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Einzelkommentar zu:
Girl Band entschuldigt sich für "misgenderten" Namen


#6 Gnurfel42Anonym
  • 17.11.2021, 18:04h
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • > Andererseits ist eine Gruppe Cis-Männer gegenüber weiblichen Musiker*innen aber nunmal durchaus privilegiert, und da hat es schon etwas von Aneignung, wovon sich Angehörige der tatsächlich benachteiligten Gruppe übervorteilt fühlen können.

    Natürlich haben sie eine privilgierte Position, aber es ist doch unglaublich weit hergeholt, aus dem Namen »Girl Band« eine »Übervorteilung« oder gar »Aneignung« lesen zu wollen. Wenn ich deiner Logik folgen würde, müsste die totale Cisnormativität erzwungen werden, da sich nur Männer Männernamen und nur Frauen Frauennamen geben dürften, und Nichtbinäre und alle anderen hätten die goldene Arschkarte gezogen. TERFs würden dir applaudieren.
    Weißt du, welche Gruppe von Menschen sich auch permanent Dinge »aneignet«? Dragqueens und -kings. Legst du dich mit ihnen auch noch an, oder gibst du zu, dass du gerade verkackt hast?

    > Heute wird der Verzicht auf das Treten nach unten dagegen offenbar als unmoralisch empfunden, und stattdessen das forcierte Herumtrampeln auf Leuten eingefordert, die wirtschaftlich vergleichsweise sehr viel schlechtere Chancen haben als eins selbst.

    Also echt jetzt! Wir reden hier vom Namen »Girl Band«. Das ist alles, nur kein »Herumtrampeln auf Leuten«.

    Meiner Meinung nach darf sich die Band nennen, wie sie will (also natürlich auch »Gilla Band«), wenn es nicht volksverhetzend ist. Das ist ihre freie Entscheidung. Ich kritisiere vielmehr den Druck, der von außen kam.

    »Girl Band« ist nicht volksverhetzend, nicht verächtlich machend, nicht abwertend, nichts von alledem. Nein, das einzige »Argument« gegen diesen Namen ist, dass die Band nicht aus »girls« besteht.
    Das ist somit nichts weiter als ein cisnormatives und sexistisches Pseudoargument! Und dass die Bandmitglieder selbst zufällig cis sind, ändert nichts daran, dass das Argument cisnormative Kackscheiße ist.

    Ich bin nicht prinzipell dagegen, Namen zu ändern, wenn sich rausstellt, diese Namen sind sehr verletzend. Ich bin jedoch sehr empfindlich, wenn von außen irgendetwas mit Pseudoargumenten, die an TERF-Logik erinnern, forciert wird.
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