Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40615

"Spiegel"-Bericht

Kevin Kühnert soll SPD-Generalsekretär werden

Der Berliner tritt wohl in Kürze als erster offen schwuler Generalsekretär der Sozialdemokratie an.


Wird Kevin Kühnert in die Fußstapfen von Franz Müntefering und Andrea Nahles treten? (Bild: Nadine Stegemann)

Karrieresprung für den Neu-Bundestagsabgeordneten Kevin Kühnert: Der 32-Jährige wird offenbar neuer SPD-Generalsekretär. Er würde damit Lars Klingbeil ablösen. Darauf soll sich laut "Spiegel" "eine Spitzenrunde der Genossen" geeinigt haben, der neben Klingbeil und Parteichefin Saskia Esken auch die Vize-Parteivorsitzenden angehörten. NRW-Landeschef Thomas Kutschaty, der nächstes Jahr Ministerpräsident im bevölkerungsreichsten Bundesland werden will, soll demnach Parteivize werden.

Dem Bericht zufolge soll die Personalie am Freitag im Präsidium und Parteivorstand beschlossen werden. Die Vorstandsmitglieder seien für 15 Uhr eingeladen.

Kühnert war von November 2017 bis Januar 2021 Bundesvorsitzender der Jusos. Im März 2018 outete er sich in der Öffentlichkeit als schwul (queer.de berichtete). Seit 2019 ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Bundesweit wurde er nach dem Scheitern der Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition vor vier Jahren insbesondere als ein Kopf der #NoGroko-Kampagne von Anfang 2018 bekannt. Später wurde er zum Unterstützer der Großen Koalition. Im Kampf um den Bundesvorsitz hatte sich Kühnert 2019 für das am Ende siegreiche Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ausgesprochen.

Der gebürtige Berliner nahm jahrelang – wie für Juso-Chefs üblich – eine linke Position innerhalb seiner Partei ein – und wurde für viele Konservative zum Feindbild. So stieß er eine teils erbittert geführte Debatte um den demokratischen Sozialismus an, als er 2019 forderte, Konzerne wie BMW zu kollektivieren, um den Kapitalismus zu "überwinden".

Dieses Jahr trat Kühnert zum ersten Mal bei der Bundestagswahl an – und konnte im umkämpften Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg erstmals seit 2005 wieder das Direktmandat für die SPD erobern. Er siegte mit 27,1 Prozent der Stimmen knapp vor der ehemaligen Verbraucherschutzministerin Renate Künast von den Grünen (25,1 Prozent) und dem queerfreundlichen CDU-Politiker Jan-Marco Luczak, der 21,9 Prozent erreichte. 2017 hatte Luczak den Wahlkreis noch gewonnen. Sowohl Luczak als auch Künast zogen über die Landeslisten ihrer Parteien erneut ins Parlament ein. (dk)

Ich möchte mich herzlich für Eure Stimme bedanken! Mein Dank geht auch an die vielen Engagierten. Wir haben an über...

Posted by Kevin Kühnert on Sunday, September 26, 2021
Facebook / Kevin Kühnert
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

 Update  11.12.: Kühnert mit großer Mehrheit zum Generalsekretär gewählt

Kevin Kühnert ist auf dem SPD-Parteitag mit 77,87 Prozent zum neuen Generalsekretär seiner Partei gewählt worden.



#1 Juje PforzheimAnonym
  • 02.12.2021, 17:24h
  • 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD, aber Kühnert als Generalsekretär ist zu viel! Das war's!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NajaAnonym
  • 02.12.2021, 17:50h
  • Dann hat er mit seinem Taktieren, zuerst den Revoluzzer spielen und dann ganz handzahm werden, ja endlich sein Ziel erreicht...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KopfschüttelAnonym
  • 02.12.2021, 17:51h
  • Antwort auf #1 von Juje Pforzheim
  • Auch die SPD muss sich erneuern und jünger werden. Es sei denn, man orientiert sich an der CDU, die sich mit dem 3. Frühling ääähm Merz "erneuern und jünger werden" und so ihren Altersdurchschnitt senken will.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Olle TanteAnonym
  • 02.12.2021, 18:20h
  • Das gibt's wohl nur bei der SPD, dass einer ohne Ausbildung Generalsekretär werden kann.

    Jetzt wird auch klar, warum KK in letzter Zeit so gar nicht mehr für queere Belange eingetreten ist: Er hat - erfolgreich - auf einen fetten Kaderposten spekuliert. Klar, da verdirbt man es sich nicht mit seiner ollen Klientel.

    #KotzendesEmoji
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SakanaAnonym
  • 02.12.2021, 18:28h
  • Antwort auf #3 von Kopfschüttel
  • Selbst die heute altgedienten Reck:innen in den Fraktionen aller Parteien waren mal Jungspunde mit wenig Erfahrung hinter den Ohren ...

    Gerade verjüngen sich ja fast alle Regierungspartreien und suchen nach neuen Parteivorsitzenden (bei den GRÜNEN sind ja Ricarda Lang und Omid Nouripur im Gespräch) und bei der SPD eben Lars Klingbeil und Saskia Esken für den Parteivorsitz und Kevin Kühnert als Generalsekretär. Warum eigentlich nicht? Die Parteien sollen ja nicht versteinern und vergreisen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AtreusProfil
  • 02.12.2021, 20:13hSÜW
  • Aus queerpolitischer Sicht eine katastrophale Personalie. Sein einziger Beitrag zur Community besteht einzig darin, selbst schwul zu sein. Zu keinem einzigen Thema der letzten Jahre hat er es vermocht Stellung zu beziehen. Sei es Tschetschenien, Ungarn, Polen, EM, WM, Thierse, Gabriel und Wagenknecht, Selbstbestimmungsgesetz, Artikel 3 und vieles mehr. Ich erwarte gar nichts, bin aber glücklicherweise nicht in Verlegenheit, da die SPD nun wirklich nicht meine Partei ist und in diesem Leben auch nicht mehr werden wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 dellbronx51069Anonym
#8 Maik32Anonym
#10 SakanaAnonym
  • 02.12.2021, 22:47h
  • Wichtig ist, dass dier Generalsekretär:in bzw. Bundesgeschäftsführer:in aus der Partei kommt, sehr gut in ihr verwurzelt ist und alle wichtigen Flügel kennt, die austariert werden müssen. Dieses Prinzip gilt für alle demokratischen Parteien im Lande.
  • Antworten » | Direktlink »