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Polizeibericht

Berlin: Homophober Wachmann beleidigt und schlägt Jugendlichen

Vor einem Kaufhaus am Alexanderplatz eskalierte ein Streit zwischen dem Sicherheitsdienst und vier Jugendlichen. Ein 17-Jähriger wurde beschimpft, zu Boden geschlagen und gegen den Kopf getreten.


Der Vorfall ereignete sich vor dem Haupteingang eines Kaufhauses auf dem Berliner Alexanderplatz (Bild: Montecruz Foto / flickr)

Ein Jugendlicher soll am Samstagnachmittag von einem Sicherheitsmitarbeiter eines Kaufhauses in Berlin-Mitte schwulenfeindlich beleidigt und in der weiteren Folge von dem Tatverdächtigen und weiteren hinzugekommenen Mitarbeitern der Sicherheitsfirma geschlagen sowie getreten worden sein. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge sollen gegen 17.45 Uhr vier irakische Jugendliche am Haupteingang das Kaufhaus auf dem Alexanderplatz mit dem 31-jährigen syrischen Sicherheitsdienstmitarbeiter in Streit geraten sein. Hierbei soll der Mitarbeiter einen Jugendlichen in arabischer Sprache homophob beleidigt haben. Während des Streits soll der 31-Jährige den 17-Jährigen an den Kragen gepackt und gegen den Kopf geschlagen haben. Zeitgleich sollen nach Auskunft der Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren weitere Sicherheitsdienstmitarbeiter hinzugekommen sein und die Gruppe geschlagen haben.

Zu Boden geschlagen und gegen den Kopf getreten

Ein Zeuge berichtete später den Einsatzkräften der Polizei, dass der zuvor von dem Sicherheitsmitarbeiter geschlagene Jugendliche zu Boden ging und dort von dem 31-Jährigen gegen den Kopf getreten worden sein soll. Der 17-Jährige wurde dadurch am Kopf verletzt und kam später zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Seine Begleiter erlitten ebenfalls leichte Verletzungen, mussten jedoch zunächst nicht behandelt werden.

Der 31-Jährige zeigte an, dass er ebenfalls geschlagen worden sein soll, blieb aber unverletzt. Die übrigen am Tatgeschehen beteiligten Sicherheitsmitarbeiter waren bei der Anzeigenaufnahme nicht mehr vor Ort. Die Ermittlungen zur Namhaftmachung der Beteiligten dauern an und werden vom Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt der Polizei Berlin geführt.

Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 Lucas3898Anonym
#2 Carsten ACAnonym
  • 28.11.2021, 13:54h
  • >>> "[...] der Mitarbeiter einen Jugendlichen in arabischer Sprache homophob beleidigt haben. Während des Streits soll der 31-Jährige den 17-Jährigen an den Kragen gepackt und gegen den Kopf geschlagen haben.
    [...]
    Ein Zeuge berichtete später den Einsatzkräften der Polizei, dass der zuvor von dem Sicherheitsmitarbeiter geschlagene Jugendliche zu Boden ging und dort von dem 31-Jährigen gegen den Kopf getreten worden sein soll." <<<

    Offenbar ist dieser "Sicherheitsmitarbeiter", der eher Unsicherheit und Gewalt verbreitet, statt für Sicherheit zu sorgen, für diesen Job völlig ungeeignet. Und seine Kollegen, die dazugeeilt sind und mitgeschlagen haben genauso.

    Die sollten von dem Kaufhaus unverzüglich entlassen werden und auch nie mehr in so einem Job arbeiten dürfen. Kein Unternehmen kann es sich leisten, Mitarbeiter zu beschäftigen, die Angst und Schrecken verbreiten und rumpöbeln bzw. sogar aggressiv und gewalttätig werden.
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#3 BockAlsGärtnerAnonym
  • 28.11.2021, 18:16h
  • Ein bekanntes Problem, nicht nur in Berlin. Solche Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen verbreiten z. b. auch in der Berliner U-Bahn teils Gewalt bei der Fahrscheinkontrolle. Warum? Weil die Kleingeister ein Gefühl von Macht bekommen und denken, sie könnten sich so aufführen. Diese Jobs ziehen solche Leute mittlerweile geradezu an.
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#4 dellbronx51069Anonym
#5 DQ24Anonym
  • 28.11.2021, 20:01h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Und wieder zeigt sich die Stimmigkeit des alten Grundsatzes: Gib einem Menschen Macht, und ich sage Dir, welcher Mensch er ist.
    Ungeklärt bleibt für mich die Frage, wie es zu dieser Eskalation gekommen ist? War der Wachmann die Ursache, die Jugendlichen, oder hat es sich hochgeschaukelt?
    Das entschuldigt nicht die Tat des Wachmanns, macht sie aber unter Umständen erklärbar.
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#6 DQ24Anonym
#7 Hirn vom HimmelAnonym
#8 DQ24Anonym
#9 Lucas3898Anonym
  • 29.11.2021, 13:11h
  • Man darf halt nicht irgendjemand solche kritischen Jobs machen lassen.
    Da sollte es schon eine entsprechende Sicherheitsüberprüfung, Verpflichtung zum Grundgesetz und Deeskalationsschulungen geben.
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#10 LotiAnonym