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Neuer queerfeindlicher Vorstoß

Russland: Darstellung von Homosexualität bald wie Pornografie eingestuft?

Ein Politiker der Regierungsfraktion will jegliche Darstellung von schwulen oder lesbischen Beziehungen aus Kinos und TV verbannen. Das soll selbst Sendungen betreffen, die ab 18 Jahren freigegeben worden sind.


Witali Milonow hat – hier beim TV-Auftritt in einer Talkshow – sich den Kampf gegen queere Menschen zur Lebensaufgabe gemacht (Bild: Screenshot / Youtube/Perwy kanal)

Witali Milonow, ein Duma-Abgeordneter der Putin-Partei "Einiges Russland", hat am Montag einen Gesetzentwurf angekündigt, der die Darstellung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen in Kinofilmen, im Fernsehen und in Streamingportalen verbieten würde. Im Gespräch mit dem staatlichen Dienst RIA Nowosti erklärte der 47-Jährige am Montag, dass ein derartiger Entwurf derzeit in Bearbeitung sei. Homosexualität soll demnach wie Pornografie behandelt werden.

Als Grund für den Vorstoß nannte Milonow eine Umfrage, wonach eine Mehrheit der Russinnen und Russen die Darstellung von Homosexualität in Filmen ablehnten. "Ich persönlich will das nicht sehen", erklärte Milonow. Zwar sei der Inhalt nicht verboten, müsse aber aus dem öffentlichen Raum verschwinden, selbst in TV-Sendungen, die ab 18 Jahren freigegeben sind.

In Russland ist bereits seit 2013 das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" in Kraft, das jegliche öffentliche Darstellung von Homosexualität verbietet. TV-Sender oder Kinobetreiber*innen konnten dieses Verbot bislang umgehen, wenn sie ihre Sendungen oder Filme als "ab 18" klassifizierten oder Jugendlichen den Zugang verwehrten. Erst vergangene Woche wurde ein TV-Sender wegen "Homo-Propaganda" zu einer Geldstrafe verurteilt (queer.de berichtete). Grund war der Auftritt eines Sängers mit Dragqueens und halbnackten männlichen Models.

Witali Milonow gilt als einer der LGBTI-feindlichsten Politiker in Russland. Er hatte bereits vor zehn Jahren als Kommunalpolitiker in St. Petersburg das erste regionale Gesetz gegen "Homo-Propaganda" initiiert (queer.de berichtete). Seit 2016 ist er Abgeordneter der Duma, des russischen Parlaments. In dieser Funktion sprach er sich immer wieder dafür aus, schärfer gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten vorzugehen. Im Frühjahr forderte er etwa, LGBTI-Aktivismus mit Lagerhaft "im Uranbergbau" zu bestrafen (queer.de berichtete). (dk)



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#1 la_passanteAnonym
  • 24.11.2021, 16:31h
  • Natürlich wieder Milonow, der Hasser vom Dienst. Ist der ne Schrankschwester oder woher kommt das?
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#2 SakanaAnonym
  • 24.11.2021, 16:48h
  • Antwort auf #1 von la_passante
  • Entweder er oder die gruselige Jelena Misulina, die auch in der Duma sitzt und allenthalben einen queerfeindlichen Gesetzentwurf nach dem anderen raushaut.

    Finde den Kontrast einfach nur gerade so krass im Vergleich zu dem KOA-Vertrag, den die Ampel heute vorgestellt hat, mit Bezug zu den ganzen Verbesserungen im queerpolitischen Bereich.
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#3 dellbronx51069Anonym
  • 24.11.2021, 17:12h
  • Mich hätte es gewundert wenn nicht neue Widerwärtigkeiten aus diesem rechtsradikalen Shit****country kommen würde, denn die Mehrheit findet das ja laut Umfragen ok.
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#4 SabsAnonym
  • 24.11.2021, 19:01h
  • Kann ich mir gut vorstellen, dass die "Darstellung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen" für ihn reinster "Porno" ist.
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