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Donovanosis

"Fleischfressende" Geschlechtskrankheit erreicht Europa

Mit Donovanosis ist eine sexuell übertragbare Krankheit in Europa aufgetaucht, die bisher in anderen Weltregionen vorkam. Sie erhöht das Risiko einer HIV-Infektion.


Kondome bieten einen größeren Schutz vor einer Infektion (Bild: Love photo created by user3802032 - www.freepik.com)

Einige britische Ärzt*innen warnen vor der neu in Europa auftretenden Geschlechtskrankheit Donovanosis. Zwar sind laut offiziellen Zahlen 2019 nur 30 Fälle in England gemessen worden und im Pandemiejahr 2020 habe es nur weitere 18 Fälle gegeben, wegen des Lockdowns hatten die sexuellen Aktivitäten aber stark abgenommen (queer.de berichtete). Laut den Ärzt*innen gebe es nun die Möglichkeit, dass sich die Zahl der Infektionen inzwischen erhöht habe, heißt es in britischen Medienberichten. Aktuellere Daten zur Verbreitung der durch das Bakterium Klebsiella granulomatis verursachten Erkrankung lägen allerdings noch nicht vor.

Donovanosis ist vor allem in Ländern wie Indien und Papua-Neuguinea und in Zentral- und Nordaustralien verbreitet. Die Erkrankung ist auch bekannt als Granuloma inguinale oder als "fleischfressende Geschlechtskrankheit". Das Wort "fleischfressend" wird verwendet, weil die Erkrankung ausgedehnte Entzündungen, insbesondere im Genitalbereich verursacht, und die Haut absterben lässt.

Nach einer Infektion verspürt man zunächst keine Schmerzen. An jener Stelle, an der die Bakterien in den Körper eingedrungen sind – meist im Genital- oder im Analbereich, manchmal aber auch an anderen Körperstellen – entwickeln sich kleine rötliche Knötchen, die relativ schnell wieder verschwinden. Später kommt es um diese Stelle aber zu Wucherungen, die sich weiter ausdehnen und tellergroß werden können. Ohne Therapie dieser Geschwüre greift die bakterielle Erkrankung das Gewebe an und zerstört es allmählich. Am Ende bleiben dann Narben zurück. Eine Erkrankung erhöht beim Sex auch das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, warnte der britische Chirurg und Universitätsdozent Dr. Karan Rajan.

Besonders Männer zwischen 20 und 40 Jahren sind von der Erkrankung betroffen, die sich aber gut mit Antibiotika behandeln lässt. Sofern die Behandlung früh genug beginnt, muss man keine Narben befürchten. Daher müsse bei einem Infektionsverdacht umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Präventiv kann man sich durch Safer-Sex-Maßnahmen wie das Kondom schützen – allerdings ist dies kein 100-prozentiger Schutz.

Tückisch ist auch, dass der Körper nach einer erfolgreichen Behandlung keine Immunität aufbaut. Sechs bis 18 Monate später kann es dann zu einer erneuten Infektion kommen. (cw)



#1 StaffelbergblickAnonym
  • 04.11.2021, 18:50h
  • Das Granuloma inguinale ist insoweit nicht neu, Das wurde bereite in den 80/90 Jahren im Handbuch der Schwulen Ärzte Berlins aufgeführt.
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#2 aux_Anonym
#3 SebiAnonym
  • 05.11.2021, 09:59h
  • Man kann es gar nicht oft genug sagen:

    Benutzt Kondome!!

    Die schützen vor so viel...

    Oder wenn man das nicht will oder gerade keines hat, kann man sich auch gegenseitig wichsen. Das ist auch schön.
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