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"Es war ein Fehler"

Eddie Redmayne bereut "Danish Girl"-Rolle

Der britische Schauspieler wurde vor sechs Jahren für seine Darstellung von Lili Elbe hochgelobt. Inzwischen hinterfragt Eddie Redmayne aber, ob er als cis Schauspieler wirklich eine trans Frau hätte spielen sollen.


Eddie Redmayne als Lili Elbe in "The Danish Girl" (Bild: Working Title Films)
  • 22. November 2021, 09:24h 51 2 Min.

Oscar-Preisträger Eddie Redmayne bereut nach eigenen Worten seinen Auftritt als trans Frau im Drama "The Danish Girl". Auf die Frage, ob er die Rolle heute nochmal spielen würde, antwortete er in "The Sunday Times" (Bezahlartikel): "Nein, ich würde das jetzt nicht mehr machen. Ich habe den Film mit den besten Absichten gedreht, aber ich denke, es war ein Fehler", sagte der 39-jährige Engländer.

"The Danish Girl" stammt aus dem Jahr 2015. Der Film von Regisseur Tom Hooper ("The King's Speech", "Cats") erzählt die Geschichte der trans Künstlerin Lili Elbe. Sie steht für ihre Ehefrau, die Künstlerin Gerda, Modell und merkt, dass sie als Frau leben will. Redmayne spielte Elbe, Alicia Vikander gewann für ihre Rolle als Gerda einen Oscar.

Der Film war auch dafür kritisiert worden, dass Redmayne als cissexueller Mann eine transsexuelle Künstlerin spielte. In "The Sunday Times" führte Redmayne die Debatten über das Casting bei Filmen auf mangelnde Repräsentanz zurück: "Viele Menschen haben keinen Stuhl am Tisch", sagte er. Solange es keine Angleichung gebe, würden diese Debatten auch weiterhin geführt werden.

Alicia Vikander zeigt Verständnis für Kritik

Im August hatte Alicia Vikander Redmaynes Darstellung gelobt und Verständnis für die Kritik gezeigt: "Ich habe volles Verständnis für die Kritik, die geäußert wurde, denn wir müssen Veränderungen herbeiführen und dafür sorgen, dass trans Frauen und Männer tatsächlich einen Fuß in die Tür und Arbeit bekommen", sagte sie der Nachrichtenseite Insider.com.

Früher war es an der Tagesordnung, dass trans Personen von cissexuellen Schauspieler*innen dargestellt worden sind, etwa in "Transamerica" mit Felicity Huffman oder dem deutschen Film "Romeos" mit Rick Okon. Inzwischen werden solche Casting-Entscheidungen vermehrt hinterfragt.

2018 forderten trans Aktivist*innen wie Chaz Bono, Laverne Cox und Alexandra Billings in einem offenen Brief, Geschichten rund um trans Personen künftig besser und authentischer zu erzählen (queer.de berichtete). Damals sorgte etwa für Aufregung, dass Superstar Scarlett Johannsson einen trans Mann spielen sollte. Nach viel Kritik zog sich die damals bestbezahlte Schauspielerin der Welt schließlich von dem Projekt zurück (queer.de berichtete). (dpa/dk)

-w-

#1 JSHHAnonym
  • 22.11.2021, 10:38h
  • Es sollte immer die beste Besetzung für eine Rolle ausgewählt werden.

    Warum wäre ein/e Trans-Schauspieler/in per se besser ?!?!?

    Ich kenn den Film. Das war doch eine gute Darstellung.
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#2 HexeAnonym
#3 MoKiAnonym
  • 22.11.2021, 11:35h
  • Antwort auf #2 von Hexe
  • Blödsinn! Es macht gerade den Schauspielberuf aus, dass man sich in Rollen hineinversetzt und diese überzeugend darstellen kann.

    Alles andere dürfte auch schwierig werden.

    Punkt.
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