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Hassverbrechen

Großbritannien: Mehr Übergriffe auf queere Menschen nach Lockdown-Ende

Im Land der Queen gingen die aus Homo- oder Transphobie begangenen Straftaten zuletzt steil nach oben.


Die Zahl der registrierten homophoben und transphoben Hassverbrechen in Großbritannien und Nordirland hat mit dem Ende des Lockdowns im Sommer stark zugenommen. Das meldete die Nachrichtenagentur PA am Freitag unter Berufung auf Daten der Polizei. Demnach wurden im Vereinigten Königreich in den Monaten Mai bis August dieses Jahres zum einen mehr als 2.200 Straftaten pro Monat im Zusammenhang mit Hass auf Menschen wegen derer sexuellen Orientierung registriert. Im Vier-Monats-Zeitraum davor waren es hingegen "nur" etwa 1.450 Taten pro Monat. Von Januar bis August betrug die Gesamtzahl der registrierten Übergriffe 14.670.

Ein ähnlicher Trend ist auch bei Taten aus Hass gegen trans Menschen zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl von 208 auf 324 pro Monat an. Die Corona-Maßnahmen in dem Land waren in der ersten Jahreshälfte schrittweise aufgehoben worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Lockerungen und dem Anstieg gibt, wurde nicht genannt. Die Zahlen liegen demnach aber deutlich über dem Vor-Pandemie-Niveau.

Als Hassverbrechen werden in Großbritannien und Nordirland strafbare Handlungen definiert, die entweder durch Hass gegen die Herkunft, Religion, Behinderung, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität des Opfers motiviert werden oder in denen solcher Hass zum Ausdruck kommt.

Polizei appelliert an queere Opfer: Zeigt Hassverbrechen an

Der Rat der britischen und nordirischen Polizeichef*innen (National Police Chiefs' Council) rief queere Opfer von Übergriffen dazu auf, Verbrechen zur Anzeige zu bringen. Die Beamt*innen seien hoch qualifiziert und würden "jeden mit Respekt und Würde behandeln und behutsam mit den Fällen umgehen".

Die LGBTI-Organisation Stonewall bezeichnete den Anstieg als "besorgniserregend" und als "deutliche Erinnerung", dass queere Menschen "noch immer attackiert werden, nur weil wir sind, wie wir sind."

In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 hatten im Königreich teils strikte Lockdowns geherrscht, die danach immer mehr gelockert wurden. Im Juli wurde dann in großen Teilen des Landes der "Freedom Day" ausgerufen, also alle Restriktionen abgeschafft. (dpa/dk)



#1 YannickAnonym
  • 03.12.2021, 12:29h
  • Das passiert, wenn man Rechten in einem anderen Bereich Auftrieb gibt. Dann meinen sie, sie hätten in allen Bereichen die Mehrheit hinter sich.

    Rechte Gesinnung muss mit aller Macht bekämpft werden. Immer und überall.
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#2 queergayProfil
  • 04.12.2021, 01:08hNürnberg
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • Immer und überall muss auch religiös motivierte Anti-LGBTIQ-Gesinnung mit entsprechendem Aktivismus - egal aus welchem religiösen Lager und aus welcher Glaubensrichtung kommend - intensiv bekämpft und in die Schranken verwiesen werden. Da hat jede eingeforderte Religionsfreiheit mit queer-feindlich konstruierten und heteronormativen Selbstentfaltungs-Ansprüchen - im Namen eines Gottes - total verspielt.
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