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Bündnis gegen Homophobie

AWO mit Respektpreis ausgezeichnet

Den diesjährigen Respektpreis konnte ein Wohlfahrtsverband gewinnen. Bei der Preisverleihung stellte die Berliner Polizeipräsidentin auch die aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe vor.


Birgit Münchow hielt die Laudatio auf die Arbeiterwohlfahrt (Bild: Screenshot / Youtube/LSVD Berlin-Brandenburg)

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e.V. ist am Mittwoch bei einer Online-Preisverleihung mit dem Respektpreis 2021 des Bündnisses gegen Homophobie ausgezeichnet worden. Laudatorin Birgit Münchow, die Fachreferentin für Frauen, Gleichstellung & LSBTI* beim AWO Landesverband Berlin, lobte das jahrelange Engagement des AWO-Kreisverbandes unter anderem als Ausrichter des LesBiSchwulen Parkfestes und als Träger der queeren Krisenwohnung: "Ihr schafft es Lebensfreude auszustrahlen, Verbündete zu suchen, Menschen zusammenzubringen und politisch und gesellschaftlich für eigentlich selbstverständliche Rechte zu kämpfen. Im Jahr 2019 habt ihr mit der LSBTI*-Krisenwohnung euer umfangreiches Angebot erweitert – für einen Personenkreis, dessen Lebensrealitäten bisher weitestgehend unbeachtet waren", so Münchow.

Direktlink | Die gesamte Veranstaltung kann auf Youtube angesehen werden
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Für den Respektpreis nominiert waren außerdem Linos Bitterling von den Boxgirls, das Maxim Gorki Theater und die Initiative Nodoption – Elternschaft anerkennen (queer.de berichtete).

Fast genauso viele queerfeindliche Übergriffe wie im Vorjahr

Im Rahmen der Preisverleihung stellte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik die aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe für das Jahr 2021 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin bisher 369 Fälle registriert und damit nahezu so viele Fälle wie im gesamten Vorjahreszeitraum (2020: 372 Fälle). Gewaltdelikte machten 94 der angezeigten Fälle aus. Es wurden fünf Propagandadelikte registriert sowie 270 sonstige Straftaten, darunter vor allem Beleidigungen und Bedrohungen. "Auch hier existiert noch immer ein hohes Dunkelfeld. Dies gilt es zu erhellen. Dafür sind Vernetzung, ein enger Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen allen unerlässlich", so die Polizeipräsidentin.


Plakate wie diese werden im Januar in Berlin zu sehen sein (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

Präsentiert wurde außerdem die Plakatkampagne des Bündnisses gegen Homophobie zum Schwerpunktthema "Vielfältige Familie". Unter dem Slogan "Familie ist für jede*n anders. Liebe für alle gleich." wird die von der Berliner Agentur Heldisch erstellte Kampagne ab Januar 2022 im Berliner Stadtbild zu sehen sein. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne über 2.000 Flächen im City-Light-Poster-Format im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung, darunter die aufmerksamkeitsstarke Digital Poster Gallery im U-Bahnhof Friedrichstraße.

Der Respektpreis wird vom 2009 gegründeten "Bündnis gegen Homophobie" vergeben, einer vom LSVD-Landesverband im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) gestarteten Vereinigung. Darin engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von queeren Lebensweisen. Insgesamt gehören dem Bündnis 130 Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche. Die Mitglieder wählen jedes Jahr den Sieger oder die Siegerin des Respektpreises. Im letzten Jahr war das SchwuZ mit dem Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (pm/cw)



#1 Daddy CoolAnonym
  • 20.12.2021, 21:31h
  • Gratulation an den AWO-Verband. Das jährliche Parkfest ist eines der schönsten und sicherlich das entspannteste queere Event der Hauptstadt. Als Regenbogenpapa war ich oft mit meinem Nachwuchs dort. Ein Event, das die Community eint. :-)
    Deshalb bin ich auch froh, dass nicht Nodoption ausgezeichnet wurde. Denn mit ihrer einseitigen Ausrichtung auf die Interessen lesbischer Mütter ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse schwuler Väter trägt diese Gruppe leider zur Spaltung unserer Community bei. :-(
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