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"Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt"

CSD Hamburg warnt vor zunehmender queerfeindlicher Gewalt

Nächsten Sommer beschäftigt sich der Hamburg Pride vor allem mit Queerfeindlichkeit.


Die CSD-Demo findet wieder im August 2022 statt (Bild: Andreas Gerhold / flickr)

  • 3. Dezember 2021, 10:27h, noch kein Kommentar

Der Hamburg Pride wird 2022 unter dem Motto "Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt" stehen. Damit will der CSD-Verein Bezug nehmen auf die jüngsten queerfeindlichen Vorfälle in Hamburg und in Deutschland. Erst vergangenen Monat wurden etwa Besucher der queeren Kneipe WunderBar von mehreren homophoben Männern attackiert (queer.de berichtete). "Wir wollen für unsere Freiheitsrechte – das Recht, so zu sein wie wir sind – auf die Straße gehen", teilte der Verein am Freitag mit.

Als einen Anlass nannten die CSD-Organisator*innen den im Mai von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorgestellten Bericht zu politisch motivierten Straftaten. Demnach gab es im Jahr 2020 insgesamt 782 queerfeindliche Straftaten – und damit 36 Prozent mehr als im Vorjahr (queer.de berichtete). Die Dunkelziffer liege aber höher, da 80 bis 90 Prozent der kriminellen Vorfälle laut einer Schätzung der Berliner Polizei erst gar nicht gemeldet würden.

"Wir brauchen mehr Maßnahmen, um LGBTIQ* vor Hass und Gewalt zu schützen"

"Mit diesem klaren und aktivierenden Motto solidarisieren wir uns mit allen, die zunehmende Queerfeindlichkeit erfahren haben", erklärten Nicole Schaening und Christoph Kahrmann, die Co-Vorsitzenden des CSD-Vereins. "Wir brauchen mehr Maßnahmen, um LGBTIQ* vor Hass und Gewalt zu schützen, aber auch, um auf Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene – sowohl bei der Polizei, als auch innerhalb der Community – aufmerksam zu machen." Die queerfeindlichen Angriffen zeigten deutlich, dass die queere Community noch nicht am Ziel sei. "Deshalb gilt es, Vorurteile abzubauen, denn: Vielfalt ist für jede Gesellschaft immer ein Gewinn."

Der CSD Hamburg soll vom 5. bis zum 7. August 2022 stattfinden.

Dieses Jahr hatte der Hamburg Pride wegen der Corona-Pandemie nur in verkleinerter Form als Fahrraddemo stattgefunden. Teilgenommen hatten auch der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Zweite Bürgermeisterin und Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank von den Grünen (queer.de berichtete). (dk)