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Orlando
Homophobie: Mann im Rollstuhl setzt "Pulse"-Gedenkstätte in Brand
Ein mutmaßlicher Homo-Hasser beschädigte die Gedenkstätte für Opfer des "Pulse"-Massakers. Jetzt wird der Täter mit Hilfe eines Überwachungsvideos gesucht.

Der Unbekannte beschädigte die "Pulse"-Gedenkstätte (Bild: Screenshot / Facebook/OnePulse Foundation)
- 9. November 2021, 09:34h - 2 Min.
Die OnePulse Foundation, eine Stiftung zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags auf einen queeren Club 2016 in Orlando mit 49 Toten, hat am Samstag das Video eines Brandanschlags auf eine zentrale Gedenkstätte veröffentlicht. Der Anschlag auf das provisorische "Pulse Memorial" neben dem Tatort des Massakers hatte sich bereits am 12. Oktober zugetragen, einen Tag nach dem internationalen Coming Out Day. Der Täter ist bislang immer noch nicht identifiziert worden.
Auf dem von Videoüberwachungskameras aufgenommen Material ist mutmaßlich ein Mann zu sehen, der sich gegen 20.25 Uhr im Rollstuhl der Gedenkwand näherte (ab 2.30 Minuten). Offenbar mit einem Feuerzeug setzte er unter anderem ein Wandgemälde in Brand, das die 49 Opfer zeigte. Bis heute sind die Spuren des Brandanschlags an der Gedenkstätte zu sehen.
Die Stiftung hofft, mit dem Video Hinweise auf die Identität des Mannes zu finden. Jede Person, die den Mann zu kennen glaube, solle sich an die Polizei von Orlando wenden.
Joél Junior Morales vom LGBT+ Center Orlando erklärte gegenüber dem Lokalsender WESH 2, wie schmerzhaft der Anschlag gewesen sei: "Es ist herzzerreißend und niederschmetternd, wenn so etwas an einer Stätte passiert, an der Menschen ihren getöteten Liebsten gedenken." Auch fünf Jahre nach dem Terroranschlag würden immer noch täglich Menschen diese Gedenkstätte besuchen.
/ pulseorlandoVisit the Pulse Interim Memorial with us today from the comfort of your own home. To enjoy the full interactive tour visit https://t.co/FXGeISZljS pic.twitter.com/bsvoiDCxMp
Pulse Orlando (@pulseorlando) September 22, 2021
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Der Täter des Massakers, ein 29-jähriger islamistischer Amerikaner, war in der Tatnacht bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Seine Witwe wurde verdächtigt, ihrem Mann bei der Planung geholfen zu haben. Sie wurde allerdings im März 2018 von einer Geschworenenjury freigesprochen (queer.de berichtete).
Im Juni dieses Jahres ernannte der Senat kurz vor dem fünften Jahrestag des Anschlags das "Pulse" zum Nationaldenkmal (queer.de berichtete). Damit kann die Erinnerung an die Tat mit Bundesmitteln gefördert werden. Andere bekannte "National Memorials" sind Mount Rushmore oder das Jefferson-Memorial. Aber auch an Opfer anderer Terroranschläge wird so erinnert: In Ohio gibt es etwa ein Denkmal für David Berger, einen 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Palästinensern ermordeten israelisch-amerikanischen Gewichtsheber. (dk)















