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"Große Freiheit"
Europäischer Filmpreis: Franz Rogowski für schwule Rolle nominiert
Das Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" räumt weiter ab: Nach einer Auszeichnung in Cannes kann sich der Hauptdarsteller des Films nun Hoffnungen auf den Europäischen Filmpreis machen. Außerdem ist ein feministischer Horrorfilm als bester Spielfilm nominiert.

Franz Rogowski spielt die Hauptrolle bei "Große Freiheit" (Bild: FreibeuterFilm)
- 9. November 2021, 12:33h - 2 Min.
Der deutsche Schauspieler Franz Rogowski ("In den Gängen", "Transit") ist für den Europäischen Filmpreis nominiert worden. Der 35-Jährige wird für seine Rolle im österreichisch-deutschen Drama "Große Freiheit" vorgeschlagen. Die Europäische Filmakademie gab die Nominierungen am Dienstag in Sevilla bekannt.
/ EuroFilmAwardsThe nominations for European Actor 2021 are:
European Film Awards (@EuroFilmAwards) November 9, 2021
Yuriy Borisov in COMPARTMENT NO. 6
Anthony Hopkins in THE FATHER
Vincent Lindon in TITANE
Tahar Rahim in THE MAURITANIAN
Franz Rogowski in GREAT FREEDOM#europeanfilmawards pic.twitter.com/ekRZHJyEGM
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Rogowski spielt in dem Film den schwulen Hans, der wegen seiner Homosexualität im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraf 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, der von Berlinale-Gewinner Georg Friedrich ("Helle Nächte") dargestellt wird. Eine weitere Hauptrolle spielt Nachwuchsstar Thomas Prenn – der 27-jährige Südtiroler schlüpft in die Rolle von Oskar, der seine erste große Liebe mit Hans erlebt und dafür im Gefängnis sitzt. Der deutsche Kinostart ist für den 18. November vorgesehen, einen Tag später soll der Film auch in Österreich anlaufen.
Der Film des österreichischen Regisseurs Sebastian Meise ist auch der österreichische Bewerber für den Auslandsoscar (queer.de berichtete). "Große Freiheit" war bereits im Juli beim Filmfestival in Cannes mit einem Jury-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).
Die Auszeichnungen zum Europäischen Filmpreis werden am 11. Dezember in Berlin verliehen. Chancen hat auch die deutsche Regisseurin Maria Speth – ihr Film "Herr Bachmann und seine Klasse" ist als bester europäischer Dokumentarfilm nominiert. Darin begleitete sie über längere Zeit einen ungewöhnlichen Lehrer und dessen Schulklasse.
Der Europäische Filmpreis gilt als europäisches Pendant zum amerikanischen Oscar. Er wird in der Regel abwechselnd in Berlin und einer anderen europäischen Stadt verliehen.
Auch "Titane" nominiert
Als bester Spielfilm sind diesmal fünf Titel nominiert. Im Rennen ist dabei der Cannes-Gewinnerfilm "Titane", ein feministischer Horrorfilm. In der französisch-belgischen Produktion hat Protagonistin Alexia (Agathe Rousselle) Sex mit Autos, wird zur Serienmörderin und gibt sich schließlich als Junge aus, um der Polizei zu entkommen. "Titane" ist außerdem für die beste Regie sowie für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin nominiert.
Außerdem kann sich "The Father" Hoffnungen auf den Preis als bester Spielfilm machen. Hier stellt Anthony Hopkins einen Mann dar, der an Demenz erkrankt ist – der Oscar-Preisträger ist ebenfalls als bester Schauspieler vorgeschlagen. Auch als bester Spielfilm nominiert sind die Dramen "Compartment No. 6" und "Quo Vadis, Aida?" sowie "Die Hand Gottes" des italienischen Filmemachers Paolo Sorrentino. (dpa/cw)
/ EuroFilmAwardsThe nominations for European Film 2021 are:
European Film Awards (@EuroFilmAwards) November 9, 2021
COMPARTMENT NO. 6 by Juho Kuosmanen
QUO VADIS, AIDA? by Jasmila bani
THE FATHER by Florian Zeller
THE HAND OF GOD by Paolo Sorrentino
TITANE by Julia Ducournau#europeanfilmawards pic.twitter.com/vOsxEi3M8a
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