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Streit um Raubtier-Doku

"Tiger King 2": Carole Baskin verklagt Netflix

Zwei Wochen vor dem geplanten Start der "Tiger King"-Fortsetzung müssen sich Gerichte mit der Netflix-Produktion beschäftigen.


Carole Baskin will in der Fortsetzung von "Tiger King" nicht mehr vorkommen (Bild: Netflix)

  • 2. November 2021, 12:13h - 2 Min.

Tierrechtsaktivistin Carole Baskin, bekannt aus der Netflix-Serie "Tiger King", verklagt laut Medienberichten den Streaminganbieter sowie die Produktionsfirma für ihre Darstellung im Trailer zu "Tiger King 2".

Die Großkatzen-Halterin Baskin habe entsprechende Gerichtsdokumente in Tampa (Florida) eingereicht, berichteten mehrere US-Medien am Montag übereinstimmend. "Tiger King" hatte von Baskins Dauerfehde mit dem schwulen Privatzoobetreiber Joe Exotic erzählt und die Aktivistin damit international bekannt gemacht.

Die von der bisexuellen Baskin und ihrem Ehemann unterzeichneten Freigabeformulare bezögen sich nur auf die ursprüngliche Dokumentation, zitierte das Branchenblatt "Variety" aus den Gerichtsdokumenten. "Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass Royal Goode Production die Rechte für Fortsetzungen, die Rechte für die Erstellung abgeleiteter Werke des Films oder zusätzliche Staffeln oder Episoden gewährt werden", heißt es in der Klage. Den Dokumenten zufolge fordern die Baskins daher, dass Netflix und Royal Goode Productions jegliches Filmmaterial von ihnen aus "Tiger King 2" entfernen.

"Wir haben Goode und Chaiklin gegenüber sehr deutlich gemacht, dass wir weder den Wunsch noch die Absicht haben, an 'Tiger King 2' beteiligt zu sein", teilte Howard Baskin dem Magazin "People" mit. Die Filmemacher*­innen Eric Goode und Rebecca Chaiklin hatten demnach zuvor die Mitwirkung des Ehepaars an der Fortsetzung angefragt.

Geplanter Netflix-Start am 17. November

Die Serie "Tiger King: Murder, Mayhem and Madness" (deutscher Titel: "Großkatzen und ihre Raubtiere") über exzentrische Großkatzen-Liebhaber hatte sich beim Streamingdienst Netflix zu Beginn der Corona-Pandemie innerhalb kürzester Zeit zu einem Riesen-Hit entwickelt. Die Fortsetzung soll am 17. November erscheinen.

/ netflix | Netflix verspricht, dass es in der Fortsetzung von "Tiger King" so viel "Chaos und Wahnsinn" gibt wie in Staffel eins
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In der True-Crime-Miniserie waren mehrere amerikanische Inhaber von Privat-Zoos, die Tiere unter umstrittenen Bedingungen hielten und züchteten, sowie die zwielichtige Tierrechtsaktivistin Baskin vorgestellt worden. Im Mittelpunkt stand dabei der "Tiger King" Joe Exotic, der einen Mörder angeheuert haben soll, um Baskin umzubringen.

Exotic sitzt dafür mittlerweile im Gefängnis. Er hoffte lange auf eine Begnadigung durch Präsident Donald Trump, der im Frühjahr 2020 eine Prüfung angekündigt hatte (queer.de berichtete). Am Ende kam es nicht dazu – Exotic vermutete, dass er "zu schwul" für eine Begnadigung gewesen sei (queer.de berichtete).

Nach der Ausstrahlung sorgte auch Exotics Beziehung mit seinem 34 Jahre jüngeren Ehemann Dillon Passage für Schlagzeilen. Im Frühjahr gab das Paar bekannt, dass es sich scheiden lassen wolle (queer.de berichtete). Nur wenige Monate später präsentierte Passage seinen neuen Freund in der Öffentlichkeit (queer.de berichtete). (dpa/cw)

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