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Polizeibericht

Berlin: Maskengegner attackiert schwules Paar – festgenommen

Ein schwules Ehepaar machte einen 39-Jährigen auf die Maskenpflicht in der Berliner U-Bahn aufmerksam – und wurde daraufhin von diesem beworfen, bedrängt und homophob beleidigt.


U-Bahnhof Uhlandstraße in Berlin (Bild: das_sabrinchen / flickr)

Zu Update springen: Weiterer Vorfall in Kreuzberg

Polizeieinsatzkräfte nahmen am Samstagmittag einen Mann in Berlin-Schöneberg fest, der zwei schwule Männer mit Gegenständen beworfen, bedrängt und homophob beleidigt haben soll. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Ehepaar den später Festgenommenen gegen 12.15 Uhr am U-Bahnhof Uhlandstraße in einem Zug der Linie 1 mit einer Geste auf die bestehende Maskenpflicht hingewiesen haben, woraufhin dieser sich zu den beiden 53 und 57 Jahre alten Männern begeben haben soll. Um einer Eskalation der Situation zu entgehen, wechselten die beiden am U-Bahnhof Kurfürstendamm den Waggon.

Der Maskengegner verfolgte das schwule Paar

Der Tatverdächtige soll den beiden gefolgt sein und sie nach dem Ausstieg am U-Bahnhof Wittenbergplatz mit entstempelten Fahrscheinen und einem Feuerzeug beworfen sowie schwulenfeindlich beleidigt haben. Nachdem der Tatverdächtige die beiden Männer im Anschluss auch noch bedrängt haben soll, alarmierten diese die Polizei.

Die Einsatzkräfte nahmen den bis dahin Unbekannten schließlich fest und brachten den 39-Jährigen aufgrund eines bestehenden Haftbefehls wegen Körperverletzung in einen Polizeigewahrsam. Dort wurde der augenscheinlich alkoholisierte Mann erkennungsdienstlich behandelt und anschließend dem Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes übergeben, welcher die weiteren, noch andauernden Ermittlungen führt.

Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)

 Update  08.11.: Weiterer Vorfall in Kreuzberg


Bei einem weiteren Vorfall am Sonntagmorgen in Berlin schließt die Polizei ein schwulenfeindliches Tatmotiv nicht aus. So soll ein Unbekannter in Kreuzberg einem Mann im Streit ins Bein gestochen haben. Der Verletzte meldete sich am Sonntagmorgen in einer Klinik, wie die Polizei mitteilte.

Demnach soll der Angreifer den 40-Jährigen zuvor in der Adalbertstraße aufgefordert haben, den Ort zu verlassen. Als er blieb, soll der Mann ihm mit einem unbekannten Gegenstand am Bein verletzt haben. Anschließend sei er in Richtung Oranienstraße geflüchtet.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Der Staatsschutz ermittelt. (cw/dpa)