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Kommentare zu:
Schutz für Homo-Hasser*innen: Australien will Gesetz gegen "Cancel Culture" einführen


#1 SakanaAnonym
  • 29.11.2021, 12:09h
  • So ein Gesetz ist mit Abstand das letzte, was Australien im Moment braucht...

    www.youtube.com/watch?v=1FqXTCvDLeo

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    ScoMo sollte sich endlich um die desaströse australische Klimapolitik kümmern, anstatt Diskriminierungen zu schaffen, die sich nur kontraproduktiv auf das australische Zusammenleben auswirken werden. Der Mann war schon von Anfang an komplett deplaciert im Amt.
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#2 thorium222Profil
  • 29.11.2021, 12:22hMr
  • Scott Morrison ist christlicher Fundamentalist und seine Gemeinde predigt auch noch den sog. "Prosperity Gospel". D. h., dass persönliche Anhäufung von Reichtum ein Zeichen des Wohlgefallen Gottes ist, also eine besonders perfide Verdrehung der kolportierten Botschaft Jesu Christi.
    Daher auch seine große Unterstützung der Fossilwirtschaft in Australien, deren Reichtum er unbedingt bewahren will, indem er alles tut, um Kohle und Gas dort am Leben zu erhalten, obwohl gerade Australien absolut perfekte Gegebenheiten besitzt, um schnell und profitabel auf 100 % Erneuerbare umzustellen. Er tut also auch alles, um die wirtschaftliche Zukunft von Australien zu zerstören, während er gleichzeitig das für den Klimawandel massivst anfällige Land weiter in den ökologischen Kollaps treibt.
    Ein weiteres Beispiel dafür, wie extrem gesellschaftsschädlich Religion sein kann und dass es keine Grenzen dafür gibt, wie sehr man Religion pervertieren kann, um seine eigene Habgier, Selbstsucht und Vorstellung von gottgegebener persönlichen Überlegenheit zu verteidigen.
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#3 AtreusProfil
  • 29.11.2021, 12:30hSÜW
  • Kaum zu glauben, dass wir bald das Jahr 2022 schreiben, wenn man das liest. Die Lektüre festigt den Eindruck, dass gewisse Menschheitsteile geistig sitzengeblieben sind.
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#4 DQ24Anonym
  • 29.11.2021, 12:30h
  • Zu wenig Schutz für religiöse Menschen? Ist klar, die dürfen hetzen, wir müssen es uns gefallen lassen, diskriminiert zu werden! Und alles nur, um am religiös-rechten Rand Wählerstimmen zu bekommen.
    Warum kann Australien keine Premierministerin wie die aus Neuseeland haben? Die ist aus der Mormonenkirche ausgetreten, weil diese Homosexuelle und Transsexuelle diskriminierte.
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#5 gastAnonym
#6 KopfschüttelAnonym
  • 29.11.2021, 12:56h
  • Die Erfinder von "Cancel Culture" beklagen sich darüber, ihre eigene Medizin zu schmecken und wollen ein Gesetz, was ihnen diese Cancel Culture auch noch zusätzlich legitimiert?
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#7 LotiAnonym
  • 29.11.2021, 13:09h
  • Das 1. was mir mein Freund zu Beginn meines sechswöchigen Urlaubs in Süd-Australien mitteilte war, wenn Du am Strand von einem Jugendlichen angesprochen wirst, merkst er will Dich anbaggern, sei auf der Hut. Denn die Polizei setzt solch Methoden ein um Homosexuelle zu überführen. Meistens passiert die Verhaftung dann im Hotel. Selbst das Cruising in einem Park von Adelaide ging nur mit größter Vorsicht von statten. Die meisten Gays blieben gleich im Auto sitzen um ja nicht aufzufallen. Nur die eingefleischten wußten, warum jemand so lange im Auto am Straßenrand verweilte.
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#8 Lucas3898Anonym
#9 SakanaAnonym
  • 29.11.2021, 13:51h
  • Antwort auf #8 von Lucas3898
  • Das Land war -wie andere "westliche" Länder auch- in den 1960ern noch ziemlich homophob aufgestellt inklusive heftiger Gefängnisstrafen (14 Jahre) für homosexuelle Handlungen zwischen Männern.

