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Giffey-Regierung

Schwuler Grüner wird Berliner Finanzsenator

Daniel Wesener wird künftig für den Haushalt der Bundeshauptstadt verantwortlich sein, sollten Grüne und Linke dem Koalitionsvertrag zustimmen.


Nachdem sich sein Partner Jörg Behrendt fünf Jahre lang im Senat abgemüht hat, ist jetzt Daniel Wesener in der Regierungstruppe dabei (Bild: Grüne Fraktion Berlin / Birte Zellentin)

Der Grünenpolitiker Daniel Wesener soll neuer Finanzsenator in Berlin werden. Das gab seine Partei am Montag bekannt. Neben dem offen schwulen Politiker soll außerdem Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Ulrike Gote Senatorin für Wissenschaft und Gesundheit werden. Im neuen Senat der designierten Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sollen die Sozialdemokrat*innen vier Ressorts und die Linke wie auch die Grünen drei Ressorts erhalten.

Twitter / gruene_berlin
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Der 1975 geborene Wesener studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und den USA und arbeitete von 2003 bis 2011 für den Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele. Anschließend arbeitete er von 2011 bis 2017 als Landesvorsitzender der Berliner Grünen. Seit der Wahl 2016 ist er im Abgeordnetenhaus vertreten und war dort neben seiner Aufgabe als Parlamentarischer Geschäftsführer zuletzt auch Sprecher für Haushalt, Finanzen und Kultur. Privat ist Wesener seit vielen Jahren liiert mit seinem Parteifreund Dirk Behrendt, der seit 2016 Justizsenator ist, aber mit der neuen Regierung aus dem Kabinett ausscheiden soll.

Twitter / lisapaus

SPD, Grüne und Linke hatten am 29. November ihren neuen Koalitionsvertrag für eine Fortsetzung der seit 2016 regierenden Dreierkoalition vorgestellt. Darin sind auch mehrere queere Projekte erwähnt, allerdings erklärte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, dass das Papier "in einzelnen Punkten" enttäusche (queer.de berichtete).

Grüne und Linke müssen noch zustimmen

Die SPD hatte bereits am Wochenende auf ihrem Parteitag dem Koalitionsvertrag zugestimmt, die Grünen wollen dies nächstes Wochenende tun. Die Linkspartei führt bis zum 17. Dezember eine Mitgliederbefragung über das Papier durch. Am 21. Dezember könnte – bei allseitiger Zustimmung – Giffey als neue Regierungschefin gemeinsam mit ihren Senator*innen vereidigt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Linke erneut ihren offen schwulen früheren Parteichef Klaus Lederer in das Amt des Kultur- und Europasenators entsendet, das er seit 2016 inne hat. (dk)

Twitter / klauslederer
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#1 Sven100Anonym
  • 07.12.2021, 09:01h
  • Daniel Wesener wird also Finanzsenator von Berlin. Sein Mann war bis heute Justizsenator von Berlin.

    Es bleibt also in der Familie...
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#2 andreAnonym
  • 07.12.2021, 10:02h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Und lt. Wikipedia hat er überhaupt keinen Abschluß. Studium beendet ohne Abschluß steht dort. Ich mag so eine " Politikerkarriere" nicht. Aber kennt man schon reichlich und wird immer mehr. Eigenartig, daß das für bürgerliche Parteien kaum zutrifft. Nun gehöre ich nicht mehr zu den Allerjüngsten. Vielleicht ist das jetzt so. Irgendwie inzwischen egal
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#3 KopfschüttelAnonym
  • 07.12.2021, 10:19h
  • Antwort auf #2 von andre
  • "Eigenartig, daß das für bürgerliche Parteien kaum zutrifft. "

    Vielleicht weil in diesen Parteien die Kandidaten aus einem besser vernetzen Elternhaus kommen, von Kind an schon gepampert und dank Vitamin B schon so gelenkt werden, dass der Bildungsweg auch klappt?
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#4 KopfschüttelAnonym
#5 StaffelbergblickAnonym
  • 07.12.2021, 10:48h
  • Studium ohne Abschluß beendet ... na ja, wenn ich lese, dass diese in den USA stattfanden, dann stellt sich für mich die Frage von Vergleichbarkeit/Anrechenbarkeit usw. Es könnte ja auch möglich sein, dass er das Studium vollendet hat ... aber ohne Prüfung (was das auch immer bedeuten mag). Staatsexamina ... da wurden mir auch schon die wildesten Infos zugetragen (Prüfer zur Kandidatin (Bekannte von mir): "Mit so wenig Wissen anzukommen .. ist schon eine Herausforderung" Sie hat dennoch mit "Ach und Krach" bestanden. Prüfungen sehe ich deswegen relativ. Prüfungsmässig war ich auch nie ein "Highliight". Andererseits Assistent bei Ströbele ... da hat er sicherlich mehr fürs Politische gelernt als in Kunstgeschichte
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#6 ClicheAnonym
  • 07.12.2021, 13:25h
  • Antwort auf #3 von Kopfschüttel
  • "Vielleicht weil in diesen Parteien die Kandidaten aus einem besser vernetzen Elternhaus kommen, von Kind an schon gepampert und dank Vitamin B schon so gelenkt werden, dass der Bildungsweg auch klappt?"
    Vielleicht, weil sie aus einem weniger vernetzten Elternhaus kommen, sich von Kind an schon durchbeißen mussten und auf so manches Chillen und Clubben verzichtet haben, damit es mit dem Bildungsweg auch klappt? Stell dir vor, es gibt Leute, die schaffen das mit der Bildung und dem Abschluss aus eigener Anstrengung, ohne Pampern und ohne Vitamin B.
    Und wenn ich operiert werde, lege ich schon Wert darauf, dass der Arzt seinen entsprechenden Abschluss gemacht hat.
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#7 KopfschüttelAnonym
  • 07.12.2021, 13:31h
  • Antwort auf #6 von Cliche
  • "Vielleicht, weil sie aus einem weniger vernetzten Elternhaus kommen, sich von Kind an schon durchbeißen mussten und auf so manches Chillen und Clubben verzichtet haben, damit es mit dem Bildungsweg auch klappt? Stell dir vor, es gibt Leute, die schaffen das mit der Bildung und dem Abschluss aus eigener Anstrengung, ohne Pampern und ohne Vitamin B."

    Und das trifft eher auf die Bürgerlichen zu? Wusste nicht, dass die bürgerlichen CDU-FDP Parteien die Arbeiterklasse vertreten und für Aufsteiger stehen.
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#8 Ach jaAnonym
  • 07.12.2021, 13:34h
  • Antwort auf #6 von Cliche
  • Es gibt keinen wirklichen passenden Abschluss für Berufspolitiker.
    Es ist selbstredend schön wenn Ressorts mitjemanden besetzt werden, der Kompetenz besitzt und gerade jetzt in der Pandemie ist ein Epidemiologe im Amt des BMG sicherlich ein Segen. En Gros muss ein* Minister*in allerdings Qualitäten besitzen, für die ein Studium überhaupt keine Voraussetzung ist. Da sind Soft-Skills gefragt.
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#9 Berliner EchoAnonym
  • 03.01.2022, 01:55h
  • Antwort auf #2 von andre
  • jemand, der Berlins Milliarden lenkt und für das Wohl von dreieinhalb Millionen Berlinern zuständig ist und noch nicht mal seine Uni beendet hat, ist schon eigenartig. Und dass dies hier in diesem Artikel keine Rede wert ist auch.
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