etwas definiert, das sich als Frau fühlt und vielleicht eine Operation hatte, dann ist es eine Frau nach dieser Definition. Aus wissenschaftlicher Sicht ist sie aber keine Frau. Aus persönlicher Sicht ist sie es."

Richtige Ansprache von trans Menschen nur aus "Höflichkeit"

Dawkins erklärte weiter, er benutze gerne die bevorzugten Personalpronomen für trans Menschen aus "persönlicher Höflichkeit". Trans Menschen dürften aber nicht Leute zwingen, sie so anzusprechen. Er sei etwa dagegen, Menschen wie den kanadischen Psychologie-Professor Jordan Peterson "an den Pranger zu stellen". Peterson hatte 2016 in Youtube-Videos erklärt, dass er es ablehne, trans Frauen als Frauen anzusprechen – und wurde so zum Held vieler Konservativer. Auch viele seiner anderen Positionen sind auf Geschlechterklischees ausgerichtet: Der Aufstieg von rechtspopulistischen Bewegungen in den USA oder Europa ist laut dem Professor der Universität Toronto darauf zurückzuführen, dass die Linke Männer "verweiblichen" wolle.

/ jordanbpeterson | Peterson polemisiert seit Jahren gegen trans Menschen – und wird laut Dawkins deshalb "an den Pranger" gestellt
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Im April hatte die Aberkennung von Dawkins Titel "Humanist des Jahres" durch die American Humanist Association (AHA) für Schlagzeilen gesorgt (queer.de berichtete). Die Organisation begründete das mit transphoben Äußerungen des Evolutionsbiologen, "in denen er unter dem Vorwand einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung marginalisierte Gruppen erniedrigt hat".

In der britischen Presse wird derzeit viel über die Akzeptanz von trans Menschen debattiert. So stellte sich die Regierung etwa hinter die transphobe Philosophie-Professorin Kathleen Stock, die nach Protesten ihren Job an der Universität Sussex aufgegeben hatte (queer.de berichtete).

Auch die BBC sorgte für Unmut bei trans Aktivist*innen, als sie auf ihrer Website einen fragwürdigen Artikel veröffentlicht hatte, in dem mit fragwürdigen Quellen wie der LGB Alliance erklärt wurde, dass immer mehr cisgeschlechtliche Lesben von trans Frauen vergewaltigt würden. Gegen den Artikel protestierten auch viele cissexuelle Brit*innen (queer.de berichtete). Der Sender verteidigte aber die Veröffentlichung. In einem an Allerheiligen von einem LGBTI-Aktivisten veröffentlichten Antwortbrief erklärte das BBC-Beschwerdeteam, dass der Artikel ausgewogen sei und die Positionen einordne. (dk)

/ JustifyMyLee
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#1 Sarah_SAnonym
  • 02.11.2021, 12:47h
  • Hmm, ein Artikel Richard Dawkins betreffend. Absatz 2:
    Hmmm, okay ich habe bis jetzt nur trans Frauen gesehen die sich als Frau im Sinne von "Woman" bezeichnen und nicht im Sinne von "female" aber gut weiter.
    "Aus wissenschaftlicher Sicht ist sie aber keine Frau. Aus persönlicher Sicht ist sie es."

    Wenn ich hier "Frau" als "female" übersetze nüchtern technisch betrachtet okay.

    Absatz 3:
    "Dawkins erklärte weiter, er benutze gerne die bevorzugten Personalpronomen für trans Menschen aus "persönlicher Höflichkeit""

    Der Grund ist mir egal, "die gedanken sind frei". Nicht sympathisch aber muss ich im Sinne der Toleranz mit leben.

    "Trans Menschen dürften aber nicht Leute zwingen, sie so anzusprechen."

    Gut, dann darf er mich auch nicht dazu zwingen ihn in Zukunft mit Herr Müller anzusprechen. Mag er sich nicht wünschen aber wenn ich es für richtig halte ist es doch okay, er darf mich ja nicht dazu zwingen. Wenn ein Name nicht ein Konstrukt ist, was dann?

    Wenn jemand nicht die gewünschten Pronomen benutzt ist derjenige eben ein A-Loch und auch die pseudowissenschaftliche Begründung wird das nicht ändern. Herr Müller sollte als Wissenschaftler wissen das man die Klappe hält wenn man keine Ahnung hat und schon die Tatsache das er noch nie etwas von Androgenresistenz gehört hat zeigt das er Null Ahnung hat.
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#2 StarAnonym
  • 02.11.2021, 13:12h
  • Kann es nicht mehr hören, wieso geht es eigentlich immer nur Transfrauen, vergessen alle, dass es auch Transmänner gibt? Wer gibt denen überhaupt das Recht über unsere Existenz zu diskutieren, wir existieren ja schließlich.
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#3 N8Engel
  • 02.11.2021, 13:21hWenden
  • Ist ja ganz einfach, wir halten gebährfähige Vertreter der Spezies Mensch und zeugungsfähige Vertreter der Spezies Mensch in strikter Isolation, verbieten jeglichen Sozialkontakt ind schon funktioniert seine Theorie hervorragend.
    Soziale Strukturen sind halt nur ein Konstrukt und völlig Überflüssig.
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