    "Australian society in the late 1960s was hostile to homosexuals or, at least, its institutions were. The law treated gay men as criminals who could be locked away for 14 years for the abominable crime of buggery, and the police actively tried to prosecute them. The medical profession regarded lesbians and gay men as sick, and some even tried to change their orientation in horrific ways, often with legal sanction. The painful techniques of aversion therapy (such as the administering of electric shocks) were mild compared to one physicians chosen method - a lobotomy. In comparison, the Churchs attitudes seemed modest - we were just all sinners dammed to hell."

    www.78ers.org.au/about

    @Loti: Wann war denn Dein Urlaub in Südaustralien?

    Heute hat sich das rechtlich zwar signifikant gebessert (Komplettlegalisierung männlicher Homosexualität 1997, Ehe für Alle durch Referendum 2016), aber bestimmte Attitüden scheinen noch wohl im besonders konservativen Teil der australischen Gesellschaft zu überdauern.

    en.wikipedia.org/wiki/LGBT_rights_in_Australia

    Nur so sind so eine Gesetzesvorlage und ein stramm konservativer PM ScoMo zu erklären.
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#10 Gnurfel42Anonym
  • 29.11.2021, 14:36h
  • Es entbehrt nich einer gewissen Ironie, dass sie behaupten, gegen »Cancel Culture« zu sein, während sie in Wahrheit einfach nur Leute aufgrund ihrer Sexualität feuern wollen. Also soll die Cancel Culture wird mit noch mehr Cancel Culture bekämpft werden. Genial!
    Oder zählt »Cancel Culture« nur bei Superstars?

    Das Ganze nennt sich dann »religiöse Freiheit«.

    Also die Doppelzüngigkeit ist schon bemerkenswert. Jeder müsste eigentlich diese Absurdität mit ein bisschen Logik durchschauen. Aber Religion frisst die Gehirne. Viele Menschen fallen auf diese lächerliche Rhetorik leider rein. :-(
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#11 ArtePProfil
  • 29.11.2021, 15:03hSchopfheim
  • Das ist ja das Widerlichste, was ich je gelesen habe. Ist ja schon annähernd eine christlich fundamentalistische Diktatur und wird vermutlich noch schlimmer wenn dieser Morrison wieder gewählt wird.
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#12 LotiAnonym
  • 29.11.2021, 15:49h
  • Antwort auf #9 von Sakana
  • Das war 1998. wobei ich im Kommentar außer acht gelassen hatte, das Südaustralien ansonsten doch recht demokratisch ist. Die Bevölkerung in Adelaide ist eher sehr britisch geprägt u.ich habe nur sehr, sehr nette Leute kennengelernt. Die Mutter unseres Gastgebers sagte mir voller Stolz, das Frauenwahlrecht hätte im Süden des Kontinents seinen Ursprung gehabt. Die Rechte für Schwule u.Lesben hingegen ließen noch zu wünschen übrig. Es wurde zwar toleriert, doch die Polizei ging damals rigoros gegen das Cruising in der Öffentlichkeit vor. Besonders gegen die männliche Prostitution vor. Ich muß zugeben mein erster kl. Beitrag war doch etwas missverständlich. Sorry.
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#13 SakanaAnonym
  • 29.11.2021, 16:11h
  • Antwort auf #12 von Loti
  • Besten Dank für Deine Klarstellung und Erläuterung, lieber Loti :)

