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Gleichstellung

Ehe für alle ab 1. Juli 2022 auch in der Schweiz

Knapp fünf Jahre nach Deutschland und dreieinhalb Jahre nach Österreich stellt auch die Eidgenossenschaft Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleich.


Aktion vor dem Volksentscheid zur Ehe für alle

Nach einer positiven Volksabstimmung gilt die Ehe für alle ab kommendem Jahr auch in der Schweiz. "Gleichgeschlechtliche Paare können ab dem 1. Juli 2022 heiraten oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln", teilte die Regierung am Mittwoch mit. Die Schweiz ist damit eines der Schlusslichter im westlichen Europa. Ab dem Zeitpunkt der Ehe-Öffnung können damit in der Schweiz keine eingetragenen Partnerschaften mehr geschlossen werden.

Bereits im Dezember 2020 hatte das schweizerische Parlament die Öffnung der Ehe mit deutlicher Mehrheit beschlossen (queer.de berichtete). Der Gesetzentwurf musste aber voerst auf Eis gelegt werden, weil Gegner*innen der Gleichbehandlung mit einer Unterschriftenaktion eine Volksabstimmung erzwungen hatten. Diese ging im September mit 64,1 Prozent Zustimmung zur Ehe für alle aus (queer.de berichtete).

Homo-Gegner*innen warben mit weinenden Kindern

Homophobe Aktivist*innen hatten vergeblich versucht, mit Fotos von weinenden Kindern Stimmung zu machen, und argumentiert, das Wohl von Kindern leide in Regenbogenfamilien (queer.de berichtete). Auch die katholische Kirche hatte Stimmung gegen die Gleichbehandlung im Ehe-Recht gemacht (queer.de berichtete).

Als erstes Land in Europa hatten die Niederlande am 1. April 2001 die Ehe für alle eingeführt. Nach der schweizerischen Ehe-Öffnung werden Schwule und Lesben in 17 Ländern des Alten Kontinents heiraten dürfen. In Deutschland wurde die Ehe für alle am 1. Oktober 2017 eingeführt, in Österreich am 1. Januar 2019. Die Ehe für alle gibt es außerdem auch in zwölf nichteuropäischen Ländern.

Das letzte Land, das die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hatte, war das mittelamerikanische Costa Rica. Hier können sich gleichgeschlechtliche Paare seit Ende Mai 2020 das Ja-Wort geben (queer.de berichtete). Dieses Jahr gab es weltweit keine einzige Ehe-Öffnung. (dpa/cw)



#1 LarsAnonym
  • 17.11.2021, 18:10h
  • Super! Dann können auch endlich in der Schweiz Schwule heiraten. Das wurde auch langsam Zeit. Ich freu mich für alle Schweizer.
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#2 anonAnonym
#3 Gnurfel42Anonym
#4 LarsAnonym
#5 Gnurfel42Anonym
  • 17.11.2021, 19:15h
  • Was lange währt, wird endlich gut. Die ganze Propagandamaschine hat nicht funktioniert, und das freut mich sehr. Bei all den Negativschlagzeilen fühlt man sich immer so depressiv, aber langfristig werden wir siegen.
    Es ist aber immer noch erschreckend, wie viele trotzdem mit nein, also FÜR Diskriminierung gestimmt haben. Ich hoffe, die Zahl der Gegner wird langfristig weiter sinken. Der Gedanke, dass Millionen von Schweizer gegen deine legale Ehe sind, ist schon gruselig. Auch, wenn diese Millionen die Ehe ja nicht mehr verhinden können, ist es dennoch verstörend. Aber dabei sagt doch selbst die Bibel, man solle nicht ehebrechen. Also auch nicht die Ehe anderer Leute. Aber seit wann scheren sich Christen schon um die Bibel? *g*

    Die nächste große Etappe dürfte dann die Gleichberechtigung von Menschen in Mehrfachbeziehungen sein. Denn das ist derzeit ein bürokratischer Albtraum. Polyamorie, ein unterschätztes Thema!
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#6 YannickAnonym
  • 17.11.2021, 20:09h
  • Das sind tolle Neuigkeiten.

    Nicht nur für alle Schweizerinnen und Schweizer, sondern für alle Schwulen und Lesben weltweit. Denn jedes weitere Land, das die Ehe öffnet, zeigt anderen Staaten, dass davon nicht die Welt untergeht, sondern dass das sogar von Vorteil ist und zu einem zivilisierten, demokratischen Rechtsstaat dazugehört.
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#7 IsaakAnonym
  • 18.11.2021, 00:20h
  • Antwort auf #5 von Gnurfel42
  • Da die Bibel nur eine sakramentale und keine zivilrechtliche Ehe (die allein ein Produkt der Moderne ist)* kennt, ist das Argument natürlich obsolet. Im Übrigen würde ich in Abrede stellen wollen, Christ*innen scherten sich nicht um die Bibel.

    *Notabene, schauen Sie bei Gelegenheit gerne einmal nach Israel, wo es bis heute nur religiöse Ehen gibt und keine zivilrechtlichen - einfach weil man der Überzeugung ist, das Recht auf Eheschluss sei Angelegenheit der Religionen und nicht des Staates. Das hindert das Land freilich nicht daran, das sexualpolitisch progressivste der Region zu sein.
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#8 KenoAnonym
  • 18.11.2021, 10:49h
  • Antwort auf #7 von Isaak
  • So schwarz weiß ist es ja nun nicht. Natürlich gibt es in Israel jede Menge zivilrechtliche Ehen. Man kann nur keine in Israel schließen. Und selbst bei religiösen Ehen gibt es Probleme: Ist z. B. nur der Vater der Braut Jude, die Mutter aber nicht, gilt die Braut nicht als jüdisch und kann in Israel nicht heiraten. Um diesem Irrsinn zu entkommen, fliegen jeden Monat mehrere Hundert Israelis z. B. nach Zypern und schließen dort eine zivilrechtliche Ehe. Diese wird in Israel natürlich anerkannt. Es gibt also durchaus jede Menge zivilrechtliche Ehen in Israel.
    Seit 2002 kann man in Tel Aviv seine homosexuelle Partnerschaft gsanz offiziell eintragen lassen. Im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen haben Gültigkeit haben. Gleichgeschlechtliche Paare haben Steuerprivilegien wie heterosexuelle Paare sowie das Adoptionsrecht.
    Es könnte also eine Frage der Zeit sein, wann sich der Staat von den Fesseln der Religion befreit.
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#9 Carsten ACAnonym
#10 fredinbkkkAnonym
  • 18.11.2021, 15:33h
  • leider schlechte Nachricht in Thailand :

    das hoechste Gericht hat heute 18-11-2021 die Eingabe zweier Frauen auf Erlaubniss von Eingetr.Partnerschaft oder GG Ehe nach 2 Jahren abgewiesen.
    Es bleibt weiterhin beim Verbot ..nur Mann und Frau koennen heiraten so wolle es das Gesetz...
    dass manche Maenner gleich mehrere Frauen ehelichen oder gar einen grossen Harem haben ..wird von diesen Gesetzen wohl nicht geregelt...
    gilt wohl auch so in Burma,China und Nortkorea und vielen andren Staaten die sich kaum an Menschenrechten orientieren
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