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Liberales Regierungsteam

Auch Jens Brandenburg und Thomas Sattelberger als Staatssekretäre nominiert

Zwei schwule Abgeordnete sollen künftig Bettina Stark-Watzinger im Forschungsministerium zur Seite stehen.


Jens Brandenburg (li.) und Thomas Sattelberger werden künftig Staatssekretäre (Bild: FDP / Wolfgang Maria Weber)

Der 35-jährige Jens Brandenburg aus Baden-Württemberg und der 72-jährige Thomas Sattelberger aus Bayern sollen künftig als Staatssekretäre im FDP-geführten Bundesministerium für Bildung und Forschung arbeiten. Das bestätigten die Liberalen am Donnerstagnachmittag. Die beiden Männer sollen die designierte Ministerin Bettina Stark-Watzinger unterstützen, die bereits vor gut einer Woche als Nachfolgerin der homophoben Christdemokratin Anja Karliczek vorgestellt worden war.

Brandenburg wurde in der letzten Legislaturperiode nach dem Wiedereinzug der FDP in den Bundestag Fraktionssprecher für die Rechte von LSBTI (queer.de berichtete). In dieser Funktion setzte er sich die letzten Jahre für queere Rechte ein, etwa für ein Selbstbestimmungsgesetz (queer.de berichtete).

Brandenburg lebt seit 2006 mit seinem Lebenspartner in der Kurpfalz. Das Paar ist im 15.000 Einwohner*innen zählenden Städtchen Walldorf zu Hause, das durch das Softwareunternehmen SAP weltweit bekannt ist. Von 2005 bis 2010 studierte er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Dort erhielt Brandenburg die Abschlüsse Bachelor of Arts und Master of Arts. Bis 2014 promovierte er an der Graduate School of Economic and Social Sciences der Mannheimer Uni. Danach arbeitete er als Unternehmensberater bei einer weltweit tätigen Strategieberatung.

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Sattelberger ist wie Brandenburg seit 2017 im Bundestag. Er hatte bereits zwei Jahre zuvor für Schlagzeilen gesorgt, als sich das ehemalige Telekom-Vorstandsmitglied zum Ende seiner Managerkarriere bei einem Charity-Dinner geoutet hatte (queer.de berichtete). Beim größten deutschen Telekommunikationsunternehmen konnte er das Thema Diversity Management auf die Tagesordnung setzen und eine Frauenquote im Vorstand etablieren. Bereits zuvor war er Manager für Continental, die Lufthansa und Daimler-Benz Aerospace gewesen.

Nach seinem Ausscheiden bedauerte Sattelberger im "Spiegel", dass die sexuelle Orientierung von schwulen Managern zum Problem werden könne: "Sie müssen immer damit rechnen, dass diese Information irgendwann gegen Sie verwendet wird."

Im Bundestag belehrte Sattelberger die AfD in einer Rede vom Dezember 2020 darüber, dass sich die Forschung über Geschlechter evolutionär entwickle (queer.de berichtete).

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Twitter / AKellerGEW | Die Gewerkschaft GEW begrüßt die beiden neuen Staatssekretäre
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Auch das weitere Regierungsteam der FDP soll bereits feststehen: Im Bundesfinanzministerium von Christian Lindner sollen die Bundestagsabgeordneten Katja Hessel aus Bayern und Florian Toncar aus Baden-Württemberg diese Ämter übernehmen. Im Bundesministerium für Verkehr und Digitales sollen Daniela Kluckert aus Berlin, Oliver Luksic aus dem Saarland und Michael Theurer aus Baden-Württemberg den künftigen Minister Volker Wissing unterstützen. Im Bundesjustizministerium von Marco Buschmann soll Benjamin Strasser aus Baden-Württemberg als Staatsekretär antreten.

Bereits zuvor war bekanntgeworden, dass Sven Lehmann für die Grünen unter Anne Spiegel Staatssekretär im Bundesfamilienministerium werden soll (queer.de berichtete).

Bislang ist noch unbekannt, welche Minister*innen oder Staatssekretär*innen neben dem bereits gesetzten Bundeskanzler Olaf Scholz die SPD aufstellt. Bislang war für die Partei der offen schwule Sozialdemokrat Michael Roth als Staatsminister für Europa aktiv. Die SPD musste aber das Außenministerium an die Grünen abtreten.

Noch müssen die drei beteiligten Parteien der Zusammenarbeit in der Ampel-Koalition zustimmen. SPD und FDP halten deshalb am Wochenende Parteitage ab, bei den Grünen läuft bereits eine Mitgliederabstimmung. (dk)



#1 LarsAnonym
#2 saftlarsAnonym
#3 GebläseAnonym
#4 hannes344Anonym
  • 02.12.2021, 20:59h
  • Warum nimmt man da nur schwule Männer und nicht auch mal eine lesbische Frau oder eine Trans*-Person?
    Ist wieder recht einseitig die und nicht sehr divers.
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#5 ditoAnonym
  • 03.12.2021, 09:17h
  • Antwort auf #1 von Lars
  • na ja, das schreit ja nach Ämterhäufung: pensionierter Topmanager, FDP-Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär. Aber anscheinend ist unser Land ein Selbstbedienungsladen.
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#6 GirlygirlEhemaliges Profil
#7 sicherlichAnonym
#8 KopfschüttelAnonym
#9 sicherlichAnonym