Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40707

Angriff auf "unser republikanisches Modell"

Frankreichs Innenminister will homophobe Moschee schließen

Gérald Darmanin will nicht akzeptieren, dass die Glaubensgemeinschaft Andersgläubige und sexuelle Minderheiten attackiert.


Gérald Darmanin ist seit letztem Jahr Innenminister im Kabinett von Premierminister Jean Castex (Bild: Jacques Paquier / flickr)

Wegen der Rechtfertigung des Dschihads und verbaler Angriffe gegen Minderheiten und Andersgläubige will Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin eine Moschee in Beauvais im Norden des Landes zeitweise schließen. "Wir haben heute das Verfahren der Schließung der Moschee eingeleitet, weil sie Christen, Homosexuelle und Juden angreift", sagte Darmanin dem Sender CNews am Dienstag.

"Ich schrecke nicht davor zurück, wenn Menschen unser republikanisches Modell und Frankreich angreifen", sagte der liberale Politiker. Die Schließung der Moschee im Département Oise kann bis zu sechs Monate dauern. Nach Informationen aus dem Ministerium hatte ein Imam in seinen Predigten dazu aufgerufen, mit der Republik zu brechen. Islamistische Kämpfer habe er als Helden dargestellt. Außerdem habe er zum Hass auf Andersgläubige und Minderheiten aufgerufen, auch gegen Homosexuelle.

Moscheeverein weist Vorwürfe zurück

"Die meisten Äußerungen sind aus dem Zusammenhang gerissen", sagte der Anwalt des Moscheevereins Samim Bolaky der Nachrichtenagentur AFP. Es handle sich um Predigten eines Aushilfs-Imams, der inzwischen vom Dienst suspendiert sei. Eine Schließung der Moschee bezeichnete er als unangemessen.

Bereits im letzten Monat ist auf Antrag Darmanins eine Moschee in Nordfrankreich vorläufig geschlossen worden, damals in der Stadt Allones im Département Sarthe. Laut France 3 wurde die Schließung auch damit begründet, dass in der angeschlossenen Koranschule mit 110 Schüler*innen "für den Dschihad, für den Hass auf Juden sowie die Tötung von Homosexuellen" geworben werde.

Laut dem Innenministerium gibt es derzeit etwa 2.600 Moscheen und Gebetsräume in Frankreich. Knapp 100 seien im vergangenen Jahr kontrolliert worden. 21 Moscheen seien geschlossen, teils aus administrativen Gründen, wegen einer Gerichtsentscheidung oder auch wegen Bauarbeiten.

Auch in Deutschland gibt es Moscheen, die queere Menschen attackieren: Anfang des Jahres lud etwa der vom türkischen Staat kontrolliere Moscheeverband Ditib den extrem homophoben Historiker Ahmet Simsirgil nach Rheinland-Pfalz ein (queer.de berichtete). Das Land überprüfte anschließend die Zusammenarbeit mit den LGBTI-feindlichen Gläubigen (queer.de berichtete). Im Gegensatz zur Ditib-Moschee wirbt die Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee für LGBTI-Akzeptanz (queer.de berichtete). (AFP/cw)



#1 LotiAnonym
  • 14.12.2021, 15:04h
  • Das wäre ein riesiger Paukenschlag für unserer Demokratie und eine derart richtige, vernünftige u.dringend notwendige Entscheidung. Schon als Vorbild für andere EU Länder.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 audeasAnonym
  • 14.12.2021, 18:04h
  • Dann bitte konsequent und das gleiche bei Kirchen und Synagogen auch durchziehen. Andernfalls hat es ein rassistisches Geschmäckle.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
  • 14.12.2021, 18:14h
  • Antwort auf #2 von audeas
  • Artikel bitte richtig lesen. Es geht um eine zeitweilige Schließung einer bestimmten Moschee. In Berlin wurde auch schon eine Moschee geschlossen. Nur aus anderen naheliegender Gründen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 dellbronx51069Anonym
  • 14.12.2021, 18:40h
  • In Frankreich gibt es offensichtlich noch Politiker die Eier haben und hier klare Kante zeigen! Dresden darf sich nicht wiederholen!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AtreusProfil
  • 14.12.2021, 19:09hSÜW
  • Eine Klassiker aus der rechtsranwanzenden Mottenkiste, um ein paar Rassisten von LePen und dem Herrn Journalisten zurückzuholen. Macron sieht seit Monaten die Felle davonschwimmen.

    Wäre es anders und man wollte zur Wahlvorbereitung nicht plump den rechtsradikalen, menschenfeindlichen Gesellschaftsteil bedienen, würde der Herr Innenminister auch Kirchen für immer schließen lassen, es sei denn, christlicher Hass und christliche Homophobie wären weniger schlimm. Zählt man dann noch diejenigen hinzu, die sich mit mafiösen Strukturen der Kindervergewaltigung und der Vertuschung derselben hervorgetan haben, stünde das Verhältnis bei 25:1.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SakanaAnonym