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LGBTI-freundliche Unternehmen in Deutschland

Allianz und SAP führen Pride Index an

Der Pride Index löst dieses Jahr den bisherigen Diversity Index ab. Das LGBTI-feindlichste Unternehmen des letzten Jahres, der Energiekonzern E.ON, ist nicht mehr dabei.


Der Konzern Allianz (hier eine Firmenzentral in Mailand) ist weltweit aktiv (Bild: AGC Glass Europe / flickr)

Das Münchner Versicherungsunternehmen Allianz und die Walldorfer Softwarefirma SAP sind die LGBTI-freundlichsten Unternehmen in Deutschland. Das ist das Ergebnis des Pride Index der Uhlala Group, der am Dienstagvormittag veröffentlicht wurde. Darin haben große und mittelständische Unternehmen durch Selbstauskünfte und teilweise eine kostenpflichtige Evaluierung ihren Umgang mit queeren Menschen offengelegt, etwa in der Organisationsstruktur oder der Personalgewinnung. Insgesamt hatten sich 150 Unternehmen aller Branchen im Rahmen des Index registriert. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen, 77 Unternehmen, hätten mit "gut" oder besser abgeschnitten und seien in der Liste abgebildet worden. Die anderen Unternehmen sind in der Studie nicht enthalten.

Allianz und SAP führen demnach die Liste mit 94 von 100 möglichen Punkten an. Knapp dahinter folgt mit 93 Prozent die amerikanische Unternehmens- und Strategieberatungsfirma McKinsey & Company, die ihren deutschen Hauptsitz in Düsseldorf hat. Mit 86 Prozent den vierten Platz teilen sich die Beratungsfirma Accenture und das Pharmaunternehmen Pfizer. Die Top Ten wird komplettiert durch Axa, Bayer, AlixPartners, Arvato Financial Solutions und Metro.

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Stuart Bruce Cameron, der Gründer und Vorstandschef der Uhlala Group sowie Initiator des Index, freut sich über die Vorbildfunktion, die von den gelisteten Unternehmen ausgehe: "Die Wirkung, die vom Index und den teilnehmenden Unternehmen ins Land hinein ausstrahlt, darf nicht unterschätzt werden", so Cameron. "Der Index macht deutlich, was möglich ist und wo die Reise im Bereich Diversity in den kommenden Jahren hingehen kann und dringend muss. Er ist außerdem eine Orientierungshilfe für Jobsuchende und zeigt, welche Unternehmen sich wirklich für LGBTIQ+-Mitarbeitende einsetzen".

Die neue Liste löst den bisherigen Diversity Index ab, der die letzten Jahre nur auf die 30 Dax-Unternehmen schaute, also die 30 größten deutschen Firmen (seit September dieses Jahres sind im Dax die 40 größten Unternehmen aufgelistet). Dieser Diversity Index sorgte Anfang letzten Jahres für Schlagzeilen, weil fünf Unternehmen schummelten und die Rangliste dadurch nachträglich geändert werden musste (queer.de berichtete).

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Im neuen Index werden die schlechtesten Dax-Unternehmen nicht mehr an den Pranger gestellt wie in den letzten Jahren. Letztes Jahr landete etwa der Essener Energiekonzern E.ON ganz unten (queer.de berichtete). Bei E.ON leitet bis heute die Ex-Bundestagsabgeordnete und passionierte Homo-Hasserin Katherina Reiche das wichtigste Tochterunternehmen. Im diesjährigen Pride Index ist E.ON nicht mehr aufgeführt. (dk)



#1 KeenGießkannenprinzAnonym
  • 07.12.2021, 14:11h
  • Darf man aus dem Namen Pride-Index (und dem Zitat des Gründers) folgern, dass es dabei 'nur' um LGBTIQ+ geht?
    (Diversity umfasst m.E. noch weit mehr; daher meine Frage. Ansonsten kann es natürlich gerne auch einen LGBTIQ+-Index geben).
    Finds nur etwas irritierend, wenn das eine das andere ersetzen soll.
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