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Norwegen

Pionierin im Kampf für queere Rechte: Kim Friele gestorben

Norwegen trauert um eine lesbische Aktivistin, die sich rund 60 Jahre lang für LGBTI-Rechte engagierte. Auch der Regierungschef würdigt die Pionierin.


Kim Friele wurde 86 Jahre alt (Bild: Jarvin / wikipedia)
  • 23. November 2021, 10:29h, noch kein Kommentar

Sie war Norwegens vorderste Kämpferin für die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten: Die Aktivistin und Autorin Kim Friele ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Sie sei am Montagabend friedlich eingeschlafen, teilte ihre engste Verwandte, Else Hendel, der norwegischen Nachrichtenagentur NTB mit. Hendel ist die Großnichte der der liberal-konservativen Politikerin Wenche Lowzow, mit der Kim Friele verheiratet war, ehe Lowzow 2016 gestorben war. Lowzow und Friele gehörten 1993 zu den ersten Paaren, die die neu in Norwegen eingeführte eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen haben.


Kim Friele 2016 bei einer Veranstaltung mit Kronprinzessin Mette-Marit (Bild: Kongehuset)

Die am 27. Mai 1935 im westnorwegischen Bergen geborene Friele hieß mit Vornamen eigentlich Karen-Christine, wurde aber unter ihrem Spitznamen Kim bekannt. Sie war 1963 eine der ersten Personen, die sich in Norwegen öffentlich als lesbisch outeten. Große Teile ihres Lebens widmete Friele dem Kampf für die Rechte von Homosexuellen. Sie war federführend daran beteiligt, dass der zuvor unter Strafe stehende sexuelle Umgang unter Männern im Jahr 1972 in Norwegen entkriminalisiert wurde. Von 1966 bis 1970 war sie Vorsitzende und von 1971 bis 1989 die Generalsekretärin der queeren Organisation Det Norske Forbundet av 1948.

Für ihren Einsatz wurde Friele mehrmals ausgezeichnet, darunter als Ritterin erster Klasse des Sankt-Olav-Ordens. "Norwegen wäre ohne Kim Friele nicht das Norwegen, das wir kennen, und ich wäre nicht ich gewesen", sagte die ebenfalls lesbische Kultur- und Gleichstellungsministerin Anette Trettebergstuen der NTB.

Twitter / IngvildSolvang | In sozialen Medien trauern viele Menschen um Kim Friele
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Ministerpräsident Jonas Gahr Støre schrieb auf Facebook zu einem Bild mit Friele, er gedenke ihr mit tiefer Dankbarkeit. Sie habe die Gesellschaft freigiebiger und inklusiver gemacht. "Danke für alles, was du warst und alles, was du getan hast, Kim", so Støre. "Wir werden den Kampf fortsetzen, damit mehr Menschen so sind, wie sie sind, und lieben, wen sie wollen. In Norwegen und in der Welt." Dazu veröffentlichte der Sozialdemokrat ein Bild, das ihn mit seiner Ehefrau und Friele zeigt. (dpa/cw)

En bauta har gått bort. Det er med dyp takknemlighet jeg vil minnes Kim Friele, som gikk foran i kampen for homofiles...

Posted by Jonas Gahr Støre on Monday, November 22, 2021
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