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"Wir reden über ein anderes Thema"

Billy Porter bittet Harry Styles um Entschuldigung

Der "Pose"-Star zeigt sich überrascht, welch große Wellen seine Interviewaussage über Harry Styles geschlagen hat – und betont, dass er nichts gegen den Sänger habe. Unterdessen hilft Styles einem Fan beim Coming-out.


Billy Porter in der Latenightshow von Stephen Colbert (Bild: Screenshot / Youtube/CBS)

  • 8. November 2021, 12:48h 5 2 Min.

Der 52-jährige US-Schauspieler Billy Porter hat sich am Donnerstag in der Talkshow "The Late Show With Stephen Colbert" bei Harry Styles entschuldigt. Er betonte, dass er den 27-jährigen britischen Sänger schätze. Der Hintergrund: Porter hatte sich im vergangenen Monat in einem Interview beklagt, dass Styles als erster Mann mit einem Rock auf der Titelseite der amerikanischen "Vogue" abgebildet war. "Alles, was er tun muss, ist weiß und hetero zu sein", so der 52-Jährige damals (queer.de berichtete).

"Harry Styles, ich bitte dafür um Entschuldigung, dass ich deinen Namen in meinem Mund genommen hatte. Es geht nicht um dich", so Porter. "Wir reden über ein anderes Thema. Es geht um die systematische Unterdrückung und das Unsichtbarmachen von nichtweißen Menschen, die etwas zur Kultur beitragen."

"Wir mögen Harry Styles, er ist süß!"

Porter betonte weiter, dass er den britischen Sänger schätze: "Es war nicht böse gemeint. Ich bin ein schwuler Mann. Wir mögen Harry Styles, er ist süß!", so Porter unter dem Gelächter des Publikums. Ferner erklärte der Schauspieler, er sei überrascht gewesen, dass seine Aussage über das ehemalige Boyband-Mitglied in sozialen Medien so viel Reaktionen hervorgerufen hätte.

Im weiteren Verlauf sprach Moderator Stephen Colbert mit Porter unter anderem über seine geschlechtsneutrale Schuhkollektion für Jimmy Choo und seinen positiven HIV-Status. Porter hatte sich erst im Mai als positiv geoutet (queer.de berichtete).

Harry Styles tourt gerade durch die USA. Dort sorgte er für wenigen Tagen für Schlagzeilen, als er einer Besucherin bei ihrem Coming-out half.

Studentin McKinley McConnell, die beim Konzert in Milwaukee im 17.000 Menschen umfassenden Publikum ganz vorne stand, zeigte ein Schild mit der Aufschrift: "Meine Mama ist im Sektor 201. Hilf mir, mich bei ihr zu outen." Styles ging auf sie zu und fragte: "Was willst du deiner Mutter sagen?" Als sie sich zögerlich zeigte, bot er ihr an, die Aufgabe für sie zu übernehmen. Daraufhin sagte er laut: "Lisa, sie ist lesbisch." Die Bildschirme zeigten dabei die Mutter, die ihrer Tochter ein Küsschen zuwarf. McConnell teilte das Gespräch später auf Twitter. (dk)

/ intothexxlight
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#1 audeasAnonym
  • 08.11.2021, 14:00h
  • Da weist ein Mann of color auf herrschende Diskriminierungsstrukturen in unserer Gesellschaft hin und natürlich wird er augenblicklich in bester Täter*innen-Opfer-Umkehr Manier zugebombt mit dem Widerstand weißer Zerbrechlichkeit.
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#2 Kenshiro
  • 08.11.2021, 14:43hBerlin
  • Antwort auf #1 von audeas
  • Naja Harry Styles ist aber das falsche oder nicht gelungenes Beispiel. Styles hat außerdem unter jungen Leuten, auch queeren, eine sehr große Anhängerschaft die sofort Sturm laufen wenn man ihn kritisiert. Deswegen kann ich Porters Verwunderung nicht ganz nachvollziehen. Ob Styles jetzt bewusst queerbating betreibt, kann man ja zu Frage stellen.
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#3 mind_the_gapEhemaliges Profil
  • 08.11.2021, 16:24h
  • Antwort auf #1 von audeas
  • So auch geschehen im letzten Artikel zu dem Thema hier:

    www.queer.de/detail.php?article_id=40267

    Mindestens 2/3 der Kommentare gegen Billy.
    Keine Empathie, keine Solidarität. Fällt natürlich leicht, wenn die betroffene Person nicht der eigenen peer group angehört, man selbst sich also nicht betroffen fühlt.

    Das Motto "Mir geht's doch gut - wie jetzt? Andere haben Probleme? Na, ich hab' damit jedenfalls nichts zu tun!" greift immer mehr um sich. Typisch eiskalte neoliberale Denke halt: "Wenn jede_r sich um sich selbst kümmert, ist schließlich an alle gedacht."

    Ich komme mit dieser Einstellung einfach nicht klar.
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