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Billie Holiday ein Denkmal gesetzt
Mit "Billie – Legende des Jazz" zeichnet Regisseur James Erskine das bewegende Porträt einer Sängerin, deren kurzes Leben durch ihre spektakulären Shows, Exzesse und den Willen zur Rebellion gekennzeichnet war.

Billie Holiday auf der Bühne (Bild: Prokino/ Getty / Michael Ochs Archives / REP Documentary / Marina Amaral)
- 11. November 2021, 07:27h - 2 Min.
Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt: Jahrzehnte vor der #BackLivesMatter-Bewegung lieferte Billie Holiday mit ihrem Song "Strange Fruit" den Soundtrack für die Bürgerrechtsbewegung der amerikanischen People of Colour. Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch. Als erste Schwarze Frau in einer weißen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte.

Poster zum Film: "Billie – Legende des Jazz" startet am 11. November 2021 im Kino
In den späten 1960er Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biografie über die amerikanische Jazz-Legende mit Größen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie Holiday wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete. Die ganze Wahrheit über die queere Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er Jahren unter ebenso tragischen Umständen, wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959.
In seinem Dokumentarfilm "Billie – Legende des Jazz" verknüpft der britische Regisseur James Erskine aufwändig restauriertes Archivmaterial und die bisher ungehörten Tonbandaufnahmen von Linda Kuehl mit den Aufzeichnungen der wichtigsten Bühnenauftritte von Billie Holiday. Zum ersten Mal sieht man "Lady Day" hier in Farbe: Mit "Billie" zeichnet Erskine das bewegende, vielschichtige Porträt einer Sängerin, deren kurzes Leben durch ihre spektakulären Shows, Exzesse und den Willen zur Rebellion gekennzeichnet war. Zu Wort kommt auch die Schauspielerin Tallulah Bankhead, mit der Holiday eine lesbische Affäre hatte.
Ein Film, der der bedeutenden US-amerikanischen Jazz-Sängerin ein Denkmal setzt.
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Billie – Legende des Jazz. Dokumentarfilm. Großbritannien 2020. Regie: James Erskine. Mit den Stimmen von Billie Holiday, Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie. Laufzeit: 97 Minuten. Sprache: englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Verleih: Prokino. Kinostart: 11. November 2021
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01:45h, arte:
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