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Euro-Oscar

Kein Europäischer Filmpreis für Franz Rogowski und "Titane"

"Große Freiheit" und "Titane" gingen beim europäischen Oscar leer aus – noch gibt es aber die Chance auf den echten Oscar.


Franz Rogowski (re.) spielt in "Große Freiheit" einen Mann, der im Nachkriegsdeutschland wegen des schwulenfeindlichen Paragrafen 175 im Gefängnis sitzt

  • 13. Dezember 2021, 12:17h, noch kein Kommentar

Franz Rogowski konnte bei den Europäischen Filmpreisen keinen Preis gewinnen. Der 35-Jährige war für das Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" als bester Darsteller nominiert worden, musste sich aber Anthony Hopkins für dessen Rolle im Demenzdrama "The Father" geschlagen geben. Das gab die Europäische Filmakademie am Samstagabend in Berlin bekannt.

Bereits vergangenen Monat war bekannt gegeben worden, dass "Große Freiheit" zwei Nebenpreise gewinnen komme: die Jurypreise für die beste Kamera (Crystel Fournier) und die beste Filmmusik (Nils Petter Molvær, Peter Brötzmann)

Auch der in Kategorien "bester Spielfilm", "beste Regie" sowie ebenfalls "bester Hauptdarsteller" nominierte feministische Horrorfilm "Titane" ging leer aus. In der französisch-belgischen Produktion hat Protagonistin Alexia (Agathe Rousselle) Sex mit Autos, wird zur Serienmörderin und gibt sich schließlich als Junge aus, um der Polizei zu entkommen. Immerhin erhielt "Titane" den Jurypreis für das beste Maskenbild.

Die Preise als bester Spielfilm und beste Regie gewann das Kriegsdrama "Quo Vadis, Aida?", das das Massaker von Srebrenica in den Neunzigerjahren thematisiert. Regisseurin des Films war Jasmila Žbanić. Jasna Đuričić konnte außerdem für "Quo Vadis, Aida?" den Preis als beste Schauspielerin gewinnen.

"Titane" ist auch der französische Kandidat für den Auslandsoscar, währen "Große Freiheit" für Österreich antritt (queer.de berichtete). Am 21. Dezember wird die Academy in den USA die Shortlist aus den 94 Bewerbungen bekanntgeben. Aus dieser Liste sollen Anfang Februar die fünf nominierten ausländischen Filme hervorgehen.

Der jetzt beim Europäischen Filmpreis siegreiche Film "Quo Vadis, Aida?" war bereits letztes Jahr als Kandidat für einen Auslandsoscar von Bosnien-Herzegowina eingereicht und am Ende nominiert worden. Den Preis konnte schließlich aber die dänische Sozialsatire "Der Rausch" mit  Mads Mikkelsen gewinnen. (dk)