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Gleichbehandlung

Landeskirche Braunschweig führt Trauung für alle ein

Auch in Braunschweig können evangelische Schwule und Lesben sowie diverse Menschen künftig heiraten. Damit hält nur noch ein Viertel der evangelischen Landeskirchen am Ehe-Verbot fest.


Bei der Landessynode gab die Kirche ein Signal an homosexuelle und diverse Menschen (Bild: Evangelisch-lutherische Landeskirche Braunschweig)

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig hat bei ihrer Herbsttagung am Samstag das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aufgehoben. 34 der anwesenden 37 Synoldalen – also Mitgliedern des Kirchenparlamentes – stimmten für die Gleichstellung. Es gab zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Konkret wurden in der Präambel des Gesetzes über die kirchliche Trauung die Worte "Mann und Frau" entfernt und durch "zwei Menschen" ersetzt. Mit dieser Formulierung will die Kirche auch diversen Menschen gerecht werden – und geht so über die Beschlüsse vieler anderer Landeskirchen hinaus. Konkret heißt es damit nun im kirchlichen Traugesetz (TrauG): "Die Ehe ist eine Gabe Gottes und hat die Bestimmung, das gemeinsame Leben zweier Menschen auf Lebenszeit in gegenseitiger Achtung zu gestalten." Das neue Gesetz wird zum 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Bei der 5. Tagung der 13. Landessynode wurde die Trauung für alle???????? mit 34 von 37 Stimmen beschlossen. Die...

Posted by Evangelische Perspektiven on Friday, November 19, 2021
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Damit sind Eheschließungen – teilweise mit Einschränkungen – ab kommendem Jahr in 15 der 20 deutschen Landeskirchen möglich. Die Landeskirchen Anhalt, Bayern, Schaumburg-Lippe und Sachsen bieten dagegen ausdrücklich nur Segnungen und keine Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare an. Am homosexuellenfeindlichsten verhält sich die Landeskirche von Württemberg: Dort gibt es seit 2020 zwar immerhin eine Segnung – aber nur nach Entscheidung der jeweiligen Gemeinde mit einer Supermehrheit. Laut Zahlen vom Juli haben sich weniger als eine von 20 Gemeinden dazu durchringen können, gleichgeschlechtlichen Paaren einen Segen zukommen zu lassen (queer.de berichtete).

Keine Gegenstimme bei geschlechtergerechter Sprache

Bei ihrer Synode hat die Braunschweiger Kirche außerdem beschlossen, künftig eine geschlechtergerechte Sprache zu verwenden. Diese Antrag wurde von 36 der 37 anwesenden Synodalen angenommen, es gab eine Enthaltung.

DIe Landessynode sprach sich dafür aus, in der Kommunikation künftig eine diskriminierungsfreie, geschlechtergerechte...

Posted by Evangelische Perspektiven on Saturday, November 20, 2021
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Die Landeskirche in Braunschweig gehört mit 360.000 Mitgliedern zu den kleineren Gliedkirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). (dk)