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"Lied für Turin"

Deutscher ESC-Vorentscheid: Allein das Publikum entscheidet

Nach Experimenten mit Expert*innen-Jurys kehrt die ARD für nächstes Jahr wieder dazu zurück, dem Publikum die Wahl des deutschen Beitrags zu überlassen.


Jendrik schaffte es dieses Frühjahr im ESC-Finale immerhin, an der Popnation Großbritannien vorbeizuziehen – und wurde damit Vorletzter (Bild: NDR)

  • 4. November 2021, 13:12h 7 2 Min.

Für den Eurovision Song Contest (ESC) 2022 wird am Ende das Publikum – und keine Jurys – über Deutschlands Beitrag bei dem Musikspektakel entscheiden. Zuschauer*innen und Zuhörer*innen der Dritten Fernsehprogramme und der neun ARD-Radiopopwellen werden im März einen Tag lang die Wahl zwischen fünf Acts haben, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

Wer für den Vorentscheid antritt, wird zwar vorher von einer Jury aus sechs Experten ausgewählt. Das letzte Wort, wer das "Lied für Turin" singt, wird allerdings allein das Publikum haben.

Für den deutschen Vorentscheid waren in jüngster Zeit verschiedene Modelle ausprobiert worden. 2020 und 2021 hatte es für den deutschen Act eine Auswahl durch Jurys ohne Einbindung der Zuschauer*innen gegeben.

Bessere Ergebnisse im ESC-Finale durch Publikumsentscheidung?

Mit der neuen Variante hofft die ARD, Deutschlands Pechsträhne zu beenden. Zuletzt war dieses Jahr in Rotterdam der offen schwule Sänger Jendrik auf Rang 25 und damit auf dem vorletzten Platz gelandet – nur der britische Beitrag wurde im ESC-Finale noch schlechter bewertet. Beim Contest 2019 (vor einer Corona-Zwangspause) hatte das Duo S!sters mit "Sister" ebenfalls nur den vorletzten Platz erwischt, genauso Levina 2017.

Andere waren sogar die absoluten Schlusslichter, zuletzt Jamie-Lee 2016 mit "Ghost". Aus der jüngeren deutschen ESC-Geschichte ragen als Lichtgestalten nur Lena (2010 Platz 1), Roman Lob (2012 Platz 8) und Michael Schulte (2018 Platz 4) heraus.

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Alle Künstlerinnen und Künstler, die für Deutschland beim ESC 2022 auf der Bühne stehen möchten, können sich ab sofort bewerben. Zu den beteiligten Popwellen gehören Antenne Brandenburg, Bayern 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR3 und WDR 2. Fünf Expert*innen der Popwellen bilden mit der Chefin der deutschen ESC-Delegation, Alexandra Wolfslast, die deutsche ESC-Fachjury. Die Juror*innen suchen die ihrer Meinung nach besten fünf Musik-Acts aus. Diese Kandidat*innen stellen sich dann mit ihren Songs im Rahmen eines großen "ARD ESC-Tages" dem Votum des Publikums. Der ESC wird zwischen dem 10. und 14. Mai 2022 im italienischen Turin gefeiert (queer.de berichtete).

/ eurovisionde
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Nach den Worten von ARD-Unterhaltungskoordinator Frank Beckmann ist der geplante Vorentscheid "ein crossmediales Ereignis, wie es in Deutschland nur die ARD auf die Beine stellen kann. Und am Ende entscheidet ganz Deutschland, wer unser Land in Turin 2022 vertritt". (dpa/cw)

-w-

#1 Die_DeaAnonym
  • 04.11.2021, 23:12h
  • Ich stimme für: Macht eure Gaudi mal schön alleine - incl. Bezahlung der TV Sause - und verschont uns mit dem Kulturramsch !
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#2 ZenkimausiAnonym
#3 SebiAnonym
  • 05.11.2021, 09:57h
  • Vor allem sollte man nicht nur auf Musik und Interpreten achten, sondern auch auf die Inszenierung.

    Denn voriges Jahr bei Jendrik war der Interpret toll, der Song war nicht perfekt, aber auch nicht so miserabel, dass es dieses schlechte Abschneiden gerechtfertigt hätte. Aber das große Problem war die Inszenierung. Diese bescheuerte tanzende Hand war einfach nur albern. Und als die dann auch noch versehentlich umknickte und den Zuschauern quasi den Mittelfinger zeigte, war der Drops endgültig gelutscht.

    Wenn sowas bei einer Schulaufführung passiert, lächelt man vielleicht noch milde. Aber wie kann sowas bei einem so durchorganisierten, professionalisierten Event passieren? Da standen zig Experten hinter und die gesammelte Macht der Öffentlich-Rechtlichen. Da muss doch irgendwer sagen "Leute, diese tanzende Hand ruiniert den Auftritt. Die müssen wir weglassen."

    Wie konnte man Jendrik so ins offene Messer laufen lassen?

    Wenn dieselben Leute, die das verantwortet oder zumindest durchgewunken haben, auch in Zukunft über die Inszenierung mit entscheiden, werden kommende Ergebnisse ähnlich ausfallen. Egal wie gut Song und Interpret sind. Denn die Inszenierung ist mindestens genauso wichtig.
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