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American Football
Homofeindliche Mails geleakt: Gruden verklagt NFL
Jon Gruden wetterte in E-Mails u.a. gegen "faggots" und trat deswegen vor einem Monat als Trainer der Las Vegas Raiders zurück. Nun sieht er sich als Opfer von "Rufmord im Sowjet-Stil".

Jon Gruden beklagt eine "bösartige und orchestrierte Kampagne" (Bild: Las Vegas Raiders)
- 13. November 2021, 08:11h 2 Min.
Einen Monat nach seinem Rücktritt als Cheftrainer der Las Vegas Raiders verklagt Jon Gruden die American-Football-Profiliga NFL und ihren Commissioner Roger Goodell auf Schadenersatz. Das geht aus einem Statement hervor, das sein Anwalt Adam Hosmer-Henner am Freitag (Ortszeit) herausgegeben hat. Demnach wäre Grudens private Korrespondenz "selektiv geleakt" worden, um seinen Ruf zu schädigen und ihn aus seinem Job zu drängen.
/ PGutierrezESPNFormer Raiders coach Jon Gruden is suing the NFL and Commissioner Roger Goodell. A statement from his attorney Adam Hosmer-Henner. https://t.co/IXCFr1gu2S pic.twitter.com/eTefbfHMG2
Paul Gutierrez (@PGutierrezESPN) November 12, 2021
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Der 58-jährige Gruden beklagt "Rufmord im Sowjet-Stil" sowie eine "bösartige und orchestrierte Kampagne", die seine Karriere zerstört habe. Er habe auch einen Sponsoren-Deal und einen Auftritt in einem NFL-Videospiel verloren.
Die NFL wies die Vorwürfe als "völlig unbegründet" zurück, die Liga werde "sich energisch gegen diese Behauptungen verteidigen", so Sprecher Brian McCarthy in einer Stellungnahme.
Rassistische, sexistische und homofeindliche Äußerungen
Anfang Oktober wurde bekannt dass sich der damalige Fernsehexperte Gruden zwischen 2011 und 2018 in E-Mails mehrfach rassistisch, sexistisch und homofeindlich geäußert hatte (queer.de berichtete). Die Nachrichten stammten aus einem Satz von 650.000 E-Mails, die die Liga im Zuge einer Untersuchung der Arbeitskultur beim Washington Football Team gesammelt hatte.
In den Mails nutzte Gruden unter anderem das Wort "Faggot" (Schwuchtel) als Beleidigung. So beschimpfte er in einer Mail den Chef der NFL mit diesem Wort und erklärte, er sei eine "clueless anti football pussy" (in etwa: ein ahnungsloses Anti-Football-Weichei). Außerdem schrieb er abwertend darüber, dass ein Football-Team 2014 mit Michael Sam einen Schwulen engagiert hatte. Sam konnte sich nicht durchsetzen und bestritt kein einziges NFL-Spiel (queer.de berichtete).
Zudem äußerte sich Gruden rassistisch über den afroamerikanischen Chef einer Spielergewerkschaft. Er forderte auch, dass Footballer, die durch Hinknien gegen Rassismus demonstrieren, gefeuert werden sollten. Des Weiteren sprach er Frauen wegen ihres Geschlechts die Befähigung ab, als Schiedsrichterinnen zu arbeiten. Gruden, der 2003 die Tampa Bay Buccaneers zum Super-Bowl-Sieg geführt hatte, war daraufhin wegen des Drucks in Las Vegas trotz eines lukrativen Zehnjahresvertrags zurückgetreten.
Gruden setzte schwulen Spieler ein
Insbesondere die homophoben Äußerungen wurden damals überraschend wahrgenommen, da Gruden mit Carl Nassib den ersten offen schwulen Profi in NFL-Spielen einsetzte (queer.de berichtete). Nach dessen Coming-out im Juni bot Gruden Nassib seine volle Unterstützung an und erklärte: "Ich habe vor langer Zeit gelernt, dass Unterschiede Männer stärker machen." (cw/dpa)
















Solche Menschen behandeln andere wie Dreck. Und wenn das dann bekannt wird und sie Konsequenzen ziehen müssen, fragen sie sich nicht etwa, ob ihr Verhalten falsch war. Sondern dann ist das die Schuld der anderen und sie sind die Opfer.
Solche Leute ticken immer gleich. Die kommen gar nicht auf die Idee, dass der Fehler vielleicht auf ihrer Seite liegen könnte.