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- 16. Dezember 2005 1 Min.
Lille (queer.de) - Dem französische Politiker Christian Vanneste droht eine Gefängnisstrafe, weil er Homosexuelle als "Gefahr für die Menschheit" bezeichnet hatte. Die Staatsanwaltschaft in Lille hat nun Anklage gegen den 58-Jährigen erhoben. Sie beruft sich dabei auf ein erst ein Jahr altes Gesetz, das mit Hass erfüllte öffentliche Aussagen gegenüber Schwulen und Lesben unter Strafe stellt. Vanneste ist Abgeordneter der konservativen Regierungspartei UMP in der Nationalversammlung. Dem Philosophie-Professor drohen nun als Höchststrafe eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro sowie sechs Monate Gefängnis. Mehrere französische Homo-Gruppen hatten gegen die Aussagen des Politikers protestiert. Sie argumentierten, der Politiker bereite den Nährboden für antischwule Gewalt. Vanneste hatte bereits mehrfach in der Nationalversammlung gegen Schwule gehetzt, dort genießen Abgeordnete jedoch Immunität. Weil er nun in einem Zeitungsinterview seine Ausführungen wiederholt hatte, konnte die Staatsanwaltschaft einschreiten. Die UMP hat sich bereits von ihrem Abgeordneten distanziert. Vanneste wiederholte nach der Anklage-Erhebung seine Aussagen. Er sagte der Presse, dass Homosexualität "im Vergleich mit Heterosexualität minderwertig ist und im Extremfall eine Gefahr für die Menschheit werden kann." (dk)