    Aufgrund Deiner aktiven Reisetätigkeit in den 1970ern hätte ich Deinen Bericht sonst auf der Zeitschiene verortet. Dann fiel Dein Besuch in Südaustralien direkt mit dem ersten oder zweiten Howard Ministry zusammen
    en.wikipedia.org/wiki/First_Howard_Ministry
    wobei sich PM John Howard über seine vier Amtszeiten hinweg immer als sehr beinhart konservativ und homophob inszeniert hat. Erstaunlich eigentlich, wenn man so die laid-back-Mentalität der Australier:innen mit ihrer yo, mate-Attitüde kennt. Wahrscheinlich eine Verzerrung zwischen Selbst- und Fremdbild. Aber erstaunlich, dass die Polizeit selbst in Südaustralien noch 1998 so homophob drauf war und solche sting-operations durchgeführt hat. Ziemlich belastend psychisch, denk ich mir.
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#14 LotiAnonym
  • 29.11.2021, 17:20h
  • Antwort auf #13 von Sakana
  • Danke Saskana.
    Nur wenn ich darf hierzu noch eine recht beeindruckende kleine Story, als wir auf den Weg zum Ayers Rock bei Bekannten in Alice Springs haltmachen. Eine Kleinstadt mit gerade mal 25 000 Einwohner. Auch dort gibt es eine kleine aber durchaus überschaubare Gay Community.
    Eines Abends machten wir uns fein für die alljährlich stattfindende Gay Tee Dance Party. Ein Ereignis. Jesse mein amerikanischer Freund u. Begleiter fummelte sich zur Drag Queen um. Skurril u.Bizarre sah er aus. Ich liebe ihn dafür. Ich machte einen auf Kerl.
    Die Party fand in einer abgelegenen Halle statt. Am Eingang gab man den Gästen einen unsichtbaren Stempel aufs Handgelenk, welcher nur bei Schwarzlicht sichtbar wurde. Wir waren zu früh dran. Wenige Gäste u.noch keine gute Musik. Die Tanzfläche leer. Jesse kam sich verloren vor unter den wenigen Gästen. Er war der Einzige in Drag. Ich sagte ihm wir müssen noch warten. Ich ging alleine raus, um einen kl.Joint zu rauchen. Als ich danach an die netten Ordner am Eingang einfach so vorbeiging, ohne den Stempel zu zeigen, rannte einer hinter mir her u.bat mich ihn zu zeigen. Ich war ein wenig verblüfft tat aber was er sagte. Dabei entschuldigte er sich bei mir und meinte doch glatt zu mir, ich sähe aus wie ein Zivilbeamter d.Polizei. Auch meinte er zu mir, die Polizei würde ständig versuchen die Party zu unterwandern, zu kontrollieren.
    Jesse fühlte sich unter all den anderen Teilnehmern d.Party wie eine Ausnahmeperson. Also verließen wir wieder diesen Ort.
    Einen Tag später schauten wir uns alle zuhause am Abend gemeinsam nochmal den tollen Film Priscilla: Königin der Wüste an.
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#15 Ith_Anonym
  • 29.11.2021, 21:20h
  • Nicht, dass es eine wirksame Cancel Culture, die negative Konsequenzen für Hetze bedeuten würde, irgendwo auf der Welt tatsächlich effektiv gäbe. Über ein bisschen Zeigefinger-Heben und "dududu" geht die Kritik idR nicht hinaus, und um das auszugleichen, weil solch negative Reaktionen ja total traumatisierend für die Hetzer*innen sind, bekommen sie ja für gewöhnlich auch jede Menge positive Publicity, Einladungen in Talkshows etc. pp. (zumindest in Deutschland).
    So ein Bekenntnis zum offenen Hass wie hier ist aber eine derzeit dann doch außergewöhnliche Abkehr von Grundprinzipien der Zivilisation.
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#16 IcebirdAnonym
  • 04.12.2021, 10:27h
  • Antwort auf #10 von Gnurfel42
  • Die Absurdität liegt viel mehr darin, dass laut ihrer eigenen Überlieferung Jesus selbst gepredigt habe, dass:

    - Nächstenliebe das höchste Gebot sei
    - Man seine Feinde wie sich selbst lieben soll
    - Nur wer ohne Sünde ist, einen Stein werfen soll (und das ist niemand)
    - Und Gott nicht in irgendwelchen prunkvollen Gotteshäusern, sondern in jedem Stock und Stein zu finden sei.

    Und nun überlege man sich, was sogenannte Christen in genau diesem Namen tun...

    Dazu kommt noch eine gehörige Portion Antisemitismus und das, obwohl Jesus Jude war xD.

    Das ist alles einfach nur paradox. Wenn sie sich mal so verhalten würden, wie ihr Heiland es gepredigt hat und wofür er nach ihrem Glauben sein Leben gegeben hat, wäre das eigentlich sogar wünschenswert.
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