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Osnabrück
Transfeindlicher Angriff auf Ausstellung "Gender Piracy"
Eine Ausstellung in Osnabrück will queeren Menschen eine Stimme geben. Unbekannte haben gleich nach der Eröffnung die Fenster des Aussstellungsraums mit einem Slogan besprüht, der geschlechtlichen Minderheiten das Existenzrecht abspricht.

Die Schmierereien wurden nur wenige Stunden nach Eröffnung der Ausstellung "Gender Piracy" angebracht
- 16. November 2021, 12:00h 2 Min.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben mutmaßlich religiös motivierte Unbekannte das Schaufenster des Osnabrücker Kunstraumes hase29 beschmiert. Anlass war offenbar der Start der Ausstellung "Gender Piracy" am Vorabend. "Gott schuf euch als Mann und Frau" war in schwarzer Farbe auf der Scheibe zu lesen.
Performance-Künstler*in und Ausstellungs-Kurator*in Joran Yonis verurteilte die Tat scharf: "Bei dem Graffiti handelt es sich nicht nur um Vandalismus, sondern sein Wortlaut spricht trans*, inter* und nichtbinären Personen ihr Existenzrecht ab. Es ist somit eine transfeindliche Tat, die wir zutiefst verurteilen. Sie ist menschenfeindlich, diskriminierend und hassmotiviert." Die Tat zeige, dass eine Ausstellung wie "Gender Piracy" noch immer wichtig sei. "Queerfeindlichkeit ist in unserer Gesellschaft präsent und darf nicht verharmlost oder verleugnet werden. Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, sich gegen jegliche Art von Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung einzusetzen!"
Die Ausstellung in der niedersächsischen Großstadt hat das Ziel, queeren Körpern einen Raum zu geben und die Stimmen von trans, inter und nichtbinären Personen hörbar zu machen. Die ausstellenden Künstler*innen hinterfragen darin Geschlechtervorstellungen, Körperbilder sowie gesellschaftliche Normen und schlagen neue "Normalitäten" vor. Die gezeigten Arbeiten bestehen aus Fotos, Videos, Malerei und Installationen.
Open Now! Gender Piracy – Zur Dekonstruktion von Geschlecht 13.11.2021 – 15.01.2022
Posted by hase29 on Saturday, November 13, 2021
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Die Ausstellung ist noch bis zum bis zum 15. Januar 2022 im Kunstraum hase29 in der Hasestraße zu sehen. Der Eintritt ist frei, es gilt aktuell die 2G-Regel. Die Ausstellungsräume sind dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Sonn- und Feiertage sowie Montage sind Ruhetage. (dk)